Achtung Kostenfalle:
So werden Rentner im Internet abgezockt
Kostenpflichtige Online-Dienste für Rentenanträge sorgen für Ärger. Die Deutsche Rentenversicherung Nord warnt: Viele Leistungen sind direkt und kostenlos verfügbar.

Die Deutsche Rentenversicherung Nord warnt Versicherte und Rentnerinnen sowie Rentner vor kostenpflichtigen Online-Diensten rund um Rentenanträge. Wer im Internet nach Begriffen wie „Rentenauskunft“, „Mütterrente beantragen“ oder „Versicherungsnummernachweis“ suche, lande häufig nicht direkt bei der Rentenversicherung, sondern bei privaten Anbietern. Diese leiteten Anträge zwar weiter, stellten dafür jedoch teils hohe Gebühren in Rechnung.
Viele Betroffene wüssten nicht, dass dieselben Leistungen direkt bei der Deutschen Rentenversicherung kostenlos erhältlich seien. „Tappen Sie nicht in diese Kostenfalle. Das spart Geld, Zeit und vermeidet Ärger“, sagt Sebastian Bollig von der DRV Nord mit Sitz in Lübeck. Die offiziellen Online-Services der Rentenversicherung seien leicht zu finden, selbsterklärend und gebührenfrei.
Über die Internetseite der Deutschen Rentenversicherung können zahlreiche Anliegen direkt erledigt werden. Dazu zählen unter anderem der Antrag auf Kindererziehungszeiten – häufig als Mütterrente bezeichnet –, die Rentenauskunft, die Renteninformation, der Versicherungsnummernachweis sowie die Rentenbezugsmitteilung. Die entsprechenden Angebote sind zentral über die Online-Dienste der Rentenversicherung erreichbar.
Grundsätzlich ist es privaten Dienstleistern erlaubt, solche Services gegen Bezahlung anzubieten. Sie müssen jedoch klar darauf hinweisen, dass sie keine Behörde sind und nicht im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung handeln. Die DRV Nord rät daher dringend, Anbieter genau zu prüfen, bevor persönliche oder sensible Daten eingegeben werden.
Die Deutsche Rentenversicherung Nord ist regionale Ansprechpartnerin für Fragen rund um Rente, Altersvorsorge und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Mit mehreren Beratungszentren betreut sie Millionen Versicherte und Rentenbeziehende. Ziel der aktuellen Warnung sei es, Verbraucherinnen und Verbraucher vor unnötigen Kosten und möglichem Datenmissbrauch zu schützen.



