Europa oder Beutel -
Wie soll der Platz am Stadthafen heißen?
Wie soll der Platz am Schweriner Stadthafen künftig heißen? CDU, Grüne und Ortsteilvertretung streiten über Europapromenade oder „Am Beutel“, während Bebauung, Märkte und neue Nutzungen bereits geplant sind.

Die CDU-Stadtfraktion will den Platz am Stadthafen zur Europapromenade machen. Diese Idee kam bereits Ende November des vergangenen Jahres auf. Ein attraktiver Teil der Stadt soll Europa gewidmet werden und das soll öffentlich wahrnehmbar sein, heißt es in der Begründung des Antrags. Auch weil viele Projekte in der Stadt Unterstützung durch die EU erhalten und Schwerin noch keine Straße und keinen Platz hat, der das Thema aufnimmt, so die CDU weiter. Die Fraktionen Grüne/Die Partei und Unabhängige Bürger/FDP hingegen schlagen einen Namen vor, der den Schwerinerinnen und Schwerinern bekannt sein soll: “Platz am Beutel”. Die Ortsteilvertretung für die Werdervorstadt hat einen noch kürzeren Vorschlag: “Am Beutel”. Aus ihrer Sicht handelt es sich eher um eine Flaniermeile als um einen Platz.
Um welche Fläche geht es dabei eigentlich?
Schon 2010 wurde beschlossen, einen Bebauungsplan für die nördliche Fläche um die alte Polizei am Stadthafen aufzustellen. Rund 15 Jahre später ging dieser Bebauungsplan im Oktober 2025 dann in die sogenannte Öffentlichkeitsbeteiligung. Das alte Backsteingebäude wird erhalten und dazu sollen noch weitere Wohngebäude und ein Hotel gebaut werden. Weiter südlich steht der Werderhof, ein Wohn- und Geschäftsgebäude. Daran schließt sich ein Platz an, der mit Strom und Wasser erschlossen ist, zum Beispiel für Märkte oder andere Veranstaltungen. Der wurde, laut Webseite der Stadt Schwerin, zur Bundesgartenschau 2009 errichtet. Auch eine Skater-Bahn wurde hier vor nicht allzu langer Zeit neu gebaut.In den vergangenen Jahren waren hier aber eher Bauzäune zu Gast, der Grund: Arbeiten an einer großen Abwasserleitung.
Wie geht es jetzt weiter?
Darüber, wie die Fläche genau heißen soll, muss die Stadtvertretung in ihrer nächsten Sitzung im März entscheiden. Wenn es “Am Beutel” wird, dann wünscht sich die Ortsteilvertretung, dass entsprechende Schilder das auch aufgreifen. Auf dem Platz am Wasser gab es im vergangenen Jahr zum Beispiel ein Streetfood-Festival. Für 2026 liegen der Verwaltung schon einige Anmeldungen für Flohmärkte vor. Für ein Hafenfest oder Ähnliches aber noch nicht.







