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Landtagswahl 2026:
Sebastian Hüller will die junge Generation im Landtag vertreten

Mit 25 Jahren will Sebastian Hüller für die Grünen in den Landtag. Im Interview spricht er über Jugend, Digitalisierung, Wohnen, Migration, Wirtschaft und seine Ziele für Schwerin bis 2031.

  • Veröffentlicht September 12, 2026
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Sebas­t­ian Hüller möchte für die Grüne in den Land­tag. Foto: Bündnis90/Die Grü­nen Schw­erin

 

Im Vor­feld der Land­tagswahl in Meck­len­burg-Vor­pom­mern spricht Schw­erin-Lokal mit den Direk­tkan­di­datin­nen und Direk­tkan­di­dat­en der Lan­deshaupt­stadt. Im Mit­telpunkt ste­ht die Frage, was sie konkret für Schw­erin und das Land erre­ichen wollen.

Heute im Gespräch: Sebas­t­ian Hüller (Bünd­nis 90/Die Grü­nen). Der 25-jährige Fach­in­for­matik­er kan­di­diert für den Land­tag und will vor allem die Per­spek­tive junger Men­schen stärk­er in die Poli­tik brin­gen. Neben Jugend- und Bil­dungspoli­tik set­zt er Schw­er­punk­te bei Dig­i­tal­isierung, kom­mu­nalen Finanzen, bezahlbarem Wohnen, Wirtschaft und Kli­maschutz.

Hüller betont dabei seine eigene beru­fliche Erfahrung und möchte nach eigen­er Aus­sage für ein anderes Bild grün­er Poli­tik ste­hen. In Schw­erin engagiert er sich zudem mit dem Gemein­schaft­szen­trum „Puschi15“.

Im Inter­view spricht er über die Zukun­ft junger Men­schen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Fehler der Grü­nen, mögliche Koali­tio­nen, Dig­i­tal­isierung, Migra­tion, Wirtschaft und seine Ziele für Schw­erin bis 2031.

Herr Hüller, Sie sind 25 Jahre alt, Fach­in­for­matik­er und wollen in den Land­tag einziehen. Warum Poli­tik und warum trauen Sie sich bere­its in diesem Alter ein Land­tags­man­dat zu?

Junge Men­schen brauchen eine Vertre­tung im Par­la­ment, ich wäre nach dem aktuellen Stand der Umfra­gen eine von zwei Per­so­n­en, die nach dem Jahr 2000 geboren sind, im Land­tag.

Ger­ade in der Coro­na- und der Wehrpflicht-Debat­te haben wir gemerkt, wie wichtig eine Stimme für die jun­gen Men­schen in der Poli­tik ist. Aber auch bei vie­len anderen The­men wer­den wir eher als Prob­lem gese­hen, das es zu lösen gibt, anstatt die beson­deren Her­aus­forderun­gen, Sor­gen und Wün­sche wahrzunehmen, die die let­zten Jahre mit sich gebracht haben.

Wir leben für junge Men­schen in unsicheren Zeit­en. Angst vor Krieg, steigende Kosten, unsichere Beruf­sper­spek­tiv­en auch wegen des Ein­satzes von KI in der Beruf­swelt. Dazu ist der Land­tag eine Volksvertre­tung, diese hat eine große Bevölkerungs­gruppe aktuell beina­he kom­plett aus­geschlossen: junge Men­schen und Auszu­bildende beziehungsweise Gesellen. Ich habe zehn Jahre Beruf­ser­fahrung, ich will im Land­tag anpack­en.

Sie sprechen selb­st darüber, dass Ihnen als Jugendlich­er viel Neg­a­tives über Meck­len­burg-Vor­pom­mern ver­mit­telt wurde und Tre­ff­punk­te fehlten. Was müsste sich konkret ändern, damit junge Men­schen in Schw­erin sagen: Ich will hierbleiben und meine Zukun­ft hier auf­bauen?

Per­spek­tive ist das entschei­dende Wort. Ich will, dass Men­schen selb­st­bes­timmt das Leben hier führen kön­nen, das sie möcht­en. Das bein­hal­tet Beruf­schan­cen, Bil­dung beziehungsweise Aus­bil­dung und Freizeit­gestal­tung.

