Schwerin rüstet auf:
SDS startet mit voller Winterbereitschaft
Die SDS hat ihre Winterbereitschaft in Schwerin hergestellt. Acht Fahrzeuge, 300 Tonnen Salz und neue Technik stehen bereit, um Straßen sicher zu halten.

Wenn Schnee und Eis die Straßen rutschig machen, steht das Winterdienst-Team der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) bereit. Acht Fahrzeuge sind täglich im Einsatz, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen der Landeshauptstadt zu gewährleisten. „Wir haben alles dafür getan, um die Winterbereitschaft herzustellen“, erklärt Axel Klabe, Bereichsleiter für Straßenunterhaltung. Rund 300 Tonnen Streusalz, 100 Tonnen Streukies und Sole wurden eingelagert, um auf den rund 350 Straßenkilometern im Stadtgebiet schnell reagieren zu können.
Neue Technik für effizienteren Winterdienst
Zwei bestehende Silos ermöglichen derzeit eine zügige Beladung der Streufahrzeuge. Auf dem SDS-Betriebshof in der Baustraße entsteht zudem ein neues Streugutsilo, ein Soleerzeuger und ein Soletank. Ab der Wintersaison 2026 soll das Salz direkt im eigenen Betrieb in die Salzlösung überführt werden, mit der die Straßen vorbeugend gegen Glätte behandelt werden. Bislang wurde die Sole als Fertigprodukt geliefert.
Acht Einsatzfahrzeuge, klare Prioritäten
Für den Winterdienst stehen acht SDS-Fahrzeuge bereit, weitere fünf inklusive Besatzung werden bei starkem Schneefall oder Eisglätte hinzugezogen. Klare Einsatzregeln sorgen für Struktur: Zuerst werden die Haupt- und Einfahrtsstraßen geräumt, danach folgen Sammelstraßen in Wohngebieten und schließlich die Anliegerstraßen. Zusätzlich betreut die SDS rund 215.000 Quadratmeter Geh- und Radwege sowie 264 Bushaltestellen im Stadtgebiet. Auch die städtischen Friedhöfe gehören zum Einsatzgebiet.
Rund um die Uhr im Einsatz bis April
Die Winterbereitschaft dauert bis zum 15. April. In dieser Zeit arbeiten 36 Frauen und Männer im Schichtdienst, unterstützt von sechs Dispatchern, die Einsätze koordinieren und Wetterentwicklungen überwachen. Bei Temperaturen unter drei Grad fahren die Teams Kontrollrouten ab und streuen bei Bedarf ein Salz-Sole-Gemisch. In der SDS-Werkstatt sorgen zwei Mitarbeiter dafür, dass alle Fahrzeuge einsatzbereit bleiben.
„Eine plötzliche Änderung der Wetterlage stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Unsere Beschäftigten tun ihr Bestes, um die Straßen sicher zu machen, aber sie können nicht überall gleichzeitig sein“, betont Axel Klabe. „Weil Hauptstraßen Vorrang haben, bitten wir um Verständnis, wenn es in Nebenstraßen etwas länger dauert.“
Winterdienstpflicht für Bürgerinnen und Bürger
Die Stadt ist für die Räumung von Gehwegen von hoher öffentlicher Bedeutung zuständig. Auf Gehwegen mit Anliegern liegt die Verantwortung bei Grundstückseigentümern oder Wohnungsgesellschaften. Die Winterdienstpflicht gilt von 7 bis 20 Uhr, bei nächtlichem Schneefall muss der Schnee bis 7 Uhr morgens beseitigt sein – auf einer Mindestbreite von 1,50 Metern.
Klabe rät, den Schnee an den Straßenrand zu schieben, aber nicht auf die Fahrbahn, damit die Einläufe frei bleiben. Zudem mahnt er zur umweltgerechten Streuung: „Bitte kein Salz oder Asche verwenden, sondern Split oder Streusand. Der Gehweg muss nicht schwarz sein – wichtig ist, dass er sicher begehbar bleibt.“
In verkehrsberuhigten Bereichen (Spielstraßen) gilt: Anwohner müssen die Straße jeweils bis zur Mitte freihalten. Eigentümer können die Räum- und Streupflicht an Mieter oder Dienstleister übertragen.
Neuer Unimog verstärkt das Winterdienst-Team
Zum Start der Wintersaison verstärkt ein neuer Unimog die SDS-Flotte. Alexander Thiel und Thomas Kniesel, beide Teil des Winterdienstteams, freuen sich über die moderne Technik: „Damit können wir Schnee, Eis und Glätte noch effizienter bekämpfen.“



