Stadt im Zeichen der Wissenschaft

Zum inzwischen 4. Mal stand die gesamte Landeshauptstadt am vergangenen Samstagabend im Zeichen der Wissenschaft. 25 Institutionen hatten im Rahmen der „Nacht des Wissens“ ihre Türen geöffnet und über 150 Einzelveranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit angeboten. Diese nutzte das Angebot erneut rege.

Dezernent Andreas Ruhl im Gespräch mit Vertretern des Hochschulvereins
Foto: Stephan Haring

Schon die Auftaktveranstaltung im Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) machte mit Blick auf die bevorstehenden Stunden Mut. „Es sind deutlich mehr Gäste als in den vergangenen Jahren zu unserer Eröffnung der Nacht des Wissens gekommen. Das macht mir Mut für die kommenden Stunden“, so Dr. Achim Wegrad, Vorsitzender des Vereins der Förderer von Hochschulen in Schwerin e.V., der erneut Organisator der inzwischen etablierten Veranstaltung war.

Dass dieser Abend, der jedem Besucher eine ganz eigene Entdeckungsreise in Wissenschaft, Forschung und somit oft auch unbekannte Wissenswelten eröffnet, längst aus ihren Kinderschuhen herausgefunden hat und sich auf einem guten Weg der Entwicklung befindet, zeigte neben dem großen Besucherzuspruch auch die schon bei der Eröffnung erwähnenswerte Zahl an bekannten Gesichtern aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

 

Stellv. Oberbürgermeister Ruhl eröffnet 4. „Nacht des Wissens“

 

Der Stellvertretende Oberbürgermeister Andreas Ruhl eröffnet die „Nacht des Wissens“ Foto: Stephan Haring

Folgerichtig eröffnete auch der zweite stellvertretende Oberbürgermeister Schwerins, Andreas Ruhl, die stadtweite Wissensreise. In seiner bewusst kurzen Ansprache, in der er „über alles, nur nicht über drei Minuten“ sprechen sollte, wie ihm sein Büro augenzwinkernd mit auf den Weg gegeben habe, wies Ruhl auch noch einmal auf die bemerkenswerte Entwicklung der Schweriner „Nacht des Wissens“ hin. Bei einem Blick „in den immerhin 33-seitigen Flyer“ habe er so manches entdeckt, dass er sich selbst gern anschauen bzw. anhören würde. Im Randgespräch mit schwerin-lokal bekräftigte er dann auch noch einmal, dass er zwar noch drei Termine an diesem Nachmittag und Abend wahrnehmen müsse, aber alles daran setze, auf den Wegen doch hier oder dort an einem der zahlreichen Standorte der „Nacht des Wissens“ vorbeizuschauen.

Neben diesen sehr persönlichen Anmerkungen zur Veranstaltung hob der Dezernent noch einmal deutlich das große Engagement der Veranstalter wie auch der unterstützenden Institutionen hervor. Besonders dankte er der Ideengeberin und stetigen Kämpferin für das Event, Frau Prof. Kornelia von Berswordt-Wallrabe.

 

Initiatorin hofft auf weitere Teilnehmer in 2019

 

Initiatorin v. Berswordt Wallrabe spricht zur Eröffnung Foto: Stephan Haring

Diese griff in ihren eröffnenden Worten Ruhls Worte zur positiven Entwicklung auf, und dankte dem die Eröffnung ausrichtenden Unternehmen Airsense Analytics ausdrücklich für die großartige Zusammenarbeit und das enorme Engagement.  Zudem erinnerte sie daran, dass es vor drei Jahren lediglich acht teilnehmende Institutionen gewesen seien – und, mit einem schmunzelnden Blick zum ebenfalls anwesenden Geschäftsführer des TGZ, Klaus Seehase – keines seinerzeit aus dem Technologiezentrum. „Heute sind es hier bereits fünf Unternehmen, die dabei sind. Und inzwischen auch einige in den Göhrener Tannen“, so von Berswordt-Wallrabe sichtlich zufrieden. Spannende, oftmals unbekannte Wissenswelten sowie auch ganz konkret Wissenschaft und Forschung fände man eben nicht nur, wenn man immer nur im Zentrum danach suche. Für die Initiatorin der Wissensreise durch Schwerin ist daher klar: „So muss es in den kommenden Jahren weitergehen.“ Damit meint sie natürlich ein weiteres Anwachsen der anbietenden Institutionen und natürlich auch eine gern weiter wachsende Anzahl an Besucherinnen und Besuchern.

 

Fachleute beantworten Kinderfragen

 

AIRSENSE Analytics-Geschäftsführer Wolf Münchmeyer steht Rede und Antwort
Foto: Stephan Haring

Zu Beginn und zum Schluss der Eröffnungsveranstaltung kam auch der Ausrichter dieses Starts in die „Nacht des Wissens“, das Unternehmen Airsense zu Wort. Die Hälfte seiner Belegschaft sei an diesem Samstagabend vor Ort, um den Gästen ein Blick hinter die sonst meist nicht derart weit geöffneten Türen zu ermöglichen. Aber die beiden Geschäftsführer Wolf Münchmeyer und Dr. Andreas Walte waren auch gekommen, um einige der Fragen, die Kinder im Vorfeld eingereicht hatten, zu beantworten. Das Besondere dabei: Die Kids, deren Fragen zur öffentlichen Beantwortung ausgewählt worden waren, waren vor Ort, so dass sie ganz persönlich im Gespräch mit den beiden Unternehmern an Modellen, Zeichnungen und Diagrammen ihre ganz eigene Antwort erhielten.

 

Förderverein als Initiator

 

Initiator dieser wissenschaftlichen Rundreise durch die Landeshauptstadt ist erneut der „Verein der Förderer von Hochschulen in Schwerin e.V.“. In ihm organisiert sind neben bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft unserer Stadt vor allem auch zahlreiche Unternehmer und eine Vielzahl an Privatpersonen, die das gemeinsame Ziel vereint, die Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsstandort Schwerin sowohl nach innen als auch nach außen zu begleiten, zu unterstützen und zu kommunizieren. Die jährliche „Nacht des Wissens“ ist dabei nur ein Baustein in der intensiven, ehrenamtlichen Arbeit. Bereits am Montag beginnt die ebenfalls jährlich durch den Verein organisierte „Schweriner Wissenschaftswoche“, während der national wie international anerkannte Wissenschaftler und Fachleute in verschiedenen Vorträgen sich wissenschaftlichen Themen nähern, untereinander und mit den Gästen ins Gespräch kommen, und so dem wissenschaftliche Diskurs ein zusätzlicher Raum geboten wird.

Das Programm der „Wissenschaftswoche“ finden Sie u.a. unter: https://www.schwerin.de/news/bf9f3c10-d2d9-11e8-a304-1967de695b51/

Informationen zum Verein bietet dessen Homepage: https://www.studieren-in-schwerin.de/

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat erfolgreich ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Staatswissenschaften -Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein war er angestellt in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule tätig. Nebenberuflich arbeitet(e) er freiberuflich als Texter, Textkorrektor und Ghostwriter für Werbeagenturen, Unternehmen verschiedener Branchen, staatliche Institutionen, Parteien und Privatpersonen. Neben alledem gilt sein Interesse der großen vor allem aber lokalen Politik, den gewollten und ungewollten Pflanzen im Garten und dem Immobilienbereich. In Letzterem arbeitete er vor seinem Studium einige Zeit im Bereich der Projektentwicklung von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

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