Schweriner SC in laufender Saison noch auf Selbstfindungskurs

Die Mannschaft der Saison 2013/14
Die Mannschaft der Saison 2013/14

(sr). Der Schweriner SC befindet sich im Moment in einer Umbruchsphase. Diese gestaltet sich umso schwieriger, da sie in den laufenden Betrieb hineingefallen ist. Was ist passiert?

Schon im Sommer orakelte der SSC-Geschäftsführer Michael Evers drüber, dass die Champions League Fluch und Segen zugleich sei. Evers befürchtet damals, dass nun die Spielerinnen des Schweriner SC „auf dem Tablett“ präsentiert werden. Damit könnten Begehrlichkeiten bei anderen Mannschaften geweckt werden. Genau das ist eingetreten. Spitzenkräfte haben dem Verein inzwischen den Rücken gekehrt. Den Auftakt machte im Mai der Trainer Teun Buijs, der damals verkündete, dass er nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Seine Tochte, die niederländische Nationalspielerin Anne Buijs, verlies inzwischen den Club in Richtung Italien. Quinta Steenbergen, eine zuverlässige Punktesammlerin, zog es nach Tschechien und die Zuspielerin Denise Hanke verlies Schwerin in Richtung Istanbul. Auch Liebero Lisa Thomsen spielt nicht mehr für den Schweriner Volleyballclub.

Trotz schlechter Startbedingungen soll die Meisterschale in Schwerin bleiben

Für den SCC war das ein harter Sommer und auch wenn Evers offensichtlich vieles befürchtet hat, scheint ihn die Realität genauso kalt getroffen zu haben wie die gesamte Mannschaft. Trotz einer erfolgreichen Saison des Deutschen Meisters, blieb vielen Verantwortlichen im SCC der Jubel im Halse stecken. Der neue Trainer Felix Koslowski setzt aber trotz der Rückschläge auf Erfolg. Selbstbewusst verkündete er dem Vorstand, dass er mit dem Schweriner SC wieder Deutscher Meister werden wolle und in der Champions League zumindest die Gruppenphase überstehen möchte.

Der Saisonstart war aber erst einmal von Pleiten und Niederlagen gekennzeichnet. Gegen den Dresdner SC verloren die Schweriner 1:3 zum Bundesligastart. Am vergangenen Samstag dann die 0:3 Niederlage gegen die Roten Raben Vilsisburg. Heute steht nun das Champions- League-Spiel in Cannes an. Die Mannschaft ist aber alles andere als eingespielt. Wer gehofft hatte, die Abgänge wären in zwei Monaten zu kompensieren, war völlig unrealistisch und dürfte nun enttäuscht sein. Kowalski selbst gibt zu, dass noch nicht alles passt. Das Ziel Deutscher Meister zu werden steht aber weiter im Raum.

Dazu muss die Findungsphase nun schnell überwunden werden. Vieles hängt davon ab, ob es Trainer Koslowski gelingen wird aus den Talenten Spitzenkräfte zu formen. Das wird ein Stück harte Arbeit. Ausgeschlossen ist es aber nicht, dass am Saisonende der Deutsche Meister im DVV abermals der Schweriner SC sein könnte. Vorerst bleibt nur der vorletzte Bundesligaplatz übrig. Wir drücken den Mädels des SCC die Daumen.

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