Di, 14. Juli 2026
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Pressekonferenz zum Saisonauftakt:
SSC Palmberg will wieder „magische Momente” kreieren

Volleyballerinnen vom Rekordmeister vor hammerharter Saison mit bis zu 40 Spielen - Auftakt am Sonntag im Supercup.

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  • Veröffentlicht September 20, 2024
SSC Palmberg Schwerin
Das SSC-Team beste­hend aus (v. l.) Kapitänin Anne Hölzig, Chef­train­er Felix Koslows­ki, Geschäfts­führer Sport Michael Evers und Geschäfts­führer Finanzen Thomas Otter stellte die Ziele für die neue Sai­son vor. Foto: Volk­er Beier

Der „FC Bay­ern” im deutschen Frauen­vol­ley­ball ste­ht vor ein­er ham­mer­harten Sai­son – und freut sich darauf. Schon am Son­ntag, 22. 9., ste­ht als erstes Pflicht­spiel der neuen Sai­son gle­ich ein Finale auf dem Pro­gramm: In der Stuttgarter Porsche-Are­na geht es gegen den gast­geben­den Meis­ter und Pokalsieger Allianz MTV um den Super­cup. Die Par­tie gibt es im frei emp­fang­baren Fernse­hen bei Sport1 zu sehen.

Und das Team freut sich auf diesen ersten Höhep­unkt, der gle­ichzeit­ig auch der erste Gradmess­er für die – wie in jedem Som­mer – neu­formierte Mannschaft des Reko­rd­meis­ters, Reko­rd­pokalsiegers und Reko­rd-Super­cupgewin­ners ist. „Wir hof­fen natür­lich, dass die bish­erige Serie Bestand hat. Und die besagt, dass der Aus­richter noch nie den Super­cup gewon­nen hat”, hofft Michael Evers, der SSC-Geschäfts­führer Sport.

In der Vorbereitung richtig Gas gegeben

Seine neue Kapitänin Anne Hölzig ist etwas zurück­hal­tender, aber nicht min­der opti­mistisch: „Wir wollen in Stuttgart zeigen, was wir uns in der Vor­bere­itung erar­beit­et haben.”

Und diese Vor­bere­itung hat­te es in sich. Nach dem Train­ingsauf­takt Anfang August dauerte es einige Zeit, bis aus der dama­li­gen Sechser-Beset­zung eine voll­ständi­ge Mannschaft wurde. Die Hälfte des aktuellen Kaders war mit diversen National­mannschaften unter­wegs – inklu­sive Chef­train­er Felix Koslows­ki, der seinen Ver­trag als nieder­ländis­ch­er Bond­scoach noch vor den Olymp­is­chen Spie­len in Paris um vier Jahre ver­längert hat.

Als die Mannschaft dann kom­plett war, wurde in der Vor­bere­itung richtig Gas gegeben. Ein knapp ein­wöchiges Train­ingslager in Zingst diente zu weit mehr als nur der Arbeit an Ball und Netz, das soge­nan­nte „Team­build­ing” – also die Stärkung der Gemein­schaft – hat­te einen enorm großen Stel­len­wert. Sportlich gab es Test­spiele in der Region und schließlich ein Turnier in der Türkei.

„Da haben wir zwei von drei Spie­len gewon­nen, das war deut­lich mehr als erwartet”, freut sich Felix Koslows­ki über den gelun­genen Auftritt. Zumal dort mit Eczacibasi Istan­bul ein kom­mender Cham­pi­ons-League-Geg­n­er bezwun­gen wurde. „Daraus nehmen wir die Hoff­nung, dass wir wie in den ver­gan­genen Jahren auch dies­mal wieder vor vollem Haus magis­che Momente kreieren kön­nen.” Damit spielt der Chef­coach an auf so manch über­raschen­den Erfolg gegen stärk­er eingeschätzte Mannschaften, die in der Palm­berg-Are­na Fed­ern lassen mussten.

Nationale Hausaufgaben erledigen

Aber bevor es Mitte Novem­ber daheim und Anfang Dezem­ber auswärts in der Königsklasse zur Sache geht, gilt es, die nationalen Hausauf­gaben zu erledi­gen. Begin­nend mit dem Heim­spiel am Sonnabend, 28. Sep­tem­ber, um 18 Uhr gegen Wies­baden ste­hen allein 24 Punk­t­spiele in der Bun­desli­ga auf dem Pro­gramm, und natür­lich hof­fen sie in Schw­erin auf min­destens sechs weit­ere Par­tien in den Play-offs bis zum Meis­ter­ti­tel. Dazu kommt der nationale Pokal (Evers: „Inklu­sive Finale vier Spiele.”) und eben der Super­cup.

Die Zielset­zung für die Meck­len­burg­erin­nen, die wirtschaftlich gemein­sam mit den Stuttgar­terin­nen weit vor dem Rest der Liga an der Spitze ste­hen, ist klar: „Wir wollen alle Finals erre­ichen”, gibt Evers als Marschroute vor. Und schränkt sofort ein: „Außer in der Cham­pi­ons League. Da wer­den sie uns nicht hin­lassen.”

Das war ein deut­lich­er Querver­weis auf die finanziellen Möglichkeit­en, die Vol­ley­bal­lvere­ine in anderen Län­dern haben. „Für deutsche Ver­hält­nisse sind wir wirtschaftlich konkur­ren­zfähig”, betont Evers. Aber es sei wohl auch ein klares Zeichen, dass aus der deutschen Bun­desli­ga in diesem Som­mer allein fünf Lib­era den Weg in die Vere­inigten Staat­en eingeschla­gen haben, wo mit viel Geld eine neue Pro­fil­i­ga etabliert wird, nach­dem der Sport bis­lang eher an Hochschulen semi­pro­fes­sionell betrieben wurde.

SSC Palmberg setzt auf Talente aus Deutschland

Auch Anny Pogany hat diesen Weg eingeschla­gen. Nach sechs Jahren Schw­erin hin­ter­lässt sie eine Lücke, die die sportliche Führung allerd­ings als weit­ge­hend geschlossen ansieht. Wie über­haupt die vier Neuzugänge im Team durch­weg als Ver­stärkung ange­se­hen wer­den, wenn auch teil­weise erst in der – hof­fentlich näheren – Zukun­ft. Damit bleibt der SSC sein­er Devise treu, Tal­ente aus Deutsch­land an höhere Auf­gaben her­anzuführen.

Und nicht zulet­zt gibt es in der eige­nen zweit­en Mannschaft noch so manche Akteurin mit Poten­zial für höhere Auf­gaben. „Dafür haben wir sie schließlich”, wie Michael Evers eben­so trock­en wie tre­f­fend fest­stellt.