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Erster Wein von der Krösnitz:
Schwerins neue Reben tragen Früchte

Nach Jahren der Planung und Rückschläge füllen Diana und Axel Kämmerer erstmals eigenen Wein ab und knüpfen an eine jahrhundertealte Tradition an.

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  • Veröffentlicht März 26, 2026
V.l.: Kristian Meier-Hedrich, Diana Herrmann-Kämmerer, Axel Kämmerer, Bernd Nottebaum, Sebastian Ehlers und Daniel Meslien verkosten den ersten Wein auf dem Weinberg Krösnitz
V.l.: Kris­t­ian Meier-Hedrich, Diana Her­rmann-Käm­mer­er, Axel Käm­mer­er, Bernd Not­te­baum, Sebas­t­ian Ehlers und Daniel Mes­lien verkosten den ersten Wein auf dem Wein­berg Krös­nitz.
Foto: max­press

Was 2016 noch als lock­er­er Gedanke bei einem Spazier­gang begann, hat sich inzwis­chen zu einem bemerkenswerten Pro­jekt entwick­elt: Auf der Hal­binsel Krös­nitz ist der erste Wein abge­füllt wor­den. Diana und Axel Käm­mer­er haben damit nicht nur ihre Vision ver­wirk­licht, son­dern auch ein Stück regionaler Geschichte neu belebt.

2019 set­zten sie die ersten Reb­stöcke auf die naturbe­lassene Fläche. Der Weg dor­thin war geprägt von Exper­i­menten, Rückschlä­gen und viel Engage­ment. Unter­stützung erhiel­ten sie unter anderem von der Stadt sowie durch ihre Arbeit im Naturschutz. Die Fläche wurde schließlich ver­pachtet, 2021 fol­gte die offizielle Genehmi­gung für den Wein­bau.

Rückschläge und Durchhaltevermögen zahlen sich aus

In den ersten Jahren sam­melten die Käm­mer­ers Erfahrun­gen bei anderen Winz­ern und besucht­en Sem­i­nare in der Schweiz. Doch nicht alles ver­lief rei­bungs­los: 2023 zer­störten Stare die gesamte Ernte. Ein Jahr später gelang schließlich der Durch­bruch – aus den Trauben wurde der erste Most gewon­nen, der auf pos­i­tive Res­o­nanz stieß.

Im März 2026 war es dann soweit: Gemein­sam mit Part­nern und Vertretern aus Poli­tik und Ver­wal­tung wur­den die ersten 600 Flaschen Solaris-Wein abge­füllt. Das Ergeb­nis überzeugte auf ganz­er Lin­ie. „Der schmeckt gut“, zeigte sich Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum begeis­tert.

Erster Wein im Glas
Erster Wein im Glas. Foto: max­press

Auf rund 2.000 Reb­stöck­en wächst der Wein heute auf ein­er Fläche, die gle­ichzeit­ig ökol­o­gisch genutzt wird. Sel­tene Kräuter bleiben erhal­ten, während Kamerun­schafe die Wiesen pfle­gen, ohne den Reben zu schaden. Ein neu angelegter Wein­berg­weg lädt zudem Spaziergänger ein, die Land­schaft zu erkun­den.

Neue Perspektiven für Tradition und Tourismus

Für die Stadt Schw­erin hat das Pro­jekt auch eine his­torische Dimen­sion. Bere­its im Jahr 1505 existierte hier ein Wein­berg, und schon im Mit­te­lal­ter betrieben Zis­terzienser-Mönche in der Region Wein­bau. Diese Tra­di­tion kön­nte nun wieder stärk­er in den Fokus rück­en.

Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers sieht darin großes Poten­zial: Der Krös­nitzer Wein könne kün­ftig auch in die Wel­ter­bev­er­mark­tung inte­gri­ert wer­den. Das Pro­jekt ste­he exem­plar­isch für gelun­ge­nes Zusam­men­spiel von Ver­wal­tung, Poli­tik und Unternehmer­tum.

Mit dem ersten abge­füll­ten Wein ist für die Käm­mer­ers ein Meilen­stein erre­icht – und für Schw­erin begin­nt ein neues Kapi­tel sein­er Wein­baugeschichte.