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Kunst, die bleibt:
Sparkassen-Stiftung ehrt Schweriner Kulturschaffende

Kunst im öffentlichen Raum kann erinnern, verbinden und Gespräche anstoßen – genau das zeigten die ausgezeichneten Projekte eindrucksvoll.

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  • Veröffentlicht Januar 28, 2026
V.l.: Kai Lorenzen, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Mecklenburg- Schwerin, Tino Bittner, Sabine Klemm, Nando Kallweit und Björn Mauch, Vorstand Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Foto: LHS/Auge
V.l.: Kai Loren­zen, Vor­standsvor­sitzen­der Sparkasse Meck­len­burg-Schw­erin, Tino Bit­tner, Sabine Klemm, Nan­do Kall­weit und Björn Mauch, Vor­stand Sparkasse Meck­len­burg-Schw­erin, Foto: LHS/Auge

Rund 300 Gäste aus Poli­tik, Wirtschaft und Gesellschaft haben beim gemein­samen Neu­jahrsemp­fang der Sparkasse Meck­len­burg-Schw­erin und der Lan­deshaupt­stadt einen fes­tlichen Jahre­sauf­takt erlebt. Im The­aterzelt am Fran­zosen­weg stand dabei nicht nur der Aus­tausch im Mit­telpunkt, son­dern vor allem die Kun­st – sicht­bar, nah­bar und mit­ten im Leben der Stadt. Fes­ter Bestandteil des Emp­fangs ist die Ver­lei­hung des Kun­st- und Kul­tur­preis­es der Sparkassen-Stiftung. Mit dem ins­ge­samt 10.000 Euro dotierten Preis wer­den jedes Jahr sowohl pro­fes­sionelle als auch ehre­namtliche Akteure aus­geze­ich­net, die das kul­turelle Pro­fil Schw­erins nach­haltig prä­gen. Eine unab­hängige Fachjury hat­te in diesem Jahr zehn Vorschläge zu bew­erten, the­ma­tisch gebün­delt unter dem Mot­to „Kun­st im öffentlichen Raum“.

Erinnerung, die sichtbar bleibt

Die Preisträgerin Sabine Klemm wurde für die Stolperstein-Initiative Schwerin geehrt, Foto: TV-Schwerin
Die Preisträgerin Sabine Klemm, Foto: TV-Schw­erin

Zu den Preisträgern zählt Sabine Klemm, Ini­tia­torin und Sprecherin der Stolper­stein-Ini­tia­tive Schw­erin. Seit vie­len Jahren prägt die Ini­tia­tive die lokale Erin­nerungskul­tur: Stolper­steine an den let­zten Wohnorten von NS-Opfern holen Geschichte aus Archiv­en und Museen zurück in den All­t­ag der Stadt. In Schw­erin erin­nern inzwis­chen 98 Steine und eine Stolper­schwelle an ver­fol­gte, deportierte und ermordete Men­schen – aus ganz unter­schiedlichen gesellschaftlichen Grup­pen. Die Arbeit der Ini­tia­tive set­zt ein klares Zeichen gegen das Vergessen und macht indi­vidu­elle Schick­sale im Stadt­bild erfahrbar.

Kunst für alle Generationen

Der Bildhauer Nando Kallweit und „Vater“ von Nandolino, Foto: maxpress
Der Bild­hauer Nan­do Kall­weit und „Vater“ von Nan­dolino, Foto: max­press

Eben­falls aus­geze­ich­net wurde der Bild­hauer Nan­do Kall­weit, dessen Werke an zahlre­ichen Orten in Schw­erin präsent sind. Ob die markan­ten roten Frauen­fig­uren am Ostor­fer See, die „Großen Blu­men“ als Willkom­mensgruß am Ort­sein­gang oder der Drache „Nan­dolino“ am Pfaf­fen­te­ich – Kall­weits Skulp­turen sind längst Teil des Stadt­bildes und beson­ders bei Kindern beliebt. Seine Arbeit­en verbinden Kun­st mit All­t­ag­sorten und machen sie für ein bre­ites Pub­likum zugänglich.

Tino Bittner hat Schweriner Wände mit dem AllerHand-Projekt verschönert, Foto: maxpress
Tino Bit­tner hat Schw­er­iner Wände mit dem Aller­Hand-Pro­jekt ver­schön­ert, Foto: max­press

Der dritte Preisträger, der freie Kün­stler Tino Bit­tner, erhielt die Ausze­ich­nung für sein Fas­saden­pro­jekt „Aller Hand“. Mit groß­for­mati­gen Wand­bildern und kreativ­en Inter­ven­tio­nen ver­wan­delt er Fas­saden in Orte der Begeg­nung. Über Wochen und Monate hin­weg kön­nen Pas­san­ten den Entste­hung­sprozess ver­fol­gen, ste­hen bleiben, kom­men ins Gespräch. Bit­tners Arbeit­en set­zen ästhetis­che Akzente im Stad­traum und laden dazu ein, genauer hinzuschauen – auf die Kun­st eben­so wie auf die Men­schen dahin­ter.