Schwerin plant Millionen für Brandschutz:
Sechste Feuerwehr in Aussicht
Neuer Bedarfsplan bis 2032 sieht Investitionen in Millionenhöhe und Ausbau der Einsatzstrukturen in Schwerin vor

Die Landeshauptstadt stellt die Weichen für die Zukunft der Gefahrenabwehr: Mit dem neuen Brandschutzbedarfsplan für die Jahre 2027 bis 2032 plant Schwerin umfangreiche Investitionen und strukturelle Veränderungen. Der Entwurf wird derzeit in den politischen Gremien beraten. Erarbeitet wurde das Konzept vom Fachdienst Feuerwehr und Rettungsdienst unter Leitung von Dr. Stephan Jakobi. Ziel ist es, den steigenden Anforderungen an Brandschutz, Rettungsdienst sowie Katastrophen- und Zivilschutz gerecht zu werden. Der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum ist zuversichtlich, dass im Schulterschluss mit der Stadtvertretung eine verlässliche Gefahrenabwehr für die kommenden Jahre bis 2032 auf Basis des Bedarfsplanes umgesetzt werden kann. „Viele ehrenamtliche und hauptamtliche Einsatzkräfte stehen jeden Tag bereit, um die Sicherheit zu gewährleisten. Ihnen gelten mein besonderer Dank und meine Anerkennung!“
Neue Feuerwehr und mehr Ehrenamtliche
Ein zentrales Vorhaben ist die Einrichtung einer sechsten Freiwilligen Feuerwehr. Künftig sollen insgesamt 276 ehrenamtliche Einsatzkräfte in der Stadt aktiv sein. Damit reagiert die Verwaltung auf wachsende Anforderungen – nicht zuletzt durch neue Risiken wie Klimawandel oder komplexe Gefahrenlagen. Auch infrastrukturell sind Veränderungen geplant: Die Freiwillige Feuerwehr Schwerin-Wüstmark soll einen Neubau erhalten, um bestehende Defizite zu beseitigen. Zudem werden Katastrophenschutzeinheiten nach neuen Landesvorgaben aufgebaut und in die Planungen integriert. „Die örtliche Gefahrenabwehr muss nicht nur unter gewöhnlichen Umständen funktionieren, sondern auch verlässlich sein, wenn externe Einflüsse zusätzliche Gefahrenlagen mit sich bringen. Und es müssen Ressourcen vorgehalten werden, um diesen zusätzlichen Gefahren begegnen zu können“, betont Dr. Stephan Jakobi, Fachdienstleiter für Feuerwehr und Rettungsdienst.

Millioneninvestitionen für Sicherheit
Neben personellen Maßnahmen setzt die Stadt vor allem auf Investitionen. Für bauliche Projekte sind ab 2027 rund 56,2 Millionen Euro eingeplant. Hinzu kommen weitere Mittel für Fahrzeuge: 4,5 Millionen Euro für die Feuerwehr, 3,2 Millionen Euro für den Rettungsdienst und 1,1 Millionen Euro für den Bevölkerungsschutz. Parallel werden laufende Projekte weitergeführt – darunter der Neubau der Integrierten Leitstelle sowie Anpassungen an der Feuer- und Rettungswache Süd. Für Bernd Nottebaum steht fest, dass die Umsetzung nur gemeinsam mit der Stadtvertretung gelingen kann. Er zeigt sich jedoch optimistisch, dass eine verlässliche Gefahrenabwehr bis 2032 gesichert werden kann – auch dank des Engagements haupt- und ehrenamtlicher Einsatzkräfte.




