Mo, 13. Juli 2026
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Fünf Medaillen:
Schweriner Ruderjugend überzeugt bei Deutscher Meisterschaft

Trotz Temperaturen von bis zu 38 Grad präsentiert sich die Schweriner Ruderjugend bei den Deutschen Meisterschaften in Krefeld in Topform. Fünf Medaillen und starke Platzierungen belohnen den Einsatz.

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  • Veröffentlicht Juli 4, 2026
Schweriner Ruderjugend
Emma Sander ist zum drit­ten Mal in Folge Deutsche Meis­terin. Foto: shot­by­hille

 

Mit ein­er Goldmedaille, drei Sil­ber­medaillen, ein­er Bronzemedaille und zahlre­ichen weit­eren Top-Platzierun­gen hat die Schw­er­iner Rud­er­ju­gend bei den Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeis­ter­schaften der Alter­sklassen U17, U19 und U23 ein starkes Aus­rufeze­ichen geset­zt. Unter extremen Bedin­gun­gen am Elfrather See in Krefeld bewiesen die Nach­wuchss­port­lerin­nen und Nach­wuchss­portler nicht nur ihre sportliche Klasse, son­dern auch große men­tale Stärke. Gegen die Konkur­renz aus mehr als 160 Vere­inen behaupteten sich die Schw­er­iner ein­drucksvoll und bestätigten ein­mal mehr ihren Ruf als ein­er der erfol­gre­ich­sten Nach­wuchs­stan­dorte im deutschen Rud­er­sport.

Die Meis­ter­schaften standen bere­its im Vor­feld unter beson­deren Vorze­ichen. Eigentlich soll­ten die nationalen Titelkämpfe tra­di­tionell auf dem Baldeney­see in Essen aus­ge­tra­gen wer­den. Wegen der starken Aus­bre­itung von Laichkraut musste der Deutsche Rud­erver­band die Ver­anstal­tung jedoch kurzfristig an den Elfrather See nach Krefeld ver­legen.

Dort warteten auf die Ath­letinnen und Ath­leten nicht nur neue Bedin­gun­gen, son­dern auch eine enorme Hitze­be­las­tung. Tem­per­a­turen von bis zu 38 Grad macht­en das Regat­ta­woch­enende zu ein­er echt­en Her­aus­forderung. Um die Gesund­heit der Sportler zu schützen, passte der Ver­band den Wet­tkampf­modus kurzfristig an. Hoff­nungsläufe und Bah­n­verteilungsren­nen wur­den gestrichen, am let­zten Wet­tkampf­tag ent­fie­len außer­dem sämtliche B‑Finals. Dadurch bekam jedes Vor- und Halb­fi­nale zusät­zlich­es Gewicht, denn Fehler kon­nten kaum noch kor­rigiert wer­den.

Den größten Erfolg aus Schw­er­iner Sicht feierte erneut Emma Sander. Die U23-Ath­letin bewies ein­mal mehr ihre Klasse und vertei­digte gemein­sam mit ihrer Ren­nge­mein­schaft aus Berlin, Pots­dam und Dres­den den Deutschen Meis­ter­ti­tel im Frauen-Vier­er mit Steuer­frau. Für die Schw­er­iner­in war es bere­its der dritte Titel­gewinn in Folge in dieser Boot­sklasse – eine bemerkenswerte Leis­tung auf nationaler Ebene. Im Frauen-Achter der U23 steuerte Sander ihre Mannschaft zusät­zlich zur Sil­ber­medaille und kehrte damit als erfol­gre­ich­ste Schw­er­iner Ath­letin von den Meis­ter­schaften zurück.

Emma Sander verteidigt ihren Meistertitel

Auch in den Junioren­klassen sorgten die Sport­lerin­nen und Sportler des Schw­er­iner Rud­er­clubs für zahlre­iche Erfol­gser­leb­nisse. Ylvi Hochleut­ner und Mylène Ruf rud­erten im Junior­in­nen-Vier­er des Lan­desrud­erver­ban­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu ein­er überzeu­gen­den Sil­ber­medaille. Cedrik Simonn zeigte im B‑Ju­nioren-Ein­er eben­falls ein starkes Ren­nen und musste sich erst im Finale einem Konkur­renten geschla­gen geben. Mit Rang zwei sicherte auch er sich den Titel des Deutschen Vize­meis­ters.

Eine weit­ere Medaille steuerte Pepe Jonuscheit bei. Im A‑Ju­nioren-Vier­er mit Steuer­mann gewann er gemein­sam mit sein­er Ren­nge­mein­schaft Bronze und gehörte damit eben­falls zu den erfol­gre­ich­sten Schw­er­inern bei den Titelkämpfen. Im Achter erre­ichte Jonuscheit darüber hin­aus das A‑Finale und belegte dort einen respek­tablen fün­ften Platz gegen die nationale Spitze.

