Close

Gestohlenes E‑Bike dank GPS-Tracker gefunden:
Schweriner Schülerin ermittelt selbst

Mit Mut, Cleverness und Technik spürte eine Schülerin ihr frisch gestohlenes E-Bike in der Innenstadt auf.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Oktober 2, 2025
Friederike ist glücklich, ihr geliebtes E-Bike wiedergefunden zu haben, Foto: maxpress
Friederike ist glück­lich, ihr geliebtes E‑Bike wiederge­fun­den zu haben, Foto: max­press

Den Fre­itag im Sep­tem­ber wird die 16-jährige Friederike aus Schw­erin so schnell nicht vergessen. Wie gewohnt war sie mor­gens mit ihrem neuen E‑Bike zum Goethe-Gym­na­si­um gefahren und hat­te es am Fahrrad­stän­der angeschlossen. Wenig später meldete ihre Schwest­er, dass das Rad ver­schwun­den sei – ein Schock, denn es war erst wenige Tage zuvor angeschafft wor­den und noch nicht ver­sichert.

Signal aus der Innenstadt führt zum Versteck des Fahrrads

Sofort alarmierte die Schü­lerin die Polizei und erstat­tete Anzeige. Doch im Laufe des Unter­richts erin­nerte sie sich an ein Detail: Im Akku­fach ihres E‑Bikes hat­te sie einen Airtag ver­steckt. Über die Such­funk­tion ihres Smart­phones kon­nte sie tat­säch­lich ein Sig­nal emp­fan­gen – und zwar aus der Innen­stadt. Gemein­sam mit ihrer Schwest­er machte sie sich auf den Weg, rief erneut die Polizei und lot­ste die Beamten zu einem Haus in der Werder­straße. Im Keller fan­den die Ein­satzkräfte schließlich das gestoh­lene Fahrrad, im Haus einen Tatverdächti­gen. Nach Spuren­sicherung und For­mal­itäten kon­nte Friederike ihr Rad erle­ichtert wieder in Emp­fang nehmen.

Polizei lobt umsichtiges Handeln – Aufklärungsquote bleibt gering

„Die Polizis­ten waren die ganze Zeit sehr fre­undlich und zuvork­om­mend“, berichtet die Schü­lerin. Beson­ders dankbar zeigte sie sich, dass die Beamten auch das Ersatzrad, mit dem sie unter­wegs war, zurück zur Schule bracht­en. Inzwis­chen ist das E‑Bike ver­sichert und erneut mit einem GPS-Track­er aus­ges­tat­tet. „Das würde ich jedem empfehlen, der sein Fahrrad zusät­zlich absich­ern möchte“, rät die 16-Jährige.Die Sta­tis­tik zeigt, wie außergewöhn­lich der Fall ist: Jährlich wer­den in Schw­erin über 200 Fahrräder gestohlen, die Aufk­lärungsquote liegt bei ger­ade ein­mal zehn Prozent. Dass ein Rad so schnell und unversehrt zurück­kehrt, ist daher eine Sel­tenheit – in diesem Fall jedoch ein Hap­py End.