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Nach Bürgerentscheid:
Spendenaktion soll Spielplatz in Lankow sanieren helfen

Der Bürgerentscheid stoppt die Bebauung an der Kieler Straße. Der Spielplatz bleibt – ist aber marode. Nun soll eine Spendenaktion den Ort für Kinder in Lankow retten.

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  • Veröffentlicht Februar 4, 2026
Spielplatz Lankow
Die Lankow­er Ort­steil­vor­sitzende Cor­du­la Manow und Schw­erins Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers haben für den Spielplatz in der Kiel­er Straße eine Spende­nak­tion angestossen. Foto: max­press

 

Der Bürg­er­entscheid zur Fläche an der Kiel­er Straße ist entsch­ieden. Das hat nun auch Fol­gen für den Stadt­teil. Die geplante Bebau­ung mit Woh­nun­gen, Arzt­prax­en und neuen Spielplätzen wird nicht umge­set­zt. Das Votum der Bürg­erin­nen und Bürg­er damit klar. Zugle­ich bleibt der beste­hende Spielplatz an der Kiel­er Straße erhal­ten. Für viele Kinder und Fam­i­lien in Lankow ist er ein wichtiger Tre­ff­punkt. Doch sein Zus­tand bere­it­et Sor­gen.

Der Platz wirkt abgenutzt, lädt kaum noch zum Spie­len oder Ver­weilen ein. Schw­erins Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers (CDU) und die Vor­sitzende der Ort­steil­vertre­tung Lankow Cor­du­la Manow haben nun auf der Spenden­plat­tform „GoFundMe” eine Spende­nak­tion für die Sanierung des Spielplatzes angestoßen.

Demokratie heißt Entscheidungen respektieren

Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers betont, dass er die ursprünglichen Pläne für den Stan­dort aus Überzeu­gung unter­stützt habe. „Ich habe in der Stadtvertre­tung für weit­ere Arzt­prax­en, bar­ri­ere­freie Woh­nun­gen sowie drei neue, sichere Spielplätze in Lankow ges­timmt, weil diese Maß­nah­men aus mein­er Sicht dem Stadt­teil gut­ge­tan hät­ten“, sagt Ehlers. „Durch den Bürg­er­entscheid im Jan­u­ar ste­ht nun fest, dass diese Investi­tio­nen für Lankow nicht umge­set­zt wer­den.“

Zur Demokratie gehöre es, Entschei­dun­gen zu akzep­tieren, so Ehlers weit­er. „Umso wichtiger ist es jet­zt, dass wir uns gemein­sam darum küm­mern, den beste­hen­den Spielplatz für Kinder sich­er und gut bespiel­bar zu machen.“ In der städtis­chen Spielplatzkonzep­tion seien in den kom­menden Jahren andere Anla­gen zur Sanierung vorge­se­hen. Für den Spielplatz an der Kiel­er Straße bedeute das, dass alter­na­tive Finanzierungsmod­elle nötig seien.

„Ziel ist es, den Spielplatz Schritt für Schritt neu aufzubauen – sich­er, ein­ladend und lebendig“, sagt Cor­du­la Manow, Vor­sitzende der Ort­steil­vertre­tung. Nach ersten Schätzun­gen wer­den dafür rund 30.000 bis 40.000 Euro benötigt.

Um diese Summe zusam­men­zubekom­men, startet nun eine Spende­nak­tion für den Neuauf­bau des Spielplatzes an der Kiel­er Straße. „Jede Unter­stützung hil­ft – egal ob klein oder groß. Wenn viele mit­machen, kön­nen wir gemein­sam dafür sor­gen, dass hier wieder ein Ort entste­ht, an dem Kinder gern Zeit ver­brin­gen“, so Ehlers.#

Spendenaktion kontrovers diskutiert

Spenden sind über einen GoFundMe-Link sowie per QR-Code möglich. Darüber hin­aus kön­nen auch größere, pro­jek­t­be­zo­gene Zuwen­dun­gen über den Vere­in der Ort­steil­vertre­tun­gen einge­bracht wer­den. Ziel ist es, den Spielplatz nicht nur zu erhal­ten, son­dern ihm neues Leben einzuhauchen – als sicheren Tre­ff­punkt für die jüng­sten Lankow­er.

In den sozialen Net­zw­erken wird das Ansin­nen von Cor­du­las Manow und Sebas­t­ian Ehlers kon­tro­vers disku­tiert. Der Schw­er­iner Galerist Stephan Schrör schreibt in einem Beitrag auf „Face­book”: „100.000 Euro für die Briefwahl versenkt …jet­zt brauchen Sie 9.000 fürs green­wash­ing … Die Schuldigen bet­teln jet­zt um milde Gaben.”

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Mehr Infor­ma­tio­nen

Die Ober­bürg­er­meis­terkan­di­datin der Aktion Stadt- und Kul­turschutz (ASK) kom­men­tiert eben­falls unter dem Post von Schrör: „Lächer­liche Num­mer – dass sich hier nicht selb­st in Grund und Boden geschämt wird….”

Für Sebas­t­ian Ehlers ist die Sache allerd­ings klar: „Unab­hängig davon, wie abges­timmt wurde: Kinder brauchen einen Ort, an dem sie sich sich­er bewe­gen, spie­len und tre­f­fen kön­nen“. Wenn der Spielplatz bleibe, müsse er auch ein guter Ort sein.

 


Redak­tioneller Hin­weis: In ein­er früheren Ver­sion dieses Beitrags haben wir geschrieben, dass mehrere Spiel­geräte beschädigt oder aus Sicher­heits­grün­den ges­per­rt seien. Das ist nicht richtig.

Eine Anfrage an die Stadt ergab dass kein Spiel­gerät ges­per­rt sei und die Stadt den Spielplatz als „verkehrssich­er” ein­stuft. Wir haben den Beitrag daher im Nach­gang entsprechend angepasst und die Pas­sage ent­fer­nt.