Sa, 6. Dezember 2025
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Trotz Windböen:
„Pierschiet, ahoi!“ – Schweriner Ruderer starten in die Saison 2025

Mit Flottenparade und Schlachtruf „Pierschiet, ahoi!“ eröffnete die Schweriner Rudergesellschaft bei starkem Wind die Saison 2025 auf dem Burgsee.

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  • Veröffentlicht April 7, 2025
Schweriner Rudergesellschaft
Auch der Achter zählt zur Flot­ten­pa­rade auf dem Burgsee. Foto: Stephan Möller

Mit wehen­den Fah­nen, kräftigem Schlachtruf und einem Hauch Nos­tal­gie ist die Schw­er­iner Rud­erge­sellschaft (SRG) in die neue Sai­son ges­tartet – trotz Wind­böen aus Nor­dost mit stolzen 24 Kilo­me­tern pro Stunde. Die tra­di­tionelle Flot­ten­pa­rade kämpfte sich deshalb in den windgeschützten Burgsee vor, wo die diesjährige Rud­er­sai­son offiziell eröffnet wurde.

Vor der malerischen Kulisse des Schw­er­iner Schloss­es ver­sam­melten sich zahlre­iche Boote zum feier­lichen Anrud­ern. Viele Spaziergän­gerin­nen und Spaziergänger säumten die Schloss­brücke und das Ufer, als die Rud­erin­nen und Rud­er­er unter den wach­samen Augen des Peter­män­nchens um eine gute, sichere Sai­son bat­en. Dreimal hallte der tra­di­tionelle Ruf „Pier­schi­et, ahoi!“ über das Wass­er – und hielt dem Wind stand.

Verein vor großen Aufgaben

Auf dem Vere­ins­gelände am Ufer des Schw­er­iner Sees ist nun auch sicht­bar, dass die Wasser­sai­son begonnen hat: Die Deutsch­land­flagge, die Lan­des­flagge von Meck­len­burg-Vor­pom­mern und das Ban­ner der Schw­er­iner Rud­erge­sellschaft flat­tern wieder im Wind. In sein­er Begrüßungsrede betonte Vere­insvor­sitzen­der Stephan Möller, dass der Vere­in in diesem Jahr vor großen Auf­gaben ste­ht – allen voran die Organ­i­sa­tion des Lan­desentschei­ds am Pfin­gst­woch­enende. Rund 500 Nach­wuch­stal­ente aus ganz Nord­deutsch­land wer­den dann am Faulen See erwartet, um sich für den Bun­deswet­tbe­werb zu qual­i­fizieren.

Ein beson­der­er Höhep­unkt des Tages war die vere­insin­terne Auk­tion. Alte Ruderuten­silien – von aus­ge­di­en­ten Riemen bis hin zu wasserdicht­en Box­en – kamen unter den Ham­mer. Auch ein Stück Vere­ins­geschichte wech­selte den Besitzer: die Bootsspitze des Ein­ers „Gup­py“, mit dem Jugend­wart Clemens Jeschke einst sein erstes Ren­nen bestritt, wurde ver­steigert und fand für ein kräftiges Gebot den Weg in Fam­i­lienbe­sitz. Ins­ge­samt brachte die Auk­tion 1.200 Euro ein – genug, um vier neue Paar Kinder­skulls zu finanzieren. Eine Investi­tion, die drin­gend nötig ist, denn die Train­ings­gruppe der Jüng­sten wächst erfreulich stark.

Wenig Wind – viel Teamgeist

Zum Abschluss stärk­ten sich die Mit­glieder bei heißer Suppe, Milchreis, Kaf­fee und Kuchen – und schmiede­ten Pläne für die kom­menden Monate. The­men waren anste­hende Regat­ten, gemein­same Wan­der­fahrten und das Train­ing auf dem Wass­er. Der Wun­sch dabei war ein­stim­mig: Eine Sai­son mit ruhigem Wass­er, wenig Wind – und viel Teamgeist.

Denn eins ist klar: So darf das Jahr nicht weit­er­we­hen.