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Drückerkolonne in Schwerin unterwegs:
Stadtwerke warnen vor falschen Mitarbeitern

Unbekannte nutzen Haustürbesuche, um Verbraucher in ungewollte Stromverträge zu drängen.

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  • Veröffentlicht November 27, 2025
Unbekannte geben sich als Stadtwerke-Mitarbeiter aus und versuchen an sensible Kundendaten zu gelangen, Foto: maxpress, mit KI erstellt
Unbekan­nte geben sich als Stadtwerke-Mitar­beit­er aus und ver­suchen an sen­si­ble Kun­den­dat­en zu gelan­gen, Foto: max­press, mit KI erstellt

Die Stadtwerke Schw­erin schla­gen Alarm: In mehreren Stadt­teilen sind derzeit dubiose Vertreter unter­wegs, die sich als Mitar­bei­t­ende des kom­mu­nalen Energiev­er­sorg­ers aus­geben. Unter dem Vor­wand, einen ange­blichen Stromzäh­ler­wech­sel vorzu­bere­it­en, ver­suchen sie Zugang zu Woh­nun­gen zu erhal­ten und per­sön­liche Unter­la­gen einzuse­hen. Betrof­fene bericht­en, dass die Per­so­n­en gezielt nach alten Ver­brauchsabrech­nun­gen fra­gen und teils sog­ar ohne Unter­schrift einen Ver­tragswech­sel zu einem anderen Stro­man­bi­eter ein­leit­en. „Dass zahlre­iche Nutzer von diesen Vor­fällen betrof­fen sind, haben wir durch die Zunahme von Anrufen besorgter Stadtwerke-Kun­den erfahren und war­nen deshalb vor der Betrugs­masche“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Julia Panke.

Stadtwerke distanzieren sich klar

Wie die Stadtwerke beto­nen, führen ihre Mitar­bei­t­en­den grund­sät­zlich keine unangekündigten Haus­be­suche durch – wed­er für Zäh­ler­wech­sel noch für Kon­trollen. „Dass Betrüger ver­suchen, sich als unsere Mitar­beit­er auszugeben und so einen unge­woll­ten Ver­sorg­er­wech­sel vornehmen, ist nicht neu. Dass sie nun einen tech­nis­chen Vor­wand, wie einen Zäh­ler­wech­sel, für ihre Betrügereien nutzen, ist eine neue Masche und nicht akzept­abel“, sagt Julia Panke. Wer tat­säch­lich im Auf­trag der Stadtwerke unter­wegs ist, kann sich jed­erzeit ein­deutig ausweisen. Zudem ver­lan­gen echte Mitar­bei­t­ende wed­er Ein­sicht in pri­vate Doku­mente noch eine Bestä­ti­gung über ihren Besuch. Wer einen ver­meintlichen Stadtwerke-Mitar­beit­er vor sein­er Tür hat, sollte sich die Zeit nehmen, durch einen Rück­ruf am Stadtwerke-Kun­denser­vice den Sachver­halt zu klären. Zudem rat­en die Stadtwerke drin­gend, sen­si­ble Dat­en wie Zäh­ler­num­mer oder Mark­t­loka­tion­snum­mer (MaLo-ID) niemals unbekan­nten Per­so­n­en auszuhändi­gen. Beson­ders Rech­nun­gen und per­sön­liche Doku­mente soll­ten nicht vorgezeigt wer­den, da diese Infor­ma­tio­nen miss­braucht wer­den kön­nen.

Widerrufsrecht nutzen – Kundencenter helfen weiter

Kommt es den­noch zu einem unge­woll­ten Ver­tragsab­schluss, kön­nen Betrof­fene von ihrem 14-tägi­gen Wider­ruf­s­recht Gebrauch machen. Unter­stützung bietet der Kun­denser­vice der Stadtwerke – tele­fonisch unter (0385) 633 14 27 oder per E‑Mail an kundenservice@swsn.de oder per­sön­lich in den Kun­den­cen­tern in der Meck­len­burgstraße und an der Eck­drift.