Jugend­kul­tur fällt da oft unter, junge Men­schen wer­den viel von Ort zu Ort getrieben und tre­f­fen sich dort, wo sie am wenig­sten stören. Dass das nicht immer die sich­er­sten Orte für junge Men­schen sind, wird dann vergessen. Wir fordern zum Beispiel den Azu­bi-Start-Bonus, gün­stige Mobil­ität für junge Men­schen und garantierte Gemein­schaft­sorte in Städten beziehungsweise Gemein­den.

Die Grü­nen kämpfen derzeit um den Wiedere­inzug in den Land­tag. Was haben Ihre Partei und die bish­erige grüne Poli­tik falsch gemacht, dass Sie heute über­haupt um die Fünf-Prozent-Hürde kämpfen müssen?

In der Selb­stkri­tik muss man sagen, dass wir oft als moral­isierende Akademik­er-Partei geze­ich­net wer­den. Als ehe­ma­liger Auszu­bilden­der und Arbeit­er mit zehn Jahren Beruf­ser­fahrung möchte ich hinge­gen für ein anderes Bild ste­hen, daher kommt auch mein Mot­to „Gemein­sam anpack­en“.

Ich möchte mit den Men­schen hier in der Gemein­schaft zusam­men auf Augen­höhe Prob­leme anpack­en und Ange­bote schaf­fen. Dafür habe ich hier in Schw­erin eigens ein Gemein­schaft­szen­trum, das Puschi15, aufgemacht. Grüne Poli­tik wird oft kom­pliziert ver­mit­telt, dabei kön­nte man es so ein­fach haben, die Sprache der Men­schen auch im ländlichen Raum sprechen. Hier will ich ran.

Soll­ten die Grü­nen nach der Wahl wieder im Land­tag vertreten sein: Mit welchen Parteien wäre eine Regierungs­beteili­gung für Sie denkbar und wo ziehen Sie per­sön­lich eine Gren­ze?

Ich rede mit allen demokratis­chen Parteien, die eine Ern­sthaftigkeit in ihrem poli­tis­chen Han­deln erken­nen lassen und Recht­sex­tremen keine Türen öff­nen. Damit fall­en BSW und AfD raus. Wir Bünd­nis­grü­nen wer­den die Wahlergeb­nisse abwarten und dann als Partei entschei­den, welchen Weg wir in ein­er möglichen Koali­tion ein­schla­gen. Meine ganz per­sön­liche Präferenz ist Rot-Rot-Grün.

Wür­den Sie im Land­tag einem Antrag ein­er anderen Partei zus­tim­men, wenn Sie ihn inhaltlich für richtig hal­ten, aus­drück­lich auch dann, wenn er von BSW oder AfD einge­bracht wird?

Anträ­gen von BSW und AfD werde ich mit mein­er Stimme zu kein­er Mehrheit ver­helfen. Anträge ander­er Frak­tio­nen möchte ich ergeb­nisof­fen prüfen.

Ein­er Ihrer Schw­er­punk­te ist Kom­mu­nalpoli­tik. Schw­erin befind­et sich seit Jahren in ein­er schwieri­gen Haushalt­slage. Ist das aus Ihrer Sicht vor allem ein Schw­er­iner Prob­lem oder finanziert das Land seine Kom­munen grund­sät­zlich nicht aus­re­ichend? Und was wür­den Sie konkret ändern?

Wenn man sich ganz Deutsch­land anschaut, sind hoch ver­schuldete Gemein­den eher Regel als Aus­nahme. Ich bin der Mei­n­ung, dass die kom­mu­nale Finanzierung keine Frage des Lan­des, son­dern eher des Bun­des ist, da auch die Län­der immer knap­pere Haushalte ver­wal­ten müssen. Konkret würde ich mich über den Bun­desrat für Finanzierungszusagen des Bun­des ein­set­zen, wenn durch Bun­des­ge­setz kom­mu­nale Auf­gaben hinzuge­fügt wer­den.

