Kluge Köpfe für die Zukunft geehrt:
Stadtwerke Schwerin verleihen Innovationspreis 2025
Vier Studierende der Hochschule Wismar erhalten Auszeichnung für kreative Forschungsarbeiten im Rahmen der Schweriner Wissenschaftswoche.

Mit ihren Ideen zur Energiegewinnung, zum nachhaltigen Bauen und zur digitalen Verkehrssteuerung überzeugten die Preisträger die Jury und zeigen, wie innovativ Forschung in Mecklenburg-Vorpommern sein kann. Im Rahmen der 21. Schweriner Wissenschaftswoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunftsenergie“ steht, wurde am Eröffnungsabend der Innovationspreis der Förderer von Hochschulen in Schwerin verliehen. Die Stadtwerke Schwerin zeichnen mit diesem Preis herausragende studentische Leistungen aus, die durch Innovationskraft und praxisnahe Forschung überzeugen. Nach eingehender Prüfung entschied die Jury: Paul Richard Rudolph, Maik Riebort, Lea Sophie Möller und Lars Emmerich sind die Preisträger des Jahres 2025. Ihre Arbeiten zeigen, wie vielfältig und zukunftsweisend Forschung an der Hochschule Wismar ist – von der Energiegewinnung über nachhaltiges Bauen bis zur digitalen Mobilität.
Energie und Nachhaltigkeit im Fokus
Paul Richard Rudolph von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften befasste sich in seiner Arbeit mit Horizontalfilterbrunnen und deren geothermischer Nutzung – ein Thema, das großes Potenzial für die Wärmeversorgung der Zukunft birgt. Laudatorin Prof. Dr.-Ing. Daniela Schwerdt lobte die technische Tiefe und den praktischen Nutzen seiner Forschung. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Maik Riebort von der Fakultät Gestaltung, der bereits 2023 den Preis erhalten hatte. In seiner Arbeit zur Architektur im Moor entwickelte er Strategien für nachhaltiges Bauen in Mecklenburg-Vorpommern. Mit seiner sogenannten „Moorinfusionsmaschine“ machte er die Qualität von wiedervernässten Moorgebieten und deren Beitrag zur CO₂-Reduktion sichtbar.
Digitale Lösungen und Denkmalpflege
Auch Lea Sophie Möller konnte die Jury überzeugen. Sie erarbeitete ein Konzept zur denkmalgerechten Nutzung des ehemaligen Papageienpavillons im Zoo Rostock, das bereits im Jahrbuch des Landesamtes für Denkmalpflege gewürdigt wurde. Der vierte Preisträger, Lars Emmerich, entwickelte eine webbasierte App für Parkleitsysteme in Tourismusregionen. Am Beispiel von Sylt zeigte er, wie die Auswertung von Echtzeitdaten den Verkehrsfluss verbessern und die Parkplatzsuche erleichtern kann. Gestiftet wird der mit jeweils 500 Euro dotierte Preis seit vielen Jahren von den Stadtwerken Schwerin. Geschäftsführer Hanno Nispel ehrte die vier Preisträger gemeinsam mit Eike Sven Fischer, Vorsitzender des Fördervereins, und IHK-Präsident Matthias Belke. „Es ist wunderbar, dass es solche klugen Köpfe mit frischen Ideen gibt, die sich den Herausforderungen von morgen annehmen“, sagte Nispel. „Wir unterstützen das wissenschaftliche Engagement der Studierenden in unserer Region sehr gern.“



