Mo, 13. Juli 2026
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Streit um Steuersenkung:
Schwesig hält an Unterstützung für Gastwirte fest

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig spricht sich gegen eine Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie aus.

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  • Veröffentlicht Juni 22, 2026
Mehrwertsteuer-Schock für Restaurants doch Schwesig stellt sich quer. Foto: Staatskanzlei MV
Mehrw­ert­s­teuer-Schock für Restau­rants doch Schwe­sig stellt sich quer. Foto: Staatskan­zlei MV

 

Meck­len­burg-Vor­pom­merns Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig hat Forderun­gen nach ein­er Rück­nahme der Mehrw­ert­s­teuersenkung für die Gas­tronomie zurück­gewiesen. Die SPD-Poli­tik­erin beze­ich­nete den reduzierten Steuer­satz als wichtige Unter­stützung für Hotels, Restau­rants und Gast­stät­ten.

Nach Ansicht der Min­is­ter­präsi­dentin hil­ft der reduzierte Mehrw­ert­s­teuer­satz dabei, gestiegene Per­son­al- und Energiekosten sowie eine teil­weise schwächere Nach­frage auszu­gle­ichen.

Zugle­ich kri­tisierte Schwe­sig die wiederkehrende Debat­te über mögliche Änderun­gen. Die häu­fig wech­sel­nden Vorschläge auf Bun­de­sebene sorgten ihrer Ansicht nach für Unsicher­heit bei Unternehmen und Ver­brauch­ern.

Kritik von Wirtschaftsweiser Schnitzer

Aus­lös­er der Diskus­sion sind Äußerun­gen von Moni­ka Schnitzer. Die Vor­sitzende des Sachver­ständi­gen­rates zur Begutach­tung der gesamtwirtschaftlichen Entwick­lung hat­te die Steuer­ent­las­tung als kost­spielig beze­ich­net und deren Nutzen infrage gestellt.

Nach ihrer Ein­schätzung verur­sacht die Maß­nahme jährliche Kosten von rund 3,4 Mil­liar­den Euro. Zudem prof­i­tierten ihrer Ansicht nach nicht nur kleinere Betriebe, son­dern auch große Fast-Food-Ket­ten.

Gastgewerbe als wichtiger Wirtschaftsfaktor

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern gilt das Gast­gewerbe als bedeu­ten­der Wirtschaft­szweig. Nach Angaben des Branchen­ver­ban­des Dehoga erwirtschaftet die Branche jährlich rund 3,5 Mil­liar­den Euro Umsatz und beschäftigt mehr als 55.000 Men­schen.

Die Diskus­sion fällt in eine wirtschaftlich schwierige Phase. Laut ein­er Auswer­tung der Wirtschaft­sauskun­ftei Cred­itre­form stiegen die Insol­ven­zen in der Branche 2025 bere­its zum vierten Mal in Folge an. Seit Jahres­be­ginn gilt für Speisen in der Gas­tronomie wieder der reduzierte Mehrw­ert­s­teuer­satz von sieben Prozent statt zuvor 19 Prozent.