Nach 70-Sekunden-Mandat von Stephan Schrör:
Stadtpräsident Ehlers kritisiert Auftritt in der Stadtvertretung
Stadtpräsident Sebastian Ehlers hat den demonstrativen Abgang des neu vereidigten ASK-Stadtvertreters Stephan Schrör kritisiert. Er sieht darin eine Diskreditierung der Stadtvertretung und verweist auf die Arbeitsfähigkeit des Gremiums.

Nach dem kurzen Auftritt des neu vereidigten Stadtvertreters Stephan Schrör (ASK) in der Sitzung der Schweriner Stadtvertretung hat sich nun auch Stadtpräsident Sebastian Ehlers (CDU) geäußert. Schrör hatte am Montagabend nach seiner Vereidigung den Sitzungssaal verlassen und sein Mandat faktisch beendet.
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„Ich habe kein Verständnis für dieses inszenierte Politik-Theater der ASK. Zu einer Demokratie gehört, dass unterschiedliche Meinungen respektiert werden und am Ende Mehrheiten entscheiden“ , so Ehlers gegenüber SNO. Weiter sagte er, wer die Stadtvertretung und ihre Gremien in dieser Art und Weise diskreditiere, „erweist unserer Demokratie einen Bärendienst“.
Der Stadtpräsident verweist zudem auf den Verlauf der Sitzung. „Die vielen einstimmigen Beschlüsse in der gestrigen Sitzung haben gezeigt, dass die Stadtvertretung in Sachfragen auch gemeinsame Lösungen findet“, so Ehlers.
Schrör war als Nachrücker für den ausgeschiedenen Stadtvertreter Stephan Martini vorgesehen. Nach seinem Abgang veröffentlichte er eine Erklärung in den sozialen Medien, in der er Kritik an der politischen Kultur in Schwerin sowie an Entscheidungsprozessen in Stadtvertretung und Verwaltung äußerte.
Die Reaktionen auf Schrörs Vorgehen fallen unterschiedlich aus. Während sich weitere Vertreter der Stadtpolitik bereits zu Wort gemeldet haben, kündigte Schrör an, sein Mandat schriftlich zurückzugeben. Erst danach kann der Sitz in der Stadtvertretung neu besetzt werden.




