Sa, 13. Juni 2026
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Länder verlangen stärkere Mitsprache im Bund:
Schwesig lehnt geplante Entlastungsprämie ab

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig begrüßt das Aus der geplanten Entlastungsprämie und fordert stattdessen niedrigere Energiepreise sowie echte Steuerentlastungen.

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  • Veröffentlicht Mai 15, 2026
Schwesig begrüßt Ende der Entlastungsprämie Archivbild: Staatskanzlei MV
Schwe­sig begrüßt Ende der Ent­las­tung­sprämie. Archiv­bild: Staatskan­zlei MV

 

Meck­len­burg-Vor­pom­merns Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig hat das endgültige Aus für die geplante Ent­las­tung­sprämie begrüßt. Die SPD-Poli­tik­erin beze­ich­nete die vorge­se­hene Regelung als ungeeignet für Meck­len­burg-Vor­pom­mern und ver­wies ins­beson­dere auf die finanzielle Belas­tung für viele Arbeit­ge­ber im Land.

Gegenüber der „Rheinis­chen Post“ erk­lärte Schwe­sig, dass zahlre­iche Unternehmen und Ein­rich­tun­gen nicht in der Lage gewe­sen wären, die geplante Prämie auszuzahlen. Betrof­fen seien vor allem mit­tel­ständis­che Betriebe, soziale Träger sowie der öffentliche Dienst. Deshalb sei es richtig, dass das Vorhaben nun nicht weit­er ver­fol­gt werde.

 

Länder und Kommunen befürchteten Einnahmeverluste

Der Koali­tion­sauss­chuss von Union und SPD auf Bun­de­sebene hat­te zuvor beschlossen, die geplante Ent­las­tung­sprämie endgültig fall­en zu lassen. Dies bestätigten der Vor­sitzende der Unions­frak­tion im Bun­destag, Jens Spahn, sowie der CSU-Lan­des­grup­penchef Alexan­der Hoff­mann in einem Schreiben an die Bun­destagsab­ge­ord­neten der Union.

Geplant war ursprünglich, dass Arbeit­ge­ber ihren Beschäftigten bis zum 30. Juni 2027 frei­willig eine steuer- und abgaben­freie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen kön­nen. Unternehmen hät­ten die Zahlun­gen zugle­ich steuer­lich als Betrieb­saus­gaben gel­tend machen kön­nen. Der Bun­desrat hat­te das Vorhaben jedoch gestoppt. Hin­ter­grund waren vor allem die befürchteten Steuer­aus­fälle für Län­der und Kom­munen, die durch die Steuer­frei­heit ent­standen wären.

Schwe­sig sprach sich stattdessen erneut für ein umfassendes Ent­las­tungspaket für Bürg­erin­nen und Bürg­er aus. Dazu zählten aus ihrer Sicht vor allem sink­ende Energiepreise, eine stärkere Ent­las­tung klein­er und mit­tlerer Einkom­men sowie eine grundle­gende Reform der Einkom­men­steuer. Die Regierungschefin forderte zudem sozial aus­ge­wo­gene Refor­men im Sozial­bere­ich.

Zugle­ich ver­langte Schwe­sig eine stärkere Beteili­gung der Bun­deslän­der an wichti­gen poli­tis­chen Entschei­dun­gen. Die Min­is­ter­präsi­dentin­nen und Min­is­ter­präsi­den­ten müssten bei geplanten Sozial- und Ent­las­tungs­maß­nah­men frühzeit­ig einge­bun­den wer­den. Deshalb sprach sie sich für eine Son­derkon­ferenz der Min­is­ter­präsi­den­ten aus. Die Län­der wür­den die Fol­gen der Entschei­dun­gen mit­tra­gen und müssten daher auch zen­tral beteiligt wer­den, erk­lärte die SPD-Poli­tik­erin.