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Nach dem Bürgerentscheid:
Spielplatz Kieler Straße – Lankower sollen bei Neugestaltung mitreden

Nach Bürgerentscheid und Spendenaktion geht es um die Zukunft des Spielplatzes Kieler Straße. Am 2. Oktober können Kinder, Jugendliche und Anwohner ihre Ideen einbringen.

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  • Veröffentlicht September 24, 2026
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Der Spielplatz und Stadt­teil­park an der Kiel­er Straße in Lankow bleiben nach dem Bürg­er­entscheid erhal­ten. Nun sollen die Anwohn­er bei der kün­fti­gen Gestal­tung der Fläche mitre­den. Foto: Ulrike Auge / LHS

 


In Kürze:

  • Am 2. Okto­ber von 15 bis 18 Uhr kön­nen Lankow­er Vorschläge für die Neugestal­tung des Spielplatzes Kiel­er Straße machen.
  • Beim Bürg­er­entscheid im Jan­u­ar stimmten 92,89 Prozent der gülti­gen Stim­men für den Erhalt von Park und Spielplatz.
  • Eine anschließend ges­tartete Spende­nak­tion brachte nach dem vor­liegen­den Stand 3.585 Euro ein; inzwis­chen soll der Spielplatz saniert und weit­er­en­twick­elt wer­den.

 

Der Spielplatz Kiel­er Straße in Schw­erin-Lankow soll neugestal­tet wer­den. Am Fre­itag, 2. Okto­ber, kön­nen Kinder, Jugendliche und Erwach­sene von 15 bis 18 Uhr direkt vor Ort ihre Wün­sche und Vorschläge ein­brin­gen. Die Ver­anstal­tung ist ein weit­er­er Schritt in der seit Monat­en geführten Debat­te um die Fläche.

Im Mit­telpunkt sollen nach Angaben der Stadt ins­beson­dere die Vorstel­lun­gen von Kindern und Jugendlichen ste­hen. Gemein­sam soll darüber gesprochen wer­den, welche Ange­bote der Spielplatz kün­ftig braucht und wie das Gelände gestal­tet wer­den kann. Erste Ideen kön­nen bei dem Ter­min disku­tiert, geze­ich­net oder als Mod­ell dargestellt wer­den.

Ober­bürg­er­meis­ter Sebas­t­ian Ehlers (CDU) ver­wies in diesem Zusam­men­hang auch auf die Spende­nak­tion, die er noch als Stadt­präsi­dent gemein­sam mit Cor­du­la Manow, Vor­sitzende der Ort­steil­vertre­tung Lankow, Anfang Feb­ru­ar ges­tartet hat­te. „Das war auch für die Stadt ein wichtiger Ans­porn, die geplante Sanierung und Neugestal­tung zügig voranzutreiben“, erk­lärte Ehlers.

Der Spielplatz hat eine län­gere poli­tis­che Vorgeschichte. Die Stadt hat­te das Grund­stück ursprünglich verkaufen wollen, um dort eine Bebau­ung zu ermöglichen. Dage­gen formierte sich Wider­stand. Mehr als 4.000 Schw­er­iner unter­stützten ein Bürg­er­begehren, das schließlich zum Bürg­er­entscheid führte.

Bürgerentscheid sicherte Spielplatz Kieler Straße

Am 25. Jan­u­ar 2026 entsch­ieden die Schw­er­iner per Briefab­stim­mung, ob das Grund­stück im Eigen­tum der Stadt bleiben und Spielplatz sowie Park erhal­ten wer­den soll­ten.

Das Ergeb­nis fiel deut­lich aus: 31.739 Men­schen stimmten mit Ja, 2.431 mit Nein. Damit ent­fie­len 92,89 Prozent der gülti­gen Stim­men auf den Erhalt. Auch das notwendi­ge Quo­rum wurde über­schrit­ten. Der Bürg­er­entscheid war damit erfol­gre­ich und erset­zte den zuvor gefassten Beschluss der Stadtvertre­tung über den Verkauf der Fläche.

Die Abstim­mung klärte allerd­ings zunächst nur die grund­sät­zliche Zukun­ft des Grund­stücks. Über die weit­ere Gestal­tung von Park und Spielplatz war damit noch nicht entsch­ieden.

Spendenaktion sorgte für Diskussionen

Kurz nach dem Bürg­er­entscheid starteten Ehlers und Manow eine Spende­nak­tion für den Spielplatz. Als Ziel wur­den 9.000 Euro angegeben. Nach dem vor­liegen­den Stand beteiligten sich 80 Spender mit ins­ge­samt 3.585 Euro. Das entspricht rund 40 Prozent des angestrebten Betrags. Das Geld sollte an den Schw­er­iner Orts­beiräte und Präven­tion­sräte e.V. gehen und für die Sanierung oder Erneuerung des Spielplatzes ver­wen­det wer­den.

Die Aktion war allerd­ings nicht unum­strit­ten. Ehlers und Manow beze­ich­neten den Spielplatz als stark sanierungs­bedürftig. In der dama­li­gen öffentlichen Kom­mu­nika­tion war zudem von beschädigten beziehungsweise aus Sicher­heits­grün­den ges­per­rten Spiel­geräten die Rede.

Der zuständi­ge städtis­che Eigen­be­trieb SDS zeich­nete sein­erzeit ein anderes Bild. Auf Anfrage unser­er Redak­tion erk­lärte die Stadt damals, dass der Spielplatz als „verkehrssich­er” gelte. Ges­per­rte Spiel­geräte oder Bere­iche gebe es nicht. Vorge­se­hen sei lediglich gewe­sen, einzelne Bret­ter an einem Auf­stieg auszu­tauschen.

Inzwis­chen hat sich der Weg zur Mod­ernisierung des Spielplatzes konkretisiert: Die Stadtvertre­tung beschloss die Sanierung und Weit­er­en­twick­lung der Anlage. Für das Vorhaben sollen zudem Städte­bauför­der­mit­tel beantragt wer­den.

Lankower sollen Ideen einbringen

Welche Form die Neugestal­tung konkret annimmt, soll nun auch von den Vorschlä­gen aus dem Stadt­teil abhän­gen. Die Ver­anstal­tung am 2. Okto­ber dient deshalb zunächst der Ideen­samm­lung und nicht der Vorstel­lung eines bere­its fer­ti­gen Entwurfs.

Cor­du­la Manow wirbt um eine bre­ite Beteili­gung. „Damit das Ergeb­nis am Ende wirk­lich ein Tre­f­fer wird, brauchen wir die Lankow­erin­nen und Lankow­er“, erk­lärte sie. Sie hoffe, dass sich auch Men­schen beteili­gen, die für den Spielplatz gespendet haben.

Noch offen ist, welche Spiel­geräte erneuert oder ergänzt wer­den und wie umfan­gre­ich die Arbeit­en aus­fall­en. Auch zu den Gesamtkosten, der möglichen Höhe der Städte­bauförderung sowie zum Bau- und Fer­tig­stel­lung­ster­min liegen bis­lang keine konkreten Angaben vor.