Sa, 11. Juli 2026
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Stadtpräsidentenwahl in Schwerin:
UB/FDP-Fraktion signalisiert Ablehnung von SPD-Kandidatin Mandy Pfeifer

Die UB/FDP-Fraktion signalisiert Ablehnung für die Kandidatur von Mandy Pfeifer als Stadtpräsidentin. Damit wächst die Bedeutung der CDU, die mit ihren neun Stimmen zur entscheidenden Kraft werden könnte.

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  • Veröffentlicht Juni 25, 2026
Stadtpräsident Schwerin
Am kom­menden Mon­tag wird die Stadtvertre­tung die Nach­folge von Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers wählen.
Foto: Chris Loose

 

Die Kan­di­datur von SPD-Frak­tion­schefin Mandy Pfeifer für das Amt der Stadt­präsi­dentin stößt bei der Frak­tion Unab­hängige Bürger/FDP auf deut­liche Vor­be­halte. Frak­tion­schef Man­fred Strauß erk­lärte, seine Frak­tion könne sich eine Unter­stützung der SPD-Poli­tik­erin derzeit „eher nicht vorstellen“.

Hin­ter­grund sei vor allem die fehlende Abstim­mung im Vor­feld. Die vierköp­fige UB/FDP-Frak­tion habe erst durch die öffentliche Berichter­stat­tung von Pfeifers Kan­di­datur erfahren. „Wir bedauern, dass es im Vor­feld bis­lang keine Gespräche mit unser­er Frak­tion gegeben hat, um sich vorzustellen oder über mögliche gemein­same Vorstel­lun­gen für das Amt auszu­tauschen“, erk­lärte Strauß. Eine ver­trauensvolle Zusam­me­nar­beit set­ze einen offe­nen und frühzeit­i­gen Dia­log voraus.

Deshalb könne sich die Frak­tion derzeit eine Unter­stützung Pfeifers „eher nicht vorstellen“. Hin­sichtlich möglich­er weit­er­er Kan­di­datin­nen und Kan­di­dat­en wolle man sich erst nach ein­er sorgfälti­gen Bew­er­tung fes­tle­gen.

CDU könnte zum Zünglein an der Waage werden

Für die SPD-Kan­di­datin ist die Posi­tion­ierung der UB/FDP ein Dämpfer im Ren­nen um die Nach­folge von Sebas­t­ian Ehlers (CDU), der Anfang Juli das Amt des Ober­bürg­er­meis­ters übern­immt. Allerd­ings dürfte die Hal­tung der vierköp­fi­gen Frak­tion allein noch nicht über den Aus­gang der Wahl entschei­den. Die AfD-Frak­tion ver­fügt mit zwölf Stadtvertretern über die meis­ten Sitze und hat mit dem Land­tagsab­ge­ord­neten Thomas de Jesus Fer­nan­des einen eige­nen Kan­di­dat­en nominiert.

Pfeifer kann dage­gen fest mit den Stim­men ihrer achtköp­fi­gen SPD-Frak­tion sowie der vier Stadtvertreter der Linken rech­nen. Auch die vierköp­fige Frak­tion Bünd­nis 90/Die Grünen/Die PARTEI hat bere­its deut­lich gemacht, einen AfD-Stadt­präsi­den­ten ver­hin­dern zu wollen und gilt deshalb als wahrschein­lich­er Unter­stützer Pfeifers.

Damit käme die SPD-Kan­di­datin nach jet­zigem Stand auf 16 Stim­men. Die AfD ver­fügt über zwölf Stim­men. Die vier Stim­men der UB/FDP kön­nten das Kräftev­er­hält­nis zwar bee­in­flussen, entschei­dend dürfte jedoch vor allem die Hal­tung der CDU wer­den.

Wahl bleibt trotz klarer Tendenzen offen

Die Christ­demokrat­en stellen neun Stadtvertreter und haben bere­its angekündigt, keinen eige­nen Kan­di­dat­en aufzustellen. Wie die Frak­tion abstim­men wird, ist bis­lang offen. Stim­men Teile oder sog­ar die gesamte CDU-Frak­tion für Pfeifer, hätte die SPD-Poli­tik­erin eine kom­fort­able Mehrheit. Ver­weigern größere Teile der CDU ihre Unter­stützung, kön­nte die Wahl deut­lich span­nen­der wer­den als bis­lang angenom­men.

Die UB/FDP-Frak­tion will sich nach Angaben von Strauß auch mit Blick auf mögliche weit­ere Kan­di­da­turen erst nach ein­er sorgfälti­gen Bew­er­tung endgültig posi­tion­ieren. Kan­di­dat­en kön­nen noch während der Sitzung der Stadtvertre­tung am 29. Juni vorgeschla­gen wer­den. Damit bleibt wenige Tage vor der Wahl offen, wer kün­ftig die Stadtvertre­tung der Lan­deshaupt­stadt führen wird. Während sich die Fron­ten zwis­chen SPD-Lager und AfD bere­its abze­ich­nen, kön­nte die Entschei­dung let­ztlich bei CDU und den drei frak­tion­slosen Stadtvertretern liegen.