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Schwerin plant Millionen für Brandschutz:
Sechste Feuerwehr in Aussicht

Neuer Bedarfsplan bis 2032 sieht Investitionen in Millionenhöhe und Ausbau der Einsatzstrukturen in Schwerin vor

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  • Veröffentlicht April 16, 2026
Ein Fahrzeug der Schweriner Feuerwehr im Einsatz, Foto: maxpress
Ein Fahrzeug der Schw­er­iner Feuer­wehr im Ein­satz, Foto: max­press

Die Lan­deshaupt­stadt stellt die Weichen für die Zukun­ft der Gefahren­ab­wehr: Mit dem neuen Brand­schutzbe­darf­s­plan für die Jahre 2027 bis 2032 plant Schw­erin umfan­gre­iche Investi­tio­nen und struk­turelle Verän­derun­gen. Der Entwurf wird derzeit in den poli­tis­chen Gremien berat­en. Erar­beit­et wurde das Konzept vom Fach­di­enst Feuer­wehr und Ret­tungs­di­enst unter Leitung von Dr. Stephan Jako­bi. Ziel ist es, den steigen­den Anforderun­gen an Brand­schutz, Ret­tungs­di­enst sowie Katas­tro­phen- und Zivilschutz gerecht zu wer­den. Der stel­lvertre­tende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum ist zuver­sichtlich, dass im Schul­ter­schluss mit der Stadtvertre­tung eine ver­lässliche Gefahren­ab­wehr für die kom­menden Jahre bis 2032 auf Basis des Bedarf­s­planes umge­set­zt wer­den kann. „Viele ehre­namtliche und haup­tamtliche Ein­satzkräfte ste­hen jeden Tag bere­it, um die Sicher­heit zu gewährleis­ten. Ihnen gel­ten mein beson­der­er Dank und meine Anerken­nung!“

Neue Feuerwehr und mehr Ehrenamtliche

Ein zen­trales Vorhaben ist die Ein­rich­tung ein­er sech­sten Frei­willi­gen Feuer­wehr. Kün­ftig sollen ins­ge­samt 276 ehre­namtliche Ein­satzkräfte in der Stadt aktiv sein. Damit reagiert die Ver­wal­tung auf wach­sende Anforderun­gen – nicht zulet­zt durch neue Risiken wie Kli­mawan­del oder kom­plexe Gefahren­la­gen. Auch infra­struk­turell sind Verän­derun­gen geplant: Die Frei­willige Feuer­wehr Schw­erin-Wüst­mark soll einen Neubau erhal­ten, um beste­hende Defizite zu beseit­i­gen. Zudem wer­den Katas­tro­phen­schutzein­heit­en nach neuen Lan­desvor­gaben aufge­baut und in die Pla­nun­gen inte­gri­ert. „Die örtliche Gefahren­ab­wehr muss nicht nur unter gewöhn­lichen Umstän­den funk­tion­ieren, son­dern auch ver­lässlich sein, wenn externe Ein­flüsse zusät­zliche Gefahren­la­gen mit sich brin­gen. Und es müssen Ressourcen vorge­hal­ten wer­den, um diesen zusät­zlichen Gefahren begeg­nen zu kön­nen“, betont Dr. Stephan Jako­bi, Fach­di­en­stleit­er für Feuer­wehr und Ret­tungs­di­enst.

 

Auch im Katastrophenschutz ist die Schweriner Feuerwehr immer stärker gefordert, Foto: maxpress
Auch im Katas­tro­phen­schutz ist die Schw­er­iner Feuer­wehr immer stärk­er gefordert, Foto: max­press

Millioneninvestitionen für Sicherheit

Neben per­son­ellen Maß­nah­men set­zt die Stadt vor allem auf Investi­tio­nen. Für bauliche Pro­jek­te sind ab 2027 rund 56,2 Mil­lio­nen Euro einge­plant. Hinzu kom­men weit­ere Mit­tel für Fahrzeuge: 4,5 Mil­lio­nen Euro für die Feuer­wehr, 3,2 Mil­lio­nen Euro für den Ret­tungs­di­enst und 1,1 Mil­lio­nen Euro für den Bevölkerungss­chutz. Par­al­lel wer­den laufende Pro­jek­te weit­erge­führt – darunter der Neubau der Inte­gri­erten Leit­stelle sowie Anpas­sun­gen an der Feuer- und Ret­tungswache Süd. Für Bernd Not­te­baum ste­ht fest, dass die Umset­zung nur gemein­sam mit der Stadtvertre­tung gelin­gen kann. Er zeigt sich jedoch opti­mistisch, dass eine ver­lässliche Gefahren­ab­wehr bis 2032 gesichert wer­den kann – auch dank des Engage­ments haupt- und ehre­namtlich­er Ein­satzkräfte.