Stadtvertretung beschließt Auflösung der SMG:
Schwerins Stadtmarketing wird Teil der Verwaltung
Das Stadtmarketing Schwerin wird zum 1. Januar 2026 in die Verwaltung integriert. Eine neue Struktur soll Wirtschaft und Tourismus enger verzahnen und effizienter aufstellen.

Die bislang eigenständige Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin (SMG) mbH wird zum 1. Januar 2026 aufgelöst und in die Verwaltung überführt. Das hat die Stadtvertretung Schwerin am Montagabend beschlossen. Künftig wird das Stadtmarketing Teil des neu strukturierten Fachdienstes Wirtschaft und Tourismus.
Hintergrund der Entscheidung sind rechtliche Gründe sowie die steigenden städtischen Zuschüsse für die SMG. Zwar finanziert sich die Gesellschaft derzeit zu 65 Prozent aus eigenen Mitteln, die restlichen Gelder stammen jedoch größtenteils aus dem Haushalt der Stadt. Eine Alternative in Form einer städtischen Tochter-GmbH wurde geprüft, letztlich aber verworfen.
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Oberbürgermeister Rico Badenschier betonte, dass die Integration in die Verwaltung auch mit Blick auf den neuen UNESCO-Weltkulturerbe-Status der Stadt zu klaren Zuständigkeiten führe. Marketing und Tourismus sollen künftig zentral gesteuert werden. „Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing arbeiten dann noch enger zusammen, um die Attraktivität Schwerins für Unternehmen, Fachkräfte und Gäste weiter zu steigern“, sagte Fachdezernent Bernd Nottebaum.
Der neue Fachdienst Wirtschaft besteht künftig aus drei Fachgruppen: Marketing und Tourismus, Wirtschaft sowie Digitales Innovationszentrum. Die Fachgruppen unterstehen zunächst direkt dem zuständigen Beigeordneten im Dezernat für Bauen, Umwelt und Verkehr, um kurze Entscheidungswege zu ermöglichen.
Die bisherige SMG-Geschäftsführerin Martina Müller wird die Fachgruppe Marketing und Tourismus leiten und zugleich die Liquidation der alten Gesellschaft übernehmen. Sie sieht in der neuen Struktur eine Chance für ein ganzheitliches Stadtmarketing, das Tourismus, Markenentwicklung und Stadtentwicklung enger verbindet.
Das bisherige Stadtmarketing-Personal wird unter Anerkennung der bestehenden Arbeitsverhältnisse in die Stadtverwaltung übernommen. Mit der Eingliederung entfällt außerdem die Umsatzsteuerpflicht, was zusätzliche finanzielle Entlastung bedeutet.
Die Gesamtleitung des neuen Fachdienstes wird zunächst nicht neu besetzt. Die Aufgaben übernehmen Bernd Nottebaum und seine Koordinatorin Valerie Elss.