Wir als MV müssen Wirtschaftswach­s­tum, Ent­bürokratisierung und Zen­tral­isierung von bes­timmten Ver­wal­tungs­di­en­stleis­tun­gen als Wege beschre­it­en, um unsere Kom­munen zu fördern. Ein ganz konkreter Weg ist der Aus­bau und expliz­it die Beteili­gung an den Gewin­nen von erneuer­baren Energien.

Schw­erin investiert erhe­blich in Schulen und Kitas, gle­ichzeit­ig fehlen Per­son­al und finanzielle Spiel­räume. Was wür­den Sie als Land­tagsab­ge­ord­neter konkret für bessere Bil­dung und Betreu­ung in Schw­erin erre­ichen wollen und wie soll das finanziert wer­den?

Natür­lich möchte ich mich ein­set­zen für bessere Betreu­ungss­chlüs­sel, alters­gerechte und frühkindliche Bil­dung und Mod­ernisierung von Gebäu­den und Unter­richtsstoff.

Mul­ti­pro­fes­sionelle Teams sind hier ein wichtiger Schritt in eine inklu­sive und bedarf­s­gerechte Bil­dungspoli­tik. Dafür muss es eine Pri­or­isierung im Haushalt geben. Wie die näch­sten Haushalte aufgestellt sind, wäre allerd­ings ein Blick in die Glaskugel. Belast­bare Aus­sagen zur Finanzierung würde ich tre­f­fen, sobald wir wis­sen, wie die genaue Haushalt­slage mit Blick auf 2028 aussieht.

Sie set­zen einen Schw­er­punkt auf Dig­i­tal­isierung. Was funk­tion­iert aus Ihrer Sicht bei der Schw­er­iner und der Lan­desver­wal­tung heute noch unnötig ana­log oder kom­pliziert? Welche drei Dinge soll­ten Bürg­erin­nen und Bürg­er spätestens 2031 voll­ständig dig­i­tal erledi­gen kön­nen?

Ich per­sön­lich habe, in ein­er anderen Kom­mune, 2019 noch ein Fax einge­baut. Das war für mich ein entsprechen­des Erweck­ungser­leb­nis. Wir brauchen ein­heitliche Stan­dards, Pro­gramme über die Kom­munen hin­weg und Koop­er­a­tion mit anderen Bun­deslän­dern. Bürg­erin­nen und Bürg­er sollen jegliche Ver­wal­tungs­di­en­stleis­tung bis 2031 dig­i­tal erledi­gen kön­nen.

Das soll auf alle staatlichen Insti­tu­tio­nen erweit­ert wer­den, also zum Beispiel Bib­lio­theken und Bil­dung­sein­rich­tun­gen. Auch dür­fen wir den mas­siv­en Papi­er- und postal­is­chen Aufwand nicht vergessen, der ger­ade bei der Ver­wal­tung von Sozial­hil­fen aufge­bracht wird. Ich habe aber ins Wahl­pro­gramm der Grü­nen auch die Medienhelfer*innen mit einge­bracht.

Men­schen erhal­ten hier entwed­er auf dem Amt oder zum Beispiel in der Bib­lio­thek Hil­fe beim Aus­füllen dig­i­taler Doku­mente oder beim Bedi­enen ein­er Soft­ware, die zur Teil­habe am Staat notwendig ist.

Dig­i­tal­isierung kostet zunächst Geld und qual­i­fiziertes Per­son­al. Ger­ade finanzschwache Kom­munen kön­nen dabei schnell zurück­fall­en. Sollte das Land zen­trale dig­i­tale Infra­struk­tur stärk­er bere­it­stellen, statt jede Kom­mune eigene Lösun­gen entwick­eln zu lassen?

Wir soll­ten noch größer denken. Ich möchte, dass MV Geld ein­set­zt, um in den kom­menden Jahren und Jahrzehn­ten mas­siv Geld zu sparen. Wir kön­nen gut mit NDS, SH, HH, BM in Dig­i­tal­isierungs­fra­gen zusam­me­nar­beit­en und kon­se­quent auf Open Source set­zen. Für MV möchte ich gemein­sam mit den Kom­munen Kaufkraft bün­deln, Kosten sparen und zen­trale Lösun­gen find­en und durch­set­zen.

