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Westmecklenburg:
Sommerflaute und schwache Konjunktur bremsen den Arbeitsmarkt

Im August ist die Zahl der Arbeitslosen in Westmecklenburg leicht gestiegen – besonders betroffen sind junge Menschen nach Schule und Ausbildung.

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  • Veröffentlicht September 6, 2025
Foto: Pex­els

West­meck­len­burg erlebt im August die typ­is­che Som­mer­flaute auf dem Arbeits­markt. Die Zahl der Arbeit­slosen hat sich erhöht, vor allem weil viele Jugendliche nach dem Schul- oder Aus­bil­dungsende noch ohne Anschluss­beschäf­ti­gung sind. Hinzu kommt eine schwächel­nde Kon­junk­tur, die die Lage ver­schärft.

Die Agen­tur für Arbeit Schw­erin meldet für August 18.108 Arbeit­slose in West­meck­len­burg. Das sind 379 mehr als im Juli, aber 32 weniger als im Vor­jahres­monat. Die Arbeit­slosen­quote liegt bei 7,4 Prozent, wobei Schw­erin mit elf Prozent weit­er­hin deut­lich über dem Durch­schnitt der Region liegt.

Jugen­dar­beit­slosigkeit steigt im Som­mer deut­lich an

„Der Anstieg der Arbeit­slosigkeit wird unter anderem durch den für den Som­mer jahreszeitlich typ­is­chen über­durch­schnit­tlichen Anstieg der Jugen­dar­beit­slosigkeit verur­sacht – junge Men­schen melden sich nach Abschluss ihrer Beruf­saus­bil­dung oder der Schule vorüberge­hend arbeit­s­los – und auch Betriebe stellen üblicher­weise erst nach den Som­mer­fe­rien neues Per­son­al ein“, erk­lärt Gun­tram Sydow, Chef der Schw­er­iner Arbeit­sagen­tur. „Allerd­ings, auch die schwache Kon­junk­tur belastet bzw. bremst den West­meck­len­burg­er Arbeits­markt zunehmend.“

Nach dem Schul- und Aus­bil­dungsende stieg im August die Zahl der arbeit­s­los gemelde­ten Jugendlichen unter 25 Jahre – erwartungs­gemäß – um 250 junge Frauen und Män­ner an. Ins­ge­samt waren 2.153 junge Men­schen unter 25 Jahren arbeit­s­los gemeldet. Sydow sieht darin ein bekan­ntes Über­gangsphänomen: „Das gilt ins­beson­dere für die frisch aus­gel­ern­ten Fachkräfte, die von ihren Aus­bil­dungs­be­trieben aus unter­schiedlichen Grün­den nicht über­nom­men wer­den kon­nten. Hier appel­liere ich alle Per­son­alver­ant­wortlichen, die Arbeits- und Fach­per­son­al benöti­gen: Diese Bewer­ber sind top aus­ge­bildet und suchen nun einen schnellen Beruf­se­in­stieg. Sie brin­gen reich­lich neues Wis­sen mit und wollen dies anwen­den. Jet­zt ist daher ein guter Zeit­punkt für Unternehmen, sich die frisch aus­gel­ern­ten Fachkräfte zu sich­ern“, erk­lärt Agen­turchef Gun­tram Sydow.

Jugendliche kön­nen auch kurzfristig eine Aus­bil­dung starten

Der Aus­bil­dungs­markt zeigt gemis­chte Ergeb­nisse: Von Okto­ber 2024 bis August 2025 wur­den 2.625 betriebliche Aus­bil­dungsstellen gemeldet, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vor­jahr. Gle­ichzeit­ig ste­hen aber noch 721 Plätze offen. „Mit der Beruf­saus­bil­dung begin­nt für viele junge Men­schen der Start in einen neuen Lebens­ab­schnitt“, so Sydow. „Gegenüber allen Teenagern, die noch einen Aus­bil­dungsplatz suchen, möchte ich beto­nen: Es ist auch jet­zt noch möglich, einen Aus­bil­dungsver­trag zu schließen. Deshalb: Gebt nicht auf! Meldet euch bei der Berufs­ber­atung für einen kurzfristi­gen Beratung­ster­min!“

Dig­i­tale Beratung und indi­vidu­elle Unter­stützung

Ter­mine bei der Berufs­ber­atung kön­nen online oder unter der kosten­freien Ser­vice-Rufnum­mer 0800 4 5555 00 (Mon­tag-Don­ner­stag von 8–18 Uhr und Fre­itag von 8–14 Uhr) vere­in­bart wer­den.

Die Schw­er­iner Arbeit­sagen­tur bietet daneben umfan­gre­iche dig­i­tale Ange­bote und indi­vidu­elle Videober­atun­gen an. Darüber hin­aus appel­lierte Sydow auch an alle Unternehmen, keinen Aus­bil­dungsplatz unbe­set­zt zu lassen und jeden Bewer­ber eine Chance zu geben. „Erkundi­gen Sie sich über unsere vielfälti­gen Unter­stützungsange­bote – von der Ein­stiegsqual­i­fizierung (EQ) bis hin zur assistierten Aus­bil­dung (AsA). Damit wer­den nicht nur Betriebe unter bes­timmten Förder­vo­raus­set­zun­gen finanziell unter­stützt, son­dern mit ‚AsA‘ auch diejeni­gen, die jun­gen Men­schen eine Chance geben, die auf den ersten Blick nicht ganz ihren Erwartun­gen entsprechen. Sie und ihre Auszu­bilden­den erhal­ten bedarf­s­gerechte und bre­it gefächerte Unter­stützungsleis­tun­gen durch Aus­bil­dungs­be­gleit­er. Auf der Web­site www.arbeitsagentur.de erhal­ten Inter­essierte weit­ere Infor­ma­tio­nen.