Fr, 5. Dezember 2025
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Schwerin rüstet auf:
SDS startet mit voller Winterbereitschaft

Die SDS hat ihre Winterbereitschaft in Schwerin hergestellt. Acht Fahrzeuge, 300 Tonnen Salz und neue Technik stehen bereit, um Straßen sicher zu halten.

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  • Veröffentlicht November 24, 2025
Alexander Thiel (l) und Thomas Kniesel (r)  gehören zum Winterdienst der SDS. © maxpress
Alexan­der Thiel (l) und Thomas Kniesel ® gehören zum Win­ter­di­enst der SDS. Foto: max­press

 

Wenn Schnee und Eis die Straßen rutschig machen, ste­ht das Win­ter­di­enst-Team der Stadtwirtschaftlichen Dien­stleis­tun­gen Schw­erin (SDS) bere­it. Acht Fahrzeuge sind täglich im Ein­satz, um die Verkehrssicher­heit auf den Straßen der Lan­deshaupt­stadt zu gewährleis­ten. „Wir haben alles dafür getan, um die Win­ter­bere­itschaft herzustellen“, erk­lärt Axel Klabe, Bere­ich­sleit­er für Straße­nun­ter­hal­tung. Rund 300 Ton­nen Streusalz, 100 Ton­nen Streukies und Sole wur­den ein­ge­lagert, um auf den rund 350 Straßenkilo­me­tern im Stadt­ge­bi­et schnell reagieren zu kön­nen.

Neue Technik für effizienteren Winterdienst

Zwei beste­hende Silos ermöglichen derzeit eine zügige Beladung der Stre­ufahrzeuge. Auf dem SDS-Betrieb­shof in der Baus­traße entste­ht zudem ein neues Streugut­si­lo, ein Soleerzeuger und ein Sole­tank. Ab der Win­ter­sai­son 2026 soll das Salz direkt im eige­nen Betrieb in die Sal­zlö­sung über­führt wer­den, mit der die Straßen vor­beu­gend gegen Glätte behan­delt wer­den. Bis­lang wurde die Sole als Fer­tig­pro­dukt geliefert.

Acht Einsatzfahrzeuge, klare Prioritäten

Für den Win­ter­di­enst ste­hen acht SDS-Fahrzeuge bere­it, weit­ere fünf inklu­sive Besatzung wer­den bei starkem Schneefall oder Eis­glätte hinzuge­zo­gen. Klare Ein­satzregeln sor­gen für Struk­tur: Zuerst wer­den die Haupt- und Ein­fahrtsstraßen geräumt, danach fol­gen Sam­mel­straßen in Wohnge­bi­eten und schließlich die Anliegerstraßen. Zusät­zlich betreut die SDS rund 215.000 Quadrat­meter Geh- und Rad­wege sowie 264 Bushal­testellen im Stadt­ge­bi­et. Auch die städtis­chen Fried­höfe gehören zum Ein­satzge­bi­et.

Rund um die Uhr im Einsatz bis April

Die Win­ter­bere­itschaft dauert bis zum 15. April. In dieser Zeit arbeit­en 36 Frauen und Män­ner im Schicht­di­enst, unter­stützt von sechs Dis­patch­ern, die Ein­sätze koor­dinieren und Wet­ter­en­twick­lun­gen überwachen. Bei Tem­per­a­turen unter drei Grad fahren die Teams Kon­troll­routen ab und streuen bei Bedarf ein Salz-Sole-Gemisch. In der SDS-Werk­statt sor­gen zwei Mitar­beit­er dafür, dass alle Fahrzeuge ein­satzbere­it bleiben.

„Eine plöt­zliche Änderung der Wet­ter­lage stellt uns immer wieder vor Her­aus­forderun­gen. Unsere Beschäftigten tun ihr Bestes, um die Straßen sich­er zu machen, aber sie kön­nen nicht über­all gle­ichzeit­ig sein“, betont Axel Klabe. „Weil Haupt­straßen Vor­rang haben, bit­ten wir um Ver­ständ­nis, wenn es in Neben­straßen etwas länger dauert.“

Winterdienstpflicht für Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt ist für die Räu­mung von Gehwe­gen von hoher öffentlich­er Bedeu­tung zuständig. Auf Gehwe­gen mit Anliegern liegt die Ver­ant­wor­tung bei Grund­stück­seigen­tümern oder Woh­nungs­ge­sellschaften. Die Win­ter­di­en­stpflicht gilt von 7 bis 20 Uhr, bei nächtlichem Schneefall muss der Schnee bis 7 Uhr mor­gens beseit­igt sein – auf ein­er Min­dest­bre­ite von 1,50 Metern.

Klabe rät, den Schnee an den Straßen­rand zu schieben, aber nicht auf die Fahrbahn, damit die Ein­läufe frei bleiben. Zudem mah­nt er zur umwelt­gerecht­en Streu­ung: „Bitte kein Salz oder Asche ver­wen­den, son­dern Split oder Streu­sand. Der Gehweg muss nicht schwarz sein – wichtig ist, dass er sich­er bege­hbar bleibt.“

In verkehrs­beruhigten Bere­ichen (Spiel­straßen) gilt: Anwohn­er müssen die Straße jew­eils bis zur Mitte frei­hal­ten. Eigen­tümer kön­nen die Räum- und Stre­upflicht an Mieter oder Dien­stleis­ter über­tra­gen.

Neuer Unimog verstärkt das Winterdienst-Team

Zum Start der Win­ter­sai­son ver­stärkt ein neuer Uni­mog die SDS-Flotte. Alexan­der Thiel und Thomas Kniesel, bei­de Teil des Win­ter­di­en­st­teams, freuen sich über die mod­erne Tech­nik: „Damit kön­nen wir Schnee, Eis und Glätte noch effizien­ter bekämpfen.“