Bezahlbares Wohnen ist auch in Schw­erin ein The­ma. Gle­ichzeit­ig müssen Gebäude ener­getisch saniert und kli­mafre­undlich­er wer­den. Wie ver­hin­dern die Grü­nen, dass Kli­maschutz und Sanierung am Ende aus­gerech­net für Mieter mit niedri­gen und mit­tleren Einkom­men teuer wer­den?

Die Mod­ernisierung von Gebäu­den und damit die Reduk­tion von Energiekosten senkt die Nebenkosten für Mieter*innen.

Eine weit­ere Kosteneinsparung für Mieter ist der Strom, welch­er durch erneuer­bare Energien und eine noch anzus­trebende Verän­derung der Geset­zge­bung auf Bun­de­sebene auch langfristig die Kosten für Strom senken wird. Dazu set­zen wir uns für Mieter­schutz ein, wenn auf­grund von ener­getis­chen Grün­den saniert wird, siehe die max­i­male Mieter­höhung pro Quadrat­meter.

Lei­der sind Lösun­gen wie das Klim­ageld, welch­es vor allem Men­schen mit niedri­gen und mit­tleren Einkom­men vor Kosten, die im Zusam­men­hang mit Kli­maschutz­maß­nah­men entste­hen, ent­lastet hätte, gescheit­ert. Für mich ist das Klim­ageld nicht als poli­tis­che Idee gescheit­ert und es lohnt sich, hier weit­er dafür zu kämpfen.

Die Grü­nen ste­hen beson­ders für Kli­ma- und Verkehrspoli­tik. Was würde sich für einen Schw­er­iner Aut­o­fahrer konkret verän­dern, wenn Ihre Partei ihre verkehrspoli­tis­chen Vorstel­lun­gen umset­zen kön­nte und wo braucht Schw­erin tat­säch­lich weniger Auto und mehr ÖPNV oder Rad­verkehr?

Schw­er­iner Aut­o­fahrer hät­ten eine bessere Zeit. Durch den Aus­bau von ÖPNV, die bauliche Tren­nung von Fahrrad­we­gen und Autoverkehr und die Förderung von E‑Mobilität wäre Schw­erin leis­er, sicher­er und beque­mer, auch für Aut­o­fahrer. Weniger Verkehr auf den Straßen heißt weniger Stau und weniger Ärg­er, damit natür­lich auch weniger CO₂.

Schw­erin braucht Unternehmen, Fachkräfte und höhere Steuere­in­nah­men. Gle­ichzeit­ig kön­nen Umwelt- und Kli­maschutz mit wirtschaftlichen Pro­jek­ten in Kon­flikt ger­at­en. Wo wären Sie bei einem für Schw­erin wichti­gen Ansied­lung­spro­jekt zu Kom­pro­mis­sen bere­it und wo ziehen Sie eine klare Gren­ze?

Ich bin der Auf­fas­sung, dass auch Indus­trie in Schw­erin mit entsprechen­den Aus­gle­ichs­maß­nah­men einen Platz find­en kann. Es gibt aktuell Indus­triege­bi­ete, die noch nicht an ihrer Max­i­mal­gren­ze sind, hier würde ich erst­mal auf­füllen. Danach sollte man als Stadt steuern, dass sich Unternehmen ansiedeln, die ener­getisch voneinan­der prof­i­tieren kön­nen und Syn­ergieef­fek­te erzeu­gen kön­nen.

Ich ste­he für die Ein­hal­tung von gel­tenden Umwelt- und Verträglichkeit­sregeln, möchte aber prag­ma­tisch Lösun­gen find­en, um Ansied­lung zu ermöglichen und Schw­erins Umwelt, welche auch ein wichtiger Wirtschafts­fak­tor ist, zu schützen.

Migra­tion und Sicher­heit gehören zu den The­men, bei denen die Grü­nen beson­ders kon­tro­vers disku­tiert wer­den. Was läuft bei der Inte­gra­tion in Schw­erin aus Ihrer Sicht gut, was läuft schlecht und was müsste sich bei Migra­tion, Inte­gra­tion und inner­er Sicher­heit konkret ändern?

