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Wassersport in Schwerin:
2 Regatten an einem Wochenende

Bei der 30. Holzbootregatta in Schwerin musste der Start wegen Flaute verschoben werden – die historischen Boote standen dennoch im Mittelpunkt.

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  • Veröffentlicht September 11, 2025
30 Jahre Holz­bootre­gat­ta. Foto: TV Schw­erin

Das ver­gan­gene Woch­enende stand ganz im Sinne des Wasser­sports: Zahlre­iche Segler und Kanuten nutzten die Gele­gen­heit, ihr Kön­nen auf dem Wass­er unter Beweis zu stellen und sich bei zwei span­nen­den Regat­ten miteinan­der zu messen.

Die historische Holzbootregatta 

Seg­lerin­nen und Segler set­zten bei der Holz­bootre­gat­ta die Segel und steuerten ihre alten Holz­boote in den Wind- zumin­d­est pro­bierten sie es, denn der Wind spielte dies­mal nicht mit:

Seit nun­mehr 30 Jahren ver­anstal­tet der Schw­er­iner Seglervere­in von 1894 die tra­di­tionelle Holz­bootre­gat­ta- ein Wet­tkampf, bei dem die Teams eine vorher abges­timmte Strecke gegeneinan­der befahren. Dabei dürfte im Mit­telpunkt nicht nur der sportlich­er Ehrgeiz und das seg­lerische Handw­erk ges­tanden sein, son­dern auch die Tra­di­tion der klas­sis­chen Holz­boote, die mit viel Hingabe gepflegt und instand gehal­ten wer­den. Der geplante Startschuss um 12 Uhr musste wegen ein­er Flaute ver­schoben wer­den.

Weil es neben den Wet­tfahrten eben auch um die Tra­di­tion und die Handw­erk­skun­st ging, präsen­tierten sich die Jollen- wie die kleinen sportlichen Boote in Segler­sprache auch genan­nt wer­den- am Schw­er­iner Segler­heim. Dort wur­den die über 45-Jahre alten Holz­boote von ein­er Jury inspiziert.

Kurzzeitige Sperrung der Schlossbrücke

Im Rah­men der Regat­ta wurde die Drehbrücke hin­ter dem Schw­er­iner Schloss kurzzeit­ig zwis­chen 10.30–12:00Uhr ges­per­rt. Wer also einen Rundgang durch den Schloss­garten geplant hat­te, wurde frei­willig oder unfrei­willig Zeuge, wie die Brück­en­wärter das his­torische Bauw­erk, ein tech­nis­ches Denkmal aus dem 19.Jahrhundert, von Hand öffneten. Seit 2024 zählt die Brücke auch zum UNESCO-Weltkul­turerbe.

Falt­bootre­gat­ta. Foto: TV Schw­erin

Faltbootregatta

Sportlich ging es am Woch­enende weit­er. Die Kanuten des Meck­len­bur­gis­chen Staat­sthe­ater luden wieder – wie schon seit 44. Jahren am ersten Sam­stag im Sep­tem­ber – zur wohl bun­desweit ein­ma­li­gen Falt­bootre­gat­ta ein. Auch wenn Falt­boote, die ger­ade wieder im Trend liegen,  nicht unbe­d­ingt für ihre Sportlichkeit bekan­nt sind, wollen es die „Bin­sen­bumm­ler”, wie man spaße­shal­ber die gemütlichen Falt­boot­fahrer nen­nt, dann doch ein­mal im Jahr wis­sen.

Rund 17 Kilo­me­ter pad­del­ten die Fre­unde des Sports gegeneinan­der. Dabei führte sie die Strecke über den Schw­er­iner See, Ziegelsee bis zum Hei­densee und wieder zurück. Als erstes durch­querten die „Ziellinie”, gemeint ist der Steg am Boot­shaus in der Werder­straße 122,  mit ein­er Zeit von 1:40h Nor­bert Var­ga und Heiko Neufeld. Sie waren mit einem Zweier unter­wegs.

Gemütlich wurde es nach der Regat­ta auch. Bei Ein­topf und einem Frei­bier kamen die Pad­del­fre­unde ins Gespräch, tauscht­en sich aus und blick­ten auf ihr Ren­nen zurück. Der Spaß stand im Vorder­grund, aber ein biss­chen Ehrgeiz kam doch auf, als es in Rich­tung Ziellinie um die Platzierung ging. Immer­hin wollen alle den Pokal, der auch Namensge­ber der Regat­ta ist, gewin­nen:

Die Geschichte hinter dem „Rosa Paddel”

Anfang der 1980er schlossen The­atertech­niker eine Wet­ter in der Gast­stätte „zur guten Quelle” ab. Der Wet­tkampf war geboren. Anfangs pad­delte man nur um eine Kiste Bier, später um einen Wan­delpokal- das rosa lack­iertes Pad­del. Seit­dem dreht sich alles um das kleine Pad­del auf dem die Namen der Sieger ein­graviert wer­den. Und wer es schafft, die Regat­ta dreimal in Folge zu gewin­nen, darf es behal­ten.