Mi, 10. Dezember 2025
Close

Souveräner Erfolg beim Aufsteiger Binder Blaubären Flacht:
SSC Palmberg Schwerin dominiert Auswärtsspiel

Der SSC Palmberg Schwerin hat seinen Bundesliga-Auftritt in Flacht souverän mit 3:0 gewonnen. Trotz rotiertem Kader überzeugte der Favorit mit druckvollen Aufschlägen, starker Quote und klarer Kontrolle.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht November 29, 2025
SSC Palmberg Schwerin
Im Bun­desli­ga-Duell in Flacht behält der SSC Palm­berg Schw­erin klar die Ober­hand – druck­voll im Auf­schlag, sta­bil im Angriff und am Ende sou­verän­er 3:0‑Sieger. Foto: Nils Wuech­n­er

Nur zwei Tage nach ihrem erfol­gre­ichen Cham­pi­ons-League-Auf­takt in Paris hat der SSC Palm­berg Schw­erin auch in der Bun­desli­ga seine Pflich­tauf­gabe ein­drucksvoll erfüllt. Beim Auf­steiger Binder Blaubären TSV Flacht set­zte sich der Favorit aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit 3:0 (25:17, 25:18, 25:17) durch – und das trotz ein­er voll­ständig rotierten Start­for­ma­tion.

Von Müdigkeit war bei den Schw­er­iner­in­nen allerd­ings keine Spur. Der Cham­pi­ons-League-Teil­nehmer präsen­tierte sich in allen drei Sätzen abgek­lärt, druck­voll und vor allem dann sta­bil, wenn die Par­tie zu kip­pen dro­hte. MVP Leana Groz­er war mit 15 Punk­ten die her­aus­ra­gende Angreiferin des Abends.

Starker Beginn, kurze Schwächephase

Flacht startete mutig in den ersten Satz, angetrieben vom eige­nen Pub­likum, und egal­isierte Schw­erins frühen 1:4‑Rückstand schnell zum 5:5. Doch schon wenige Ball­wech­sel später über­nahm der SSC wieder das Kom­man­do. Eine starke Auf­schlagserie von Luisa van Clewe set­zte Flachts Annahme spür­bar unter Druck und ver­schaffte den Gästen ein kom­fort­a­bles Pol­ster zum 8:14.

Flacht hielt mit guter Blockar­beit dage­gen, verkürzte noch ein­mal auf 17:21 – doch Schw­erin antwortete, wie es ein Titelka­n­di­dat tut: Vedrana Jak­set­ic servierte entschlossen, Groz­er ver­wan­delte ihre Chan­cen eiskalt. Mit 17:25 holte der SSC Satz eins.

Flacht kämpft, kommt aber nicht näher heran

Der zweite Durch­gang ver­lief zunächst deut­lich aus­geglich­en­er. Erst beim 6:10 kon­nte sich der SSC wieder etwas abset­zen. Flacht ver­suchte, über die Mitte vari­abler zu agieren, wech­selte beim 10:17 und später erneut beim 12:20 – doch die Gäste blieben jed­erzeit Herr der Lage.

Van Clewe und Ger­rit­sen bracht­en ihre Angriffe gewohnt zuver­läs­sig durch, Vos und Groz­er set­zten außen weit­ere Akzente. Die Schw­er­iner­in­nen spiel­ten mit hoher Quote im Angriff, bracht­en den Satz ohne Hek­tik zu Ende und siegten erneut klar mit 18:25.

SSC setzt am Ende die entscheidenden Akzente

In Satz drei erwis­cht­en die Gast­ge­berin­nen den besseren Start: 5:2 hieß es aus Sicht der Blaubären, die offen­siv mutig auf­spiel­ten und Schw­erin zu Fehlern zwan­gen. Doch erneut war es van Clewe, die mit druck­vollen Auf­schlä­gen das Momen­tum drehte – beim 8:8 war die Par­tie wieder offen.

Bei­de Teams liefer­ten sich nun den läng­sten und spek­takulärsten Ball­wech­sel des Abends, den Flacht beim 11:11 für sich entsch­ied. Doch als Schw­erin beim 13:15 einen Dop­pel­wech­sel brachte und erst­mals Kohn und Kirch­hoff ein­set­zte, kippte das Spiel. Die Gäste zogen konzen­tri­ert auf 14:19 davon.

Ein Ass von Iris Vos nach ein­er Flachter Auszeit eröffnete die Crunchtime, in der Groz­er kaum noch zu stop­pen war. Mit 17:25 ging auch Satz drei an die Schw­er­iner­in­nen, die damit einen sou­verä­nen 3:0‑Auswärtssieg per­fekt macht­en.

Schwerin mit doppelter Belastung

Für den SSC endete der Spielt­ag kaum mit dem Abp­fiff: Direkt nach der Bun­desli­ga-Par­tie machte sich die Mannschaft auf den Weg nach Bul­gar­ien, wo bere­its die näch­ste Cham­pi­ons-League-Begeg­nung wartet. Dass der deutsche Reko­rd­meis­ter trotz des engen Spielplans und ein­er kom­plett rotierten Start­for­ma­tion der­art abgek­lärt und dom­i­nant auftreten kon­nte, unter­strich ein­mal mehr die Tiefe und Qual­ität des Kaders.