Es ist wichtig, Inte­gra­tion kon­se­quent durchzu­denken und den Men­schen hier eine echte Per­spek­tive zu geben. Die Stre­ichung von Deutschkursen ist ein beden­klich­er Ein­schnitt in die Inte­gra­tionsar­beit, genau­so wie die Verzögerung von Arbeit­ser­laub­nis­sen.

Es darf nicht sein, dass wir Men­schen fünf Jahre ver­bi­eten zu arbeit­en, obwohl sie willig und fähig sind. Ich finde es beden­klich, Migra­tion, Inte­gra­tion und innere Sicher­heit dauer­haft in einen Topf zu wer­fen. Armut ist Haup­trisiko­fak­tor für Krim­i­nal­ität. Eine effek­tive Arbeits- und Sozialpoli­tik ist effek­tiv­er für unsere Sicher­heit, als es jedes KI-Kam­er­apro­gramm je sein kön­nte.

Für Schw­erin, aber auch ganz MV soll­ten dezen­trale Unter­bringung und schnelle Anerken­nung von Qual­i­fizierun­gen und Aus­bil­dun­gen Haupt­fokus sein. Wir lassen aktuell sehr viel Poten­zial im Land liegen.

Sie kan­di­dieren gegen erfahrene Poli­tik­erin­nen und Poli­tik­er, darunter Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig. Warum sollte ein Schw­er­iner Ihnen die Erst­stimme geben und nicht einem Kan­di­dat­en, der bere­its über jahre­lange poli­tis­che Erfahrung und entsprechende Net­zw­erke ver­fügt?

Ich denke, die let­zten Jahre haben uns gezeigt, dass es einen Unmut in der Bevölkerung gibt gegenüber genau denen, die Sie in der Frage ansprechen. Ich mache seit Jahren Parteiar­beit und bringe Erfahrung aus der echt­en Arbeitswelt mit. Außer­dem möchte ich expliz­it auch junge Men­schen vertreten im Land­tag. Wer Erfahrung und Net­zw­erke als Maßstab nimmt für Poli­tik­er, schließt eine ganze Gruppe an mündi­gen Bürg­erin­nen von echter Repräsen­ta­tion aus.

Speziell in meinem Fall und Wahlkreis ist, dass ich auf Lis­ten­platz 4 der Lan­desliste ste­he. Heißt, bei Einzug mein­er Partei werde ich für Schw­erin arbeit­en und in Schw­erin wirken, auch ohne Direk­t­man­dat. Dementsprechend ist mir die Zweit­stimme die wichtig­ste.

Stellen wir uns vor, Sie sitzen fünf Jahre im Land­tag: Welche drei konkreten Verän­derun­gen müssten die Men­schen in Schw­erin bis 2031 sehen oder spüren kön­nen, damit Sie sagen kön­nen: Mein Man­dat hat dieser Stadt tat­säch­lich etwas gebracht?

 Erstens: Förderung von Gemein­schaft­szen­tren und Pro­jek­ten.

Sowohl mit mein­er Abge­ord­ne­tendiät als auch mit poli­tis­chem Druck möchte ich die Gemein­schaft in Schw­erin stärken, damit, um den bekan­nten Song aus der Liv­er­pool­er Fankurve zu zitieren, nie­mand alleine laufen muss („You’ll Nev­er Walk Alone“). Es wäre für mich ein großer Erfolg, die Ein­samkeit­squote nach­haltig zu senken.

Zweit­ens: Jugend­kul­tur stark machen. Schw­erin hat oft den Ruf „Hier geht nix“. In fünf Jahren soll Schw­erin, was Jugend­kul­tur ange­ht, mit anderen großen Städten mithal­ten kön­nen.

Drit­tens: Die Men­schen sollen in fünf Jahren mehr im Geld­beu­tel haben als jet­zt. Dafür set­ze ich mich unter anderem für einen Azu­bi-Start-Bonus ein, um jun­gen Men­schen auch Anreize zu geben, hier zu bleiben und die lokale Wirtschaft zu stärken.

Vie­len Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Dario Rochow