215 Millionen Euro für Neu Zippendorf:
Schwerin investiert kräftig im Südosten – Stadtteilmitte entsteht neu
Neu Zippendorf steht vor einem Wandel: Über 215 Millionen Euro fließen in neuen Wohnraum, einen Berufsschulcampus und eine neue Stadtteilmitte. Am 19. März informiert die Stadt über die Pläne.

Foto: Landeshauptstadt Schwerin/ZGM
Im Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf stehen in den kommenden Jahren wegweisende Bauprojekte an. Die Schwerin und ihre Wohnungsgesellschaft WGS wollen hier mehr als 215 Millionen Euro investieren. Über die aktuellen Vorhaben informiert die Stadt am 19. März 2026 um 18 Uhr in einer Einwohnerversammlung im Atrium der Astrid-Lindgren-Schule, Talliner Straße 4–6. Einlass ist ab 17.30 Uhr.
Neuer Berufsschulcampus für Gesundheit und Soziales
Ab Sommer 2026 beginnt die Erschließung für eines der größten Bildungsprojekte der Stadt: den neuen Campus der Berufsschule für Gesundheit und Soziales. Das Investitionsvolumen beträgt 138 Millionen Euro. Bereits vier Jahre später soll hier der Unterricht starten.
Geplant ist ein hochmoderner Schulkomplex, der neben Unterrichtsräumen und Fachkabinetten auch eine Dreifeldsporthalle mit Zuschauertribüne umfasst. Diese soll nicht nur für den Schulsport genutzt werden, sondern auch Raum für Veranstaltungen und Vereinswettkämpfe bieten. Federführend bei der Umsetzung ist das Zentrale Gebäudemanagement der Landeshauptstadt.
Neue Stadtteilmitte am Berliner Platz
Ebenfalls noch in diesem Jahr starten am Berliner Platz die Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt der neuen Stadtteilmitte. Ziel ist es, wieder einen städtebaulichen Mittelpunkt für die Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz zu schaffen.
In den vergangenen Jahren wurden in diesem Bereich zahlreiche alte Wohnblöcke zurückgebaut. Nun entsteht unter Federführung der städtischen Wohnungsgesellschaft WGS neuer Wohnraum: Im ersten Schritt sind 370 Wohnungen mit insgesamt rund 25.000 Quadratmetern Wohnfläche geplant, darunter auch Sozialwohnungen. Die Investitionssumme beträgt 77 Millionen Euro.
Waldorfschule plant Neubau
Zusätzlich zu den städtischen Großprojekten plant auch die Waldorfschule Schwerin einen Neubau im Quartier. Auf einem 24.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Pecser und der Perleberger Straße soll ein moderner Schulcampus entstehen. Die Stadt hat dem Trägerverein das Areal im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags zur Verfügung gestellt.
Die Schule ist derzeit an der Schlossgartenallee ansässig und möchte aufgrund steigender Schülerzahlen ihre Kapazitäten erweitern. Geplant sind neben dem Schulgebäude auch ein Hort, eine Kita sowie weitere Bildungs- und Betreuungsangebote.
Strategie für mehr soziale Durchmischung
„Das sind alles gute Nachrichten für den Dreesch“, betont der stellvertretende Oberbürgermeister und Baudezernent Bernd Nottebaum. Nach der Ansiedlung von Arbeitsagentur und Jobcenter mit rund 500 Arbeitsplätzen im Mueßer Holz setze die Stadt damit ihre Strategie fort, die soziale Durchmischung und die Attraktivität dieses Teils von Schwerin weiter zu stärken.
Bei der Einwohnerversammlung am 19. März stehen neben Bernd Nottebaum auch Kristian Meier-Hedrich, Leiter des Zentralen Gebäudemanagements und Geschäftsführer der WGS, für Fragen zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger können ihre Anliegen bereits im Vorfeld per E‑Mail an ideen-beschwerden@schwerin.de einreichen.
Mit den geplanten Investitionen erhält Neu Zippendorf in den kommenden Jahren nicht nur neue Bildungs- und Wohnangebote, sondern auch eine städtebauliche Perspektive, die dem gesamten Dreesch neue Impulse geben soll.



