Close

Fair-Trade-Kaffee aus Nicaragua:
Per Fahrrad nach Schwerin und mit dem Segelschiff über den Atlantik

Zwölf Radler brachten gestern Fair Trade Kaffee aus Nicaragua nach Schwerin. Das Besondere: Der Kaffee wird nur einmal pro Jahr über den Atlantik geschippert.

  • Veröffentlicht August 13, 2026
Schriftgröße: A A+ A++
Susanne Meletzki vom Eine-Welt-Laden Schwerin bekommt den ersten Karton mit dem Fahrrad- und Segelkaffee übergeben. (Foto: Chris Loose)
Susanne Melet­z­ki vom Eine-Welt-Laden Schw­erin bekommt den ersten Kar­ton mit dem Fahrrad- und Segelkaf­fee übergeben. (Foto: Chris Loose)

 


In Kürze:

  • Kaf­fee aus Nicaragua reist per Segel­frachter nach Ham­burg und anschließend mit dem Fahrrad weit­er durch Deutsch­land.
  • Auf rund 850 Kilo­me­tern besuchen die Rad­fahrer 15 Eine-Welt-Läden und wer­ben für fairen Han­del und nach­halti­gen Kon­sum.
  • Auch in Schw­erin macht die Tour Sta­tion: Die Stadt trägt den Titel „Fair-Trade-Stadt“, der regelmäßig erneuert wer­den muss.

 

6.500 Seemeilen, so viel Strecke legte der Kaf­fee auf dem Segel­frachter “Avon­tu­ur” von Nicaragua nach Ham­burg zurück. Dort über­nahm Chris­t­ian Mädler aus Freiberg in Sach­sen die Bohnen, um sie durch Deutsch­land zu trans­portieren. Mit dem Fahrrad. Er engagiert sich im Eine-Welt-Laden in Freiberg. “Wir radeln ins­ge­samt 15 Eine-Welt-Läden an und wollen damit auf den fairen Han­del aufmerk­sam machen”, erk­lärt Mädler die Aktion.

Was ist der Eine-Welt-Laden in Schwerin?

18 ehre­namtliche Helfer, eine Ladenko­or­di­na­torin und ein Bil­dungsref­er­ent küm­mern sich um den Eine-Welt-Laden in Schw­erin. Die Ladenko­or­di­na­torin Susanne Melet­z­ki erk­lärt das Ziel des Ladens so: “Der Fokus liegt darauf, den fairen Han­del sicht­bar zu machen. Durch die ehre­namtliche Unter­stützung müssen nur Fixkosten gedeckt wer­den. So kann viel Geld im Pro­duk­tion­s­land bleiben: Ein Beispiel ist eine Schoko­lade aus afrikanis­ch­er Her­stel­lung. Die wird dort von der Kakaobohne an hergestellt und es bleibt mehr Geld bei den Men­schen im Her­stel­lungs­land.” Wer mehr über den Eine-Welt-Laden her­aus­find­en will, kann hier auf der Web­seite nach­schauen.

Ankunft der Kaffee-Radler, Christian Mädler fährt vorne weg. (Foto: Chris Loose)
Ankun­ft der Kaf­fee-Radler, Chris­t­ian Mädler fährt vorne weg. (Foto: Chris Loose)

Von Hamburg nach Sachsen mit dem Fahrrad

Nach der Strecke über den Atlantik geht es für die Kaf­fee­bohnen und die Rad­fahrer von Ham­burg nach Schw­erin über den Harz und Brock­en in Nieder­sach­sen/Sach­sen-Anhalt bis ins säch­sis­che Freiberg. Ins­ge­samt sind das 850 Kilo­me­ter. Aufmerk­samkeit soll damit für nach­halti­gen Kon­sum und glob­ale Gerechtigkeit erzeugt wer­den. Der Kaf­fee aus Nicaragua kommt von einem Ver­bund aus 250 Klein­bauern. Zusam­men mit ein­er Genossen­schaft aus Leipzig wird der Kaf­fee in Deutsch­land ver­mark­tet.

Schw­erin trägt sel­ber auch den Titel “Fair-Trade-Stadt”. Das geht auf einen Beschluss der Stadtvertre­tung zurück. Auf diesen Titel muss sich die Stadt alle zwei Jahre neu bewer­ben und ver­schiedene Kri­te­rien erfüllen. Das bedeutet zum Beispiel, dass manche lokale Geschäfte eine gewisse Menge an Fair-Trade-Pro­duk­ten anbi­eten müssen.

So sieht der Inhalt der Kartons aus. (Foto: Chris Loose)
So sieht der Inhalt der Kar­tons aus. (Foto: Chris Loose)
Ab Schwerin wird es für die Radler leichter, da der erste Kaffee schon übergeben wurde. (Foto: Chris Loose)
Ab Schw­erin wird es für die Radler leichter, da der erste Kaf­fee schon übergeben wurde. (Foto: Chris Loose)

Schw­er­iner Stadt­ge­spräch: “Wer einen SUV hat, muss dafür auch einen eige­nen Park­platz haben!”


Blaulicht in Schw­erin: Ein Tot­er bei Brand in Schw­er­iner Brun­nen­straße


Noch mehr Schw­er­iner Stadt­ge­spräch: Prüf-Demo vom Dreesch in die Innen­stadt