SPD-Fraktion fordert Wohnungsbau in Güstrower Straße

Zu kommenden Sitzung der Stadtvertretung hat die SPD einen Antrag eingereicht, der vorsieht, auf dem Grundstück der ehemaligen Straßenmeisterei in der Güstrower Straße Wohnungen zu bauen. UB und Linke haben allerdings ganz andere Pläne.

Über die Nutzung des Grundstückes gibt es in der Stadtvertretung unterschiedliche Auffassungen. Die SPD möchte hier sozialen Wohnungsbau vornehmen. Foto: Dario Rochow | Schweirn-Lokal.de

„Gutes Wohnen am Wasser ist für viele Schweriner nur ein Wunschtraum. Gerade Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen können sich das oft nicht leisten. Deshalb soll die Verwaltung prüfen, ob für das attraktive Grundstück in der Güstrower Straße ein Projekt zum Sozialen Wohnungsbau machbar ist. Die SPD-Fraktion hat jetzt der Stadtvertretung dazu einen Antrag vorlegt“, sagt der Vorsitzende der SPD-Stadtfraktion Christian Masch .

 

Grundstück zusammen mit dem Land entwickeln

 

Das dem Land gehörende Grundstück der ehemaligen Straßenmeisterei ist seit mehreren Jahren ungenutzt. Die Pläne eines Unternehmens aus dem Bereich der Automatisierungstechnologie, sich dort niederzulassen, wurden aufgegeben. Jetzt gelte es, dieses attraktive Grundstück am Schweriner Ziegelsee gemeinsam mit dem Land bestmöglich weiterzuentwickeln.

Spätestens nach dem kürzlich vorgelegten  Forschungspapier zur sozialen Durchmischung in Städten sei bekannt, dass auf der einen Seite Schwerins Menschen mit mehr, auf der anderen Seite Menschen mit weniger Geld leben. „Zum guten Miteinander und zu gleichen Lebenschancen trägt das nicht bei. Schwerin braucht deshalb ein Wohnungsbauprojekt an einem sehr attraktiven Standort, dass das Wohnen für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen ermöglicht.“, so der SPD-Fraktionschef. Und genau dieser Standort könnte am Ziegelsee sein.

 

UB und LINKE möchten maritimes Dienstleistungszentrum errichten

 

Das sehen die Unabhängigen Bürger und die LINKE in der Stadtvertretung allerdings völlig anders. Sie möchten am liebsten auf dem Grundstück ein maritimes Dienstleistungszentrum errichten. Auch die CDU hatte sich in der Vergangenheit immer offen für so ein Zentrum gezeigt. 

Kritik kommt nun aus der SPD für solche Pläne. Es sei realitätsfremd, wenn Unabhängige Bürger und die Linken annehmen, es gäbe keinen Bedarf an Wohnraum direkt am Wasser, sagt Christian Masch. Ihre Forderung, stattdessen dort ein maritimes Dienstleistungszentrum mit Wassertankstelle zu errichten, weil es der Natur- und Umweltschutz erfordert, gehöre eher ins Reich der Mythen und Sagen als in die Wirklichkeit. „Fakt ist doch, dass ein maritimes Zentrum den motorisierten Bootsverkehr stärkt. Für den Schweriner See mit seiner schützenswerten Natur ist das wohl eher ein Nach- als ein Vorteil“, so Masch.

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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