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Schwerin beschließt Wärmeplan:
So soll künftig geheizt werden

Fernwärme ausbauen, Wärmepumpen fördern, klimaneutral bis 2045: Schwerin hat seinen kommunalen Wärmeplan beschlossen. Das Konzept zeigt, wie die Wärmeversorgung der Stadt künftig aussehen soll.

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  • Veröffentlicht Juli 6, 2026
Schweriner Wärmeplan
Der Aus­bau der Fer­n­wärme hat bei der Wärme­pla­nung Vor­rang. Foto: LHS

 

Die Stadtvertre­tung hat den kom­mu­nalen Wärme­plan für die Lan­deshaupt­stadt beschlossen. Das Konzept beschreibt, wie die Wärmev­er­sorgung in Schw­erin bis spätestens 2045 schrit­tweise kli­ma­neu­tral umgestellt wer­den soll. Vorge­se­hen sind der weit­ere Aus­bau der Fer­n­wärme in dicht bebaut­en Stadt­teilen sowie dezen­trale Hei­zlö­sun­gen in anderen Bere­ichen.

Grund­lage des Wärme­plans ist eine umfassende Analyse der beste­hen­den Wärmev­er­sorgung, des Energiebe­darfs sowie der Poten­ziale für erneuer­bare Energien, unver­mei­d­bare Abwärme, Energieef­fizienz und Wärmenet­ze. Nach Angaben der Stadt ver­fügt Schw­erin über gute Voraus­set­zun­gen für die Wärmewende. Dazu zählen das bere­its weit verzweigte Fer­n­wärmenetz sowie Poten­ziale für erneuer­bare Wärme­quellen. Gle­ichzeit­ig macht der Wärme­plan deut­lich, dass die Umstel­lung erhe­bliche Investi­tio­nen von Stadt, Stadtwerken, Woh­nungswirtschaft und pri­vat­en Eigen­tümern erfordert.

Fernwärme soll weiter ausgebaut werden

Der Wärme­plan teilt das Stadt­ge­bi­et in ver­schiedene Ver­sorgungs­bere­iche ein. Er zeigt auf, in welchen Quartieren die Fer­n­wärme bere­its ver­füg­bar ist und in den kom­menden Jahren weit­er aus­ge­baut wer­den soll. In weniger dicht bebaut­en Stadt­teilen set­zt die Stadt dage­gen auf dezen­trale Lösun­gen wie Wärmepumpen oder andere kli­mafre­undliche Heizsys­teme.

Mit dem Aus­bau der Fer­n­wärme sind nun die Stadtwerke Schw­erin gefordert. Sie sollen das Netz schrit­tweise erweit­ern und die Wärmeerzeu­gung zunehmend auf erneuer­bare Energien sowie unver­mei­d­bare Abwärme umstellen.

Kein sofortiger Handlungsbedarf für Eigentümer

Für Eigen­tümer von Häusern außer­halb der kün­fti­gen Fer­n­wärmege­bi­ete beste­ht nach Angaben der Stadt kein unmit­tel­bar­er Hand­lungs­be­darf. Die Heizungsan­la­gen müssen nicht sofort aus­ge­tauscht wer­den. Gle­ichzeit­ig ver­weist die Ver­wal­tung auf Förder­pro­gramme des Bun­des über die KfW und das BAFA, die Investi­tio­nen in neue Heizun­gen und ener­getis­che Sanierun­gen unter­stützen.

„Mit der kom­mu­nalen Wärme­pla­nung schaf­fen wir Ori­en­tierung für Bürg­erin­nen und Bürg­er, Woh­nungswirtschaft, Unternehmen, Stadtwerke und Ver­wal­tung. Der Wärme­plan zeigt, welche Optio­nen in welchen Stadt­bere­ichen voraus­sichtlich sin­nvoll sind – und er macht deut­lich, dass die Wärmewende nur gemein­sam gelin­gen kann“, sagt Umwelt­dez­er­nent Bernd Not­te­baum.

Erar­beit­et wurde der Wärme­plan gemein­sam mit der Stadtver­wal­tung, den Stadtwerken, der Woh­nungswirtschaft, Unternehmen und unter Beteili­gung der Öffentlichkeit. Finanziert wurde das Vorhaben aus Mit­teln des Kli­ma- und Trans­for­ma­tions­fonds des Bun­des.

Die Ergeb­nisse der kom­mu­nalen Wärme­pla­nung sind auf der Inter­net­seite der Lan­deshaupt­stadt veröf­fentlicht. Dort find­en Bürg­erin­nen und Bürg­er auch Infor­ma­tio­nen zu Beratungsange­boten, För­der­möglichkeit­en und Ver­anstal­tun­gen. Über das Klima­por­tal der Stadt kön­nen zudem die Fortschritte bei Kli­maschutz­maß­nah­men ver­fol­gt wer­den. Das Schw­er­iner Solarkataster informiert kosten­los darüber, ob sich die Dachflächen eines Gebäudes für die Instal­la­tion ein­er Pho­to­voltaikan­lage eignen.