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Finanzierung steht:
Schwerin plant Stadtgeschichtsmuseum am Schlachtermarkt

Schwerin bekommt ein neues Stadtgeschichtsmuseum mit Welterbe-Informationszentrum: Land und Stadt haben die Finanzierung für den Neubau am Schlachtermarkt gesichert. Eine Absichtserklärung wurde am Freitag unterzeichnet.

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  • Veröffentlicht April 11, 2026
Unter­stützer des Pro­jek­ts begleit­eten am Fre­itag die Unterze­ich­nung der Absicht­serk­lärung durch Min­is­ter­präsi­dentin Schwe­sig und amtieren­den OB Not­te­baum für das neue Stadt­geschichtsmu­se­um in Schw­erin. Foto: LHS

 

Für ein lange geplantes Kul­tur­pro­jekt in der Lan­deshaupt­stadt ist ein wichtiger Schritt geschafft: Die Finanzierung für das neue Stadt­geschichtsmu­se­um mit Wel­terbe-Infor­ma­tion­szen­trum am Schlachter­markt ist gesichert. Am Fre­itag unterze­ich­neten Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig und der stel­lvertre­tende Schw­er­iner Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum eine gemein­same Absicht­serk­lärung.

Mit dem soge­nan­nten „Let­ter of Intent“ beken­nen sich Land und Stadt zur gemein­samen Umset­zung des Pro­jek­ts. Gle­ichzeit­ig wurde die Lan­deshaupt­stadt darüber informiert, dass die Pla­nungskosten für das Bau­vorhaben im städtis­chen Haushalt freigegeben wor­den sind. Damit ist eine wichtige Voraus­set­zung für die näch­sten Schritte geschaf­fen.

Unterstützung durch Bund und Land

Der Neubau soll in erhe­blichem Umfang aus Mit­teln der Städte­bauförderung von Bund und Land finanziert wer­den. Dadurch kann das Pro­jekt voll­ständig umge­set­zt wer­den. In den kom­menden Jahren soll so ein neues kul­turhis­torisches Zen­trum entste­hen, das sowohl für Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner als auch für Gäste der Stadt Bedeu­tung haben wird.

„Mit der Unterze­ich­nung der Absicht­serk­lärung set­zen wir einen wichti­gen Meilen­stein für die Real­isierung des Stadt­geschichtsmu­se­ums und des Wel­terbe-Infor­ma­tion­szen­trums“, erk­lärte Not­te­baum. Das Pro­jekt sei ein klares Beken­nt­nis zur Bewahrung der Stadt­geschichte und zum Umgang mit dem Wel­terbe.

Moderner Bau im historischen Umfeld

Der architek­tonis­che Entwurf für das Gebäude stammt vom Berlin­er Büro Jan Wiese. Das Team hat­te sich im Som­mer 2025 in einem offe­nen Architek­tur­wet­tbe­werb durchge­set­zt. Der Entwurf sieht eine mod­erne Gestal­tung vor, die sich zugle­ich sen­si­bel in das his­torische Umfeld ein­fügt.

 

Min­is­ter­präsi­dentin Manuela Schwe­sig und der amtierende Ober­bürg­er­meis­ter Bernd Not­te­baum unterze­ich­nen die Absicht­serk­lärung den Bau des Stadt­geschichtsmu­se­ums finanziell zu unter­stützen. Foto: LHS

 

Nach Angaben der Stadt soll der Neubau die Geschichte Schw­erins erleb­bar machen und gle­ichzeit­ig den Charak­ter des Schlachter­mark­tes sowie des angren­zen­den Res­i­den­zensem­bles berück­sichti­gen.

„Die Pla­nung ist nicht nur eine architek­tonis­che Her­aus­forderung, son­dern auch eine Chance, Geschichte neu zu ver­mit­teln“, sagte Andreas Thiele, Leit­er des Fach­di­en­stes Stad­ten­twick­lung und Stadt­pla­nung. Ziel sei es, Funk­tion­al­ität und Gestal­tung so zu verbinden, dass sich der Bau selb­stver­ständlich in das his­torische Stadt­bild ein­fügt.

Standort Schlachtermarkt

Die Unterze­ich­nung der Absicht­serk­lärung fand sym­bol­isch direkt am geplanten Stan­dort auf dem Schlachter­markt statt. Dort soll kün­ftig das Stadt­geschichtsmu­se­um entste­hen – ein Ort, der in Schw­erin seit rund 20 Jahren fehlt.

Zugle­ich wird mit dem Pro­jekt eine weit­ere Lücke geschlossen: Ein Infor­ma­tion­szen­trum zum Wel­terbe, das Besuch­er über die Bedeu­tung des Schw­er­iner Res­i­den­zensem­bles informiert.

An der Ver­anstal­tung nah­men auch Vertreter des Wel­terbe Schw­erin Fördervere­ins, des Vere­ins der Fre­unde des Schw­er­iner Schloss­es sowie der Ini­tia­tive Pro Schw­erin teil.

Bedeutung seit Welterbe-Titel

Seit der Auf­nahme des Schw­er­iner Res­i­den­zensem­bles in die Liste des UNESCO-Wel­terbes im Jahr 2024 ist der Bedarf für ein entsprechen­des Infor­ma­tion­szen­trum deut­lich gewor­den. Viele Gebäude des Ensem­bles kön­nen derzeit nur von außen besichtigt wer­den.

Mit kün­fti­gen Ausstel­lun­gen sollen Besucherin­nen und Besuch­er einen tief­er­en Ein­blick in die Geschichte der Res­i­den­zs­tadt erhal­ten – von der architek­tonis­chen Entwick­lung bis hin zu den kul­turellen und gesellschaftlichen Hin­ter­grün­den.

Das geplante Stadt­geschichtsmu­se­um kön­nte damit zu einem zen­tralen Ort wer­den, an dem die Geschichte Schw­erins anschaulich ver­mit­telt wird.