Bücher rund um die Uhr:
Schwerins Bibliothek wird zur Open Library
Ab 2026 können Leseratten auch abends und am Wochenende die Stadtbibliothek Schwerin besuchen – dank digitaler Technik und Selbstbedienung.

Die Stadtbibliothek Schwerin geht neue Wege: Ab 2026 wird sie zur sogenannten Open Library. Das bedeutet, dass Besucher die Bibliothek auch außerhalb der klassischen Öffnungszeiten nutzen können. Ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt und des kommunalen IT-Dienstleisters SIS|KSM macht diesen Schritt möglich.
Digitale Technik öffnet neue Wege für Bibliotheksnutzer
Der Bibliotheksausweis wird künftig zur Eintrittskarte: Damit öffnen sich die Türen auch abends und am Wochenende. Im Selbstbedienungsmodus können Besucher Leseplätze nutzen, Bücher ausleihen oder zurückgeben. Kameras, Lichtsteuerung, Lautsprecher und eine intelligente Software sorgen für einen reibungslosen und sicheren Ablauf. Das alles geschieht ohne Personal vor Ort.
„Die Bibliothek öffnet sich den Lebensrealitäten der Menschen, zeitlich und ganz praktisch”, sagt Bibliotheksleiterin Grit Wilke. Bereits Anfang 2026 soll das System in Betrieb gehen. Besonders für Berufstätige oder Schüler bietet die neue Lösung große Vorteile: Sie können spontan vorbeikommen, um für eine Prüfung zu lernen oder passende Lektüre zu finden.
Ein Ort zum Lesen, Lernen und Begegnen – ganz ohne Personal
Trotz technischer Neuerungen bleibt die Bibliothek, was sie immer war: ein Ort zum Stöbern, Lesen, Lernen und Austauschen. Die RFID-Technologie, bei der jedes Buch mit einem kleinen Speicherchip ausgestattet ist, ermöglicht eine unkomplizierte Rückgabe ohne langes Warten.
„Der neue Service bietet für Schweriner mehr Freiheit und längere Nutzungszeiten – um sich dann beispielsweise doch noch die passende Lektüre für das Wochenende auszuleihen”, betont Matthias Schmid von SIS|KSM. Das Projekt ist Teil einer größeren Digitalstrategie, die den Bürgerservice in Schwerin spürbar verbessern soll.



