Champions-League-Krimi:
SSC Schwerin triumphiert in Plovdiv
Der SSC Palmberg Schwerin besiegt Maritza Plovdiv mit 3:2 in einem spannenden Champions-League-Match. Leana Grozer entscheidet das Spiel im Tiebreak.

Der SSC Palmberg Schwerin bleibt in der Volleyball-Königsklasse ungeschlagen. Im zweiten Gruppenspiel der CEV Zeren Group Champions League setzten sich die Schwerinerinnen in einem packenden Duell mit 3:2 (25:21, 22:25, 22:25, 25:20, 15:12) gegen den bulgarischen Serienmeister Maritza Plovdiv durch. Nach einem starken Auftakt musste der deutsche Meister zwischenzeitlich den Ausgleich hinnehmen, kämpfte sich aber eindrucksvoll zurück und sicherte sich im Tiebreak zwei wichtige Auswärtspunkte. Leana Grozer wurde zur MVP des Spiels gewählt.
Starker Start: Schwerin dominiert den ersten Satz
Der SSC begann furios: Mit druckvollen Aufschlägen, einem wachen Block und variablen Angriffen setzten die Gäste Plovdiv früh unter Druck. Jet Kok und Mia Kirchhoff punkteten clever, während Zuspielerin Hannah Kohn das Spiel geschickt lenkte. Beim 2:6 nahm der bulgarische Meister bereits die erste Auszeit. Zwar kämpfte sich das Team von Trainer Atanas Ersimsek über Vanessa Agbortabi heran, doch Schwerin blieb konzentriert. In der Schlussphase war vor allem der Block entscheidend: Mit 25:21 holte sich der SSC den ersten Satz.
Plovdiv schlägt zurück und gleicht aus
Im zweiten Satz nutzte Plovdiv seinen Heimvorteil und agierte stabiler in der Annahme. Nach einem 9:5‑Vorsprung reagierte Schwerins Trainer Felix Koslowski mit einer Auszeit – mit Erfolg. Jet Kok brachte ihr Team mit einer Aufschlagserie wieder heran. Doch in der Crunchtime sorgte Vanessa Agbortabi für die Wende: Sie entschied mehrere lange Ballwechsel für Plovdiv, das sich mit 25:22 den Satzausgleich sicherte.
Auch im dritten Durchgang erwischten die Bulgarinnen den besseren Start. Koslowski reagierte mit Wechseln – Leana Grozer kam für Kok und traf direkt. Nach einem spannenden Satzverlauf und starken Blockaktionen auf beiden Seiten holte sich Plovdiv erneut den Satz mit 25:22. Damit war Schwerin im Rückstand, während die Gastgeberinnen bereits einen Punkt sicher hatten.
Grozer bringt Schwerin zurück ins Spiel
Mit einer Umstellung und neuem Schwung dominierte der SSC den vierten Satz von Beginn an. Leana Grozer führte ihr Team mit kraftvollen Angriffen zu einer frühen 8:4‑Führung, die Schwerin weiter ausbaute. Auch Britte Stuut punktete mehrfach im Schnellangriff. Trotz einer kurzen Aufholjagd Plovdivs ließ Schwerin nichts mehr anbrennen und gewann Satz vier mit 25:20 – der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak auf Augenhöhe – Grozer entscheidet das Spiel
Im entscheidenden fünften Satz lieferten sich beide Teams ein Duell auf höchstem Niveau. Nach 7:8 zur Seitenwechselpause kämpfte sich Schwerin mit cleveren Blocks von Stuut und Punkten von Anna Artyshuk zurück. Plovdiv verkürzte noch auf 12:13, doch Leana Grozer zeigte Nervenstärke und verwandelte den entscheidenden Angriff zum 15:12.
Stimmen zum Spiel
Leana Grozer (MVP SSC Palmberg Schwerin):
„Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen. Wir mussten bis an unser Limit gehen, aber wir haben als Team zusammengehalten und den Sieg nach Hause gebracht.“
Felix Koslowski (Trainer SSC Palmberg Schwerin):
„Wir haben zu Beginn sehr gut organisiert gespielt, vor allem im Block und in der Verteidigung. Beide Teams haben stark gekämpft, und es war für die Zuschauer ein tolles Volleyballspiel mit vielen langen Ballwechseln. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“
Starting Six Maritza Plovdiv: Agbortabi – Todorova – Koeva – Angelova – Dudova – Slavcheva – Saykova
Starting Six SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirchhoff – ten Brinke – Stuut



