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Bücher rund um die Uhr:
Schwerins Bibliothek wird zur Open Library

Ab 2026 können Leseratten auch abends und am Wochenende die Stadtbibliothek Schwerin besuchen – dank digitaler Technik und Selbstbedienung.

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  • Veröffentlicht November 26, 2025
V.l.: Bibliotheksleiterin Grit Wilke und Matthias Schmid (SIS|KSM) präsentieren das Konzept der neuen Open Library
V.l.: Bib­lio­thek­slei­t­erin Grit Wilke und Matthias Schmid (SIS|KSM) präsen­tieren das Konzept der neuen Open Library, Foto: SIS|KSM

Die Stadt­bib­lio­thek Schw­erin geht neue Wege: Ab 2026 wird sie zur soge­nan­nten Open Library. Das bedeutet, dass Besuch­er die Bib­lio­thek auch außer­halb der klas­sis­chen Öff­nungszeit­en nutzen kön­nen. Ein gemein­sames Pro­jekt der Lan­deshaupt­stadt und des kom­mu­nalen IT-Dien­stleis­ters SIS|KSM macht diesen Schritt möglich.

Digitale Technik öffnet neue Wege für Bibliotheksnutzer

Der Bib­lio­thek­sausweis wird kün­ftig zur Ein­trittskarte: Damit öff­nen sich die Türen auch abends und am Woch­enende. Im Selb­st­be­di­enungsmodus kön­nen Besuch­er Lese­plätze nutzen, Büch­er auslei­hen oder zurück­geben. Kam­eras, Licht­s­teuerung, Laut­sprech­er und eine intel­li­gente Soft­ware sor­gen für einen rei­bungslosen und sicheren Ablauf. Das alles geschieht ohne Per­son­al vor Ort.

„Die Bib­lio­thek öffnet sich den Leben­sre­al­itäten der Men­schen, zeitlich und ganz prak­tisch”, sagt Bib­lio­thek­slei­t­erin Grit Wilke. Bere­its Anfang 2026 soll das Sys­tem in Betrieb gehen. Beson­ders für Beruf­stätige oder Schüler bietet die neue Lösung große Vorteile: Sie kön­nen spon­tan vor­beikom­men, um für eine Prü­fung zu ler­nen oder passende Lek­türe zu find­en.

Ein Ort zum Lesen, Lernen und Begegnen – ganz ohne Personal

Trotz tech­nis­ch­er Neuerun­gen bleibt die Bib­lio­thek, was sie immer war: ein Ort zum Stöbern, Lesen, Ler­nen und Aus­tauschen. Die RFID-Tech­nolo­gie, bei der jedes Buch mit einem kleinen Spe­icher­chip aus­ges­tat­tet ist, ermöglicht eine unkom­plizierte Rück­gabe ohne langes Warten.

„Der neue Ser­vice bietet für Schw­er­iner mehr Frei­heit und län­gere Nutzungszeit­en – um sich dann beispiel­sweise doch noch die passende Lek­türe für das Woch­enende auszulei­hen”, betont Matthias Schmid von SIS|KSM. Das Pro­jekt ist Teil ein­er größeren Dig­i­tal­strate­gie, die den Bürg­erser­vice in Schw­erin spür­bar verbessern soll.