Mehrere weit­ere Schw­er­iner Boote schrammten nur knapp an einem Platz auf dem Siegerpodest vor­bei. Beson­ders ärg­er­lich ver­lief das Finale für Birk Lüb­bert. Gemein­sam mit Ben Stanelle vom WSV Königs Wuster­hausen belegte er im U23-Zweier ohne Steuer­mann den vierten Rang und ver­passte damit nur knapp eine Medaille. Im Achter erre­ichte seine Ren­nge­mein­schaft eben­falls das A‑Finale und belegte dort Rang fünf. Auch Max Goede zeigte mit sein­er Mannschaft im Vier­er ohne Steuer­mann eine starke Vorstel­lung und rud­erte auf einen aus­geze­ich­neten vierten Platz.

Für Span­nung sorgte ins­beson­dere das Finale im B‑Ju­nioren-Dop­pelvier­er. Kamil Bekirov, Fynn Raben, Max Bau­mann sowie Finn Hohensee aus Stral­sund liefer­ten gemein­sam mit Steuer­frau Kas­san­dra Sul­li­van ein engagiertes Ren­nen und hiel­ten lange Kon­takt zur Spitzen­gruppe. Am Ende fehlten nur wenige Sekun­den zu einem Medail­len­rang. Der vierte Platz spiegelte den­noch die starke Entwick­lung des Bootes wider. Eben­falls im Finale vertreten waren Mat­ti Hodea und Lion Große. Sie erre­icht­en im B‑Ju­nioren-Vier­er ohne Steuer­mann den fün­ften Platz und sam­melten damit wichtige Erfahrun­gen auf höch­stem nationalen Niveau.

Mehrere Boote nur knapp am Podest vorbei

Dass die Schw­er­iner Rud­er­ju­gend inzwis­chen nicht nur in der Spitze, son­dern auch in der Bre­ite her­vor­ra­gend aufgestellt ist, zeigten zahlre­iche weit­ere Platzierun­gen. Ole Hodea und Leo Jacob belegten im A‑Ju­nioren-Dop­pelzweier den acht­en Gesam­trang. Mit ihrer Ren­nge­mein­schaft erre­icht­en sie zudem das Halb­fi­nale im Dop­pelvier­er.

Paula Schöpp kämpfte sich bis ins Halb­fi­nale vor und ver­passte als Vierte ihres Laufes den Finaleinzug nur knapp. In der Endabrech­nung bedeutete das einen starken zehn­ten Platz deutsch­landweit. Soni­ia Popovych erre­ichte im A‑Ju­nior­in­nen-Ein­er eben­falls das Halb­fi­nale und belegte am Ende Rang sechs.

Für Fiona Motul­lo ver­liefen die Meis­ter­schaften dage­gen weniger glück­lich. Im B‑Ju­nior­in­nen-Ein­er gelang ihr der Sprung in die näch­ste Runde nicht. Die kurzfristi­gen Änderun­gen des Wet­tkampf­modus macht­en es beson­ders schw­er, Rückschläge noch auszu­gle­ichen.

Ger­ade diese geän­derten Rah­menbe­din­gun­gen ver­liehen den Ergeb­nis­sen der Schw­er­iner Mannschaft zusät­zlich­es Gewicht. Ohne Hoff­nungsläufe musste bere­its in den Vor­ren­nen nahezu alles passen. Gle­ichzeit­ig ver­langten die außergewöhn­lich hohen Tem­per­a­turen den Sport­lerin­nen und Sportlern kör­per­lich alles ab. Neben der eigentlichen Rennleis­tung wur­den Regen­er­a­tion, Flüs­sigkeitsver­sorgung und Konzen­tra­tion zu entschei­den­den Fak­toren.

Landestrainer zieht positives Fazit

Entsprechend zufrieden fiel auch das Faz­it von Lan­destrain­er Thomas Schulz aus. „Unsere Sport­lerin­nen und Sportler haben hart gekämpft und starke Leis­tun­gen gezeigt. Die Konkur­renz bei dieser Regat­ta war sehr groß. Den­noch haben sich alle behaupten kön­nen und trotz der hohen Tem­per­a­turen sehr gut per­formt“, sagte Schulz nach den Meis­ter­schaften.

Mit ins­ge­samt fünf Medaillen und zahlre­ichen weit­eren Final- und Halb­final­teil­nah­men unter­strich die Schw­er­iner Rud­er­ju­gend ein­drucksvoll ihre Leis­tungs­fähigkeit. Die Ergeb­nisse zeigen, dass die kon­tinuier­liche Nach­wuch­sar­beit in Schw­erin Früchte trägt. Gle­ichzeit­ig machen die Platzierun­gen Hoff­nung für die kom­menden Jahre, denn viele der erfol­gre­ichen Ath­letinnen und Ath­leten gehören noch den jün­geren Jahrgän­gen an und wer­den auch kün­ftig bei nationalen Titelkämpfen zu den Medail­lenkan­di­dat­en zählen. Die Deutschen Meis­ter­schaften in Krefeld haben damit ein­mal mehr bewiesen, dass Schw­erin im deutschen Nach­wuch­srud­ern weit­er­hin zu den leis­tungsstärk­sten Stan­dorten gehört.