Podcast: ” Man müsste mal.…”
Wie man seinen Ruhestand sinnvoll verbringen kann
Was tun nach dem Berufsleben? Der Senior Expert Service Schwerin vermittelt Ruheständlern neue Aufgaben – ehrenamtlich, lokal oder international. Eine Chance für alle, die sich weiter engagieren wollen.

Bei manchen Leuten ist es so: Sie gehen in den Ruhestand, renovieren dann erst einmal die Wohnung, machen vielleicht eine Reise und dann kommt der Moment, in dem sie sich fragen: Was nun?“, sagt Almut Lüpkes. Die Repräsentantin des Senior Expert Service (SES) in Schwerin kennt solche Fragen gut. In ihrem Büro in der Industrie- und Handelskammer spricht sie regelmäßig mit Menschen, die sich nach ihrem Arbeitsleben neu orientieren möchten.
Gerade Menschen, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausgeübt haben, suchen nach sinnvollen Aufgaben. Genau da setzt der SES an. Als größte deutsche Ehrenamtsorganisation für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand vermittelt der SES Wissen, Erfahrung und Engagement an Orte, wo sie gebraucht werden: im In- und Ausland.
Vom Beruf ins Ehrenamt
Über 14.000 sogenannte „Experts“ aus allen Berufsrichtungen engagieren sich beim SES. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat der Verein mehr als 60.000 ehrenamtliche Einsätze organisiert – etwa ein Drittel davon in Deutschland.
„Der SES bietet viele Möglichkeiten“, erklärt Lüpkes. „Für manche ist ein Einsatz im Ausland spannend, für andere passt eher die Unterstützung junger Menschen in Schulen oder in der Ausbildung hier vor Ort .“ Das SES-Programm VerAplus hilft Auszubildenden, ihren Abschluss zu schaffen. Im Schulprogramm unterstützen erfahrene Expertinnen und Experten Lehrerinnen, Schüler und Schulen im Alltag.
Aber auch international ist der SES aktiv: Als Partner des Deutsch-Afrikanischen Jugendwerks (DAJW) engagiert sich der SES für den Austausch zwischen jungen Fachkräften aus Deutschland und Afrika.
Erfahrungen, die bleiben
Die Motivation der Ehrenamtlichen ist vielfältig. Manche wollen ihr Wissen weitergeben, andere suchen nach neuen Herausforderungen – und fast alle erleben ihre Einsätze als bereichernd. Denn der SES bietet nicht nur Hilfe für andere, sondern ermöglicht auch Begegnungen mit Menschen, Kulturen und Ideen, die weiterwirken.
Ob ein Einsatz im Ausland oder die Arbeit mit jungen Menschen in der Region – alle SES-Tätigkeiten sind ehrenamtlich. Und sie stehen nicht nur Ruheständlern offen: Auch Menschen in beruflicher Auszeit oder im sogenannten „Weltdienst 30+“ können sich engagieren.
Antworten im Podcast
Wer mehr erfahren will, kann in die aktuelle Podcast-Folge von „Man müsste mal …“ reinhören. Dort schildert Almut Lüpkes den Weg zur ehrenamtlichen Tätigkeit am Beispiel von „Frau Schröder“ – einer fiktiven Figur, mit der typische Fragen durchgespielt werden: Welche Voraussetzungen braucht man? Muss man eine bestimmte Ausbildung haben? Wie steht es mit den Kosten? Und: Kann man auch mitmachen, wenn man noch im Berufsleben steht?
Die 134. Folge des Podcasts mit Andreas Lußky und Claus Oellerking gibt Antworten und macht Mut, sich auch im Ruhestand noch einmal neu auf den Weg zu machen.




