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Seit 62 Jahren verheiratet

Irene und Friedrich Kampe leben seit eini­gen Wochen in der SOZ­IUS-Ein­rich­tung Haus „Am Grü­nen Tal“ in einem gemein­samen Zim­mer. Ende Mai feiern sie ihren 62. Hochzeit­stag und sind noch immer

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  • Veröffentlicht April 10, 2014
Irene und Friedrich Kampe feiern in diesem Jahr ihren 62. Hochzeitstag und gingen gemeinsam durch Höhen und Tiefen                   Foto: SOZIUS
Irene und Friedrich Kampe feiern in diesem Jahr ihren 62. Hochzeit­stag und gin­gen gemein­sam durch Höhen und Tiefen
Foto: SOZIUS

Irene und Friedrich Kampe leben seit eini­gen Wochen in der SOZ­IUS-Ein­rich­tung Haus „Am Grü­nen Tal“ in einem gemein­samen Zim­mer. Ende Mai feiern sie ihren 62. Hochzeit­stag und sind noch immer unz­ertrennlich.

 

„Sie war meine erste große Liebe- und das ist sie bis heute“, so Friedrich Kampe über seine Ehe­frau. Ken­nen­gel­ernt haben sie sich an einem Woch­enende beim gemein­samen Tanz. „Wir hat­ten uns einge­tanzt und gemerkt, dass wir wun­der­bar har­monierten. Seit dem waren wir ein Paar“, erin­nerte sich der 89-jährige. Das war im Jahre 1950.

 

Zwei Jahre später, am 30. Mai 1952, heirateten sie im Schw­er­iner Dom- da war das erste Kind schon auf der Welt. „Zur Hochzeit beka­men wir zwei Gös­sel geschenkt, damals gab es ja nicht son­der­lich viel“, zwinkerte Irene Kampe. Gemein­sam beka­men sie noch acht weit­ere Kinder und arbeit­eten lange Zeit im Schicht­sys­tem bei dem Land­wirtschaftlichen Instand­set­zungswerk Schw­erin.

 

„Mein Mann und ich wech­sel­ten uns mit den Früh- und Spätschicht­en ab, so dass immer ein­er Zuhause bei den Kindern sein kon­nte“, so die 81-jährige, die zur dama­li­gen Zeit als Schlosserin angestellt war. Sie nan­nten es „Kinder- und Haushalts­di­enst“, bei dem auch Friedrich Kampe mit anpack­te. „Auch ich kochte und küm­merte mich um den Haushalt, wenn meine Frau arbeit­ete“, erk­lärte  Friedrich Kampe den – zu dama­li­gen Zeit­en eher für Män­ner unüblichen – Dienst.

 

Ihre Freizeit ver­bracht­en sie in ihrem Garten, der direkt am Lankow­er See lag. Dort entspan­nten sie beim Angeln oder Baden mit ihren Kindern. Ihr Garten lag ihnen beson­ders am Herzen, der sog­ar zweimal als „Bester Garten“ aus­geze­ich­net wurde. Auch als eine der kinder­re­ich­sten Fam­i­lien wur­den sie in der DDR geehrt und durften mit allen Kindern im „Barkas“ nach Thürin­gen, begleit­et von Presse und Fotografen. Ein Geheim­nis der lan­gen, glück­lichen Ehe gäbe es nicht. „Es ist ein­fach sehr wichtig, immer offen über alles zu reden und sich auch mal stre­it­en zu kön­nen“, weiß Irene Kampe. Das Leben und die gemein­samen Erleb­nisse haben sie zusam­mengeschweißt. Mit einem liebevollen Blick auf ihren Mann fügte sie hinzu: „Wir gehörten ein­fach zusam­men“.