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Pflegeheime im Check:
Schwerins Pflegeeinrichtungen schneiden überwiegend gut ab

Schweriner Pflegeeinrichtungen im Fokus: Überwiegend gute Ergebnisse bei unangekündigten Prüfungen.

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  • Veröffentlicht Juni 7, 2024
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Symbolbild: Schwerins Pflegeeinrichtungen schneiden überwiegend gut ab

Die städtische Heimaufsicht hat im Jahr 2023 insgesamt 21 Regelprüfungen und zwei anlassbezogene Prüfungen in Schweriner Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Prüfungen sind überwiegend positiv, wie der zuständige Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt, Silvio Horn, berichtet. Zwei der geprüften Einrichtungen konnten sogar alle Prüfkriterien zu 100 Prozent erfüllen.

Die Prüfungen werden unangemeldet durchgeführt und umfassen Kriterien wie Betreuung, Verpflegung und bauliche Mindestanforderungen. Zudem werden persönliche Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern geführt, um einen umfassenden Eindruck der Pflegequalität zu gewinnen. Jährlich führt die Schweriner Heimaufsicht solche unangemeldeten Prüfungen durch, um die Erfüllung der Qualitätsanforderungen in den Pflegeeinrichtungen zu gewährleisten. Dabei werden 14 Qualitätsbereiche mit insgesamt 47 möglichen Bewertungspunkten überprüft.

Heimaufsicht für Qualitätssicherung unabdingbar

„Diese staatliche Aufsicht ist unverzichtbar, um sicherzustellen, dass definierte Qualitätsstandards in den Pflegeeinrichtungen eingehalten werden“, betont Horn. „Bewohner, Angehörige und potenzielle Interessenten können sich auf der Homepage der Landeshauptstadt Schwerin über die Bewertungen der jeweiligen Einrichtungen informieren.“

Die Heimaufsicht spielt neben dem Medizinischen Dienst eine wichtige Rolle in der externen Qualitätssicherung stationärer Einrichtungen und sonstiger nicht selbstorganisierter ambulanter Wohnformen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Die Prüfer bewerten umfassend die Bedingungen vor Ort und prüfen, inwieweit eine individuelle und selbstbestimmte Lebensführung sowie eine angemessene Betreuungs- und Wohnqualität gewährleistet sind.

Die Kontrollen sind zeitlich und inhaltlich sehr aufwendig und beanspruchen in der Regel mehrere Stunden vor Ort. Nach sorgfältiger Auswertung und Rückkopplung mit den Trägern werden die sogenannten Transparenztabellen veröffentlicht. Die Einrichtungen müssen diese Tabellen zudem an gut sichtbarer Stelle vor Ort aushängen.

1.892 Plätze im Moment in Schwerin

Stadt und Pflegeeinrichtungen verfolgen gemeinsam das Ziel, eine hohe Qualität in der Pflege für die Bewohner sicherzustellen. Kleinere Mängel, die während der Qualitätskontrolle festgestellt werden, führen nicht sofort zu einer schlechten Bewertung der Einrichtung. „Durch die Prüfung erhalten die Einrichtungen ein unabhängiges Feedback und können gezielt Mängel abstellen“, erklärt Horn.

Die Kapazitäten der vollstationären Pflegeeinrichtungen in Schwerin sind stabil: Seit Ende 2022 erhöhte sich das Platzangebot im Jahr 2023 um insgesamt 52 auf 1.899 Plätze. Von Ende 2023 bis April 2024 gab es einen geringfügigen Rückgang um 7 auf 1.892 Plätze.

Mit den regelmäßigen Prüfungen und der Transparenz der Ergebnisse trägt die Stadt Schwerin dazu bei, die Pflegequalität kontinuierlich zu sichern und weiter zu verbessern.

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Stefan Rochow

ist Journalist, Unternehmer und Gründer von SNO | Schwerin-Lokal. Mail: redaktion@sn-o.de

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