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Champions-League-Krimi:
SSC Schwerin triumphiert in Plovdiv

Der SSC Palmberg Schwerin besiegt Maritza Plovdiv mit 3:2 in einem spannenden Champions-League-Match. Leana Grozer entscheidet das Spiel im Tiebreak.

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  • Veröffentlicht Dezember 3, 2025
Foto: SSC Palmberg Schwerin
Foto: SSC Palm­berg Schw­erin

 

Der SSC Palm­berg Schw­erin bleibt in der Vol­ley­ball-Königsklasse ungeschla­gen. Im zweit­en Grup­pen­spiel der CEV Zeren Group Cham­pi­ons League set­zten sich die Schw­er­iner­in­nen in einem pack­enden Duell mit 3:2 (25:21, 22:25, 22:25, 25:20, 15:12) gegen den bul­gar­ischen Serien­meis­ter Mar­itza Plov­div durch. Nach einem starken Auf­takt musste der deutsche Meis­ter zwis­chen­zeitlich den Aus­gle­ich hin­nehmen, kämpfte sich aber ein­drucksvoll zurück und sicherte sich im Tiebreak zwei wichtige Auswärt­spunk­te. Leana Groz­er wurde zur MVP des Spiels gewählt.

Starker Start: Schwerin dominiert den ersten Satz

Der SSC begann furios: Mit druck­vollen Auf­schlä­gen, einem wachen Block und vari­ablen Angrif­f­en set­zten die Gäste Plov­div früh unter Druck. Jet Kok und Mia Kirch­hoff punk­teten clever, während Zus­pielerin Han­nah Kohn das Spiel geschickt lenk­te. Beim 2:6 nahm der bul­gar­ische Meis­ter bere­its die erste Auszeit. Zwar kämpfte sich das Team von Train­er Atanas Ersim­sek über Vanes­sa Agbortabi her­an, doch Schw­erin blieb konzen­tri­ert. In der Schlussphase war vor allem der Block entschei­dend: Mit 25:21 holte sich der SSC den ersten Satz.

Plovdiv schlägt zurück und gleicht aus

Im zweit­en Satz nutzte Plov­div seinen Heimvorteil und agierte sta­bil­er in der Annahme. Nach einem 9:5‑Vorsprung reagierte Schw­erins Train­er Felix Koslows­ki mit ein­er Auszeit – mit Erfolg. Jet Kok brachte ihr Team mit ein­er Auf­schlagserie wieder her­an. Doch in der Crunchtime sorgte Vanes­sa Agbortabi für die Wende: Sie entsch­ied mehrere lange Ball­wech­sel für Plov­div, das sich mit 25:22 den Satzaus­gle­ich sicherte.

Auch im drit­ten Durch­gang erwis­cht­en die Bul­gar­in­nen den besseren Start. Koslows­ki reagierte mit Wech­seln – Leana Groz­er kam für Kok und traf direkt. Nach einem span­nen­den Satzver­lauf und starken Block­ak­tio­nen auf bei­den Seit­en holte sich Plov­div erneut den Satz mit 25:22. Damit war Schw­erin im Rück­stand, während die Gast­ge­berin­nen bere­its einen Punkt sich­er hat­ten.

Grozer bringt Schwerin zurück ins Spiel

Mit ein­er Umstel­lung und neuem Schwung dominierte der SSC den vierten Satz von Beginn an. Leana Groz­er führte ihr Team mit kraftvollen Angrif­f­en zu ein­er frühen 8:4‑Führung, die Schw­erin weit­er aus­baute. Auch Britte Stu­ut punk­tete mehrfach im Schnel­lan­griff. Trotz ein­er kurzen Aufhol­jagd Plov­di­vs ließ Schw­erin nichts mehr anbren­nen und gewann Satz vier mit 25:20 – der Tiebreak musste die Entschei­dung brin­gen.

Tiebreak auf Augenhöhe – Grozer entscheidet das Spiel

Im entschei­den­den fün­ften Satz liefer­ten sich bei­de Teams ein Duell auf höch­stem Niveau. Nach 7:8 zur Seit­en­wech­sel­pause kämpfte sich Schw­erin mit clev­eren Blocks von Stu­ut und Punk­ten von Anna Artyshuk zurück. Plov­div verkürzte noch auf 12:13, doch Leana Groz­er zeigte Ner­ven­stärke und ver­wan­delte den entschei­den­den Angriff zum 15:12.

Stimmen zum Spiel

Leana Groz­er (MVP SSC Palm­berg Schw­erin):

„Es war ein Spiel mit vie­len Höhen und Tiefen. Wir mussten bis an unser Lim­it gehen, aber wir haben als Team zusam­menge­hal­ten und den Sieg nach Hause gebracht.“

Felix Koslows­ki (Train­er SSC Palm­berg Schw­erin):

„Wir haben zu Beginn sehr gut organ­isiert gespielt, vor allem im Block und in der Vertei­di­gung. Bei­de Teams haben stark gekämpft, und es war für die Zuschauer ein tolles Vol­ley­ball­spiel mit vie­len lan­gen Ball­wech­seln. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.“

Start­ing Six Mar­itza Plov­div: Agbortabi – Todor­o­va – Koe­va – Angelo­va – Dudo­va – Slavche­va – Sayko­va
Start­ing Six SSC Palm­berg Schw­erin: Reesink – Kohn – Kok – Hölzig – Kirch­hoff – ten Brinke – Stu­ut