Close

215 Millionen Euro für Neu Zippendorf:
Schwerin investiert kräftig im Südosten – Stadtteilmitte entsteht neu

Neu Zippendorf steht vor einem Wandel: Über 215 Millionen Euro fließen in neuen Wohnraum, einen Berufsschulcampus und eine neue Stadtteilmitte. Am 19. März informiert die Stadt über die Pläne.

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht März 4, 2026
Die Visu­al­isierung zeigt die neue Beruf­ss­chule für Gesund­heit und Soziales, die in vier Jahren in Betrieb gehen soll.
Foto: Lan­deshaupt­stadt Schwerin/ZGM

Im Schw­er­iner Stadt­teil Neu Zip­pen­dorf ste­hen in den kom­menden Jahren weg­weisende Baupro­jek­te an. Die Schw­erin und ihre Woh­nungs­ge­sellschaft WGS wollen hier mehr als 215 Mil­lio­nen Euro investieren. Über die aktuellen Vorhaben informiert die Stadt am 19. März 2026 um 18 Uhr in ein­er Ein­wohn­erver­samm­lung im Atri­um der Astrid-Lind­gren-Schule, Talliner Straße 4–6. Ein­lass ist ab 17.30 Uhr.

Neuer Berufsschulcampus für Gesundheit und Soziales

Ab Som­mer 2026 begin­nt die Erschließung für eines der größten Bil­dung­spro­jek­te der Stadt: den neuen Cam­pus der Beruf­ss­chule für Gesund­heit und Soziales. Das Investi­tionsvol­u­men beträgt 138 Mil­lio­nen Euro. Bere­its vier Jahre später soll hier der Unter­richt starten.

Geplant ist ein hochmod­ern­er Schulkom­plex, der neben Unter­richt­sräu­men und Fachk­abi­net­ten auch eine Dreifeld­sporthalle mit Zuschauer­tribüne umfasst. Diese soll nicht nur für den Schul­sport genutzt wer­den, son­dern auch Raum für Ver­anstal­tun­gen und Vere­in­swet­tkämpfe bieten. Fed­er­führend bei der Umset­zung ist das Zen­trale Gebäude­m­an­age­ment der Lan­deshaupt­stadt.

Neue Stadtteilmitte am Berliner Platz

Eben­falls noch in diesem Jahr starten am Berlin­er Platz die Erschließungsar­beit­en für den ersten Bauab­schnitt der neuen Stadt­teilmitte. Ziel ist es, wieder einen städte­baulichen Mit­telpunkt für die Stadt­teile Großer Dreesch, Neu Zip­pen­dorf und Mueßer Holz zu schaf­fen.

In den ver­gan­genen Jahren wur­den in diesem Bere­ich zahlre­iche alte Wohn­blöcke zurück­ge­baut. Nun entste­ht unter Fed­er­führung der städtis­chen Woh­nungs­ge­sellschaft WGS neuer Wohn­raum: Im ersten Schritt sind 370 Woh­nun­gen mit ins­ge­samt rund 25.000 Quadrat­metern Wohn­fläche geplant, darunter auch Sozial­woh­nun­gen. Die Investi­tion­ssumme beträgt 77 Mil­lio­nen Euro.

Waldorfschule plant Neubau

Zusät­zlich zu den städtis­chen Großpro­jek­ten plant auch die Wal­dorf­schule Schw­erin einen Neubau im Quarti­er. Auf einem 24.500 Quadrat­meter großen Grund­stück an der Pecser und der Per­leberg­er Straße soll ein mod­ern­er Schul­cam­pus entste­hen. Die Stadt hat dem Trägervere­in das Are­al im Rah­men eines Erb­bau­rechtsver­trags zur Ver­fü­gung gestellt.

Die Schule ist derzeit an der Schloss­garte­nallee ansäs­sig und möchte auf­grund steigen­der Schülerzahlen ihre Kapaz­itäten erweit­ern. Geplant sind neben dem Schul­ge­bäude auch ein Hort, eine Kita sowie weit­ere Bil­dungs- und Betreu­ungsange­bote.

Strategie für mehr soziale Durchmischung

„Das sind alles gute Nachricht­en für den Dreesch“, betont der stel­lvertre­tende Ober­bürg­er­meis­ter und Baudez­er­nent Bernd Not­te­baum. Nach der Ansied­lung von Arbeit­sagen­tur und Job­cen­ter mit rund 500 Arbeit­splätzen im Mueßer Holz set­ze die Stadt damit ihre Strate­gie fort, die soziale Durch­mis­chung und die Attrak­tiv­ität dieses Teils von Schw­erin weit­er zu stärken.

Bei der Ein­wohn­erver­samm­lung am 19. März ste­hen neben Bernd Not­te­baum auch Kris­t­ian Meier-Hedrich, Leit­er des Zen­tralen Gebäude­m­an­age­ments und Geschäfts­führer der WGS, für Fra­gen zur Ver­fü­gung. Bürg­erin­nen und Bürg­er kön­nen ihre Anliegen bere­its im Vor­feld per E‑Mail an ideen-beschwerden@schwerin.de ein­re­ichen.

Mit den geplanten Investi­tio­nen erhält Neu Zip­pen­dorf in den kom­menden Jahren nicht nur neue Bil­dungs- und Wohnange­bote, son­dern auch eine städte­bauliche Per­spek­tive, die dem gesamten Dreesch neue Impulse geben soll.