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Auf dem Weg zur Städtepartnerschaft:
Schwerin lädt zu Netzwerktreffen für Frankreich-Interessierte ein

Schwerin will seine Kontakte nach Frankreich ausbauen. Bei einem Treffen am 4. September sollen Interessierte zusammenkommen. Langfristig könnte eine Städtepartnerschaft entstehen.

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  • Veröffentlicht August 21, 2026
Städtepartnerschaft Frankreich Schwerin
Das Schw­er­iner Schloss zeigt deut­liche Ein­flüsse der franzö­sis­chen Renais­sance. Nun will die Stadt auch heutige Kon­tak­te nach Frankre­ich stärk­er ver­net­zen. Foto: Dario Rochow

 


In Kürze:

  • Schw­erin lädt am 4. Sep­tem­ber zu einem Net­zw­erk­tr­e­f­fen für Men­schen mit Inter­esse an Frankre­ich ein.
  • Aus den beste­hen­den Kon­tak­ten kön­nte langfristig eine Städtepart­ner­schaft mit ein­er franzö­sis­chen Stadt entste­hen.
  • Eine konkrete Part­ner­stadt ste­ht bis­lang nicht fest; zunächst sollen Inter­essierte und beste­hende Ini­tia­tiv­en zusam­menge­bracht wer­den.

 


 

Schw­erin will die beste­hen­den Verbindun­gen nach Frankre­ich stärk­er bün­deln und möglicher­weise den Grund­stein für eine neue Städtepart­ner­schaft leg­en. Dazu lädt die Lan­deshaupt­stadt am Fre­itag, 4. Sep­tem­ber, um 20.15 Uhr zu einem Net­zw­erk­tr­e­f­fen in die Volk­shochschule „Ehm Welk“ in der Puschkin­straße 13 ein.

Ange­sprochen sind Schw­er­iner, die Franzö­sisch sprechen oder ler­nen, regelmäßig nach Frankre­ich reisen, dort per­sön­liche oder beru­fliche Kon­tak­te haben oder sich für franzö­sis­che Kul­tur inter­essieren. Das Tre­f­fen find­et im Rah­men der „Lan­gen Nacht der Volk­shochschule“ statt. Zunächst soll aus­gelotet wer­den, welche Kon­tak­te bere­its beste­hen und wer sich kün­ftig stärk­er engagieren möchte.

„Wer genau hin­schaut, ent­deckt in Schw­erin erstaunlich viele Verbindun­gen nach Frankre­ich“, sagt Kul­tur­dez­er­nent Sil­vio Horn. Ziel sei es zunächst, Men­schen mit Frankre­ich-Bezug miteinan­der bekan­nt zu machen. Daraus könne sich später eine Fre­und­schaft mit ein­er franzö­sis­chen Stadt oder sog­ar eine offizielle Städtepart­ner­schaft entwick­eln.

Die Idee ein­er solchen Part­ner­schaft beste­ht nach Angaben der Stadt bere­its seit län­ger­er Zeit. Bis­lang gibt es jedoch wed­er eine konkrete franzö­sis­che Part­ner­stadt noch eine feste Organ­i­sa­tion­sstruk­tur. Denkbar ist, dass sich aus dem neuen Net­zw­erk ein Vere­in entwick­elt, der die Kon­tak­te dauer­haft pflegt und eine Part­ner­schaft vor­bere­it­et.

Schwerin und Frankreich verbindet einiges

His­torische Bezüge zu Frankre­ich find­en sich in Schw­erin an mehreren Stellen. Beson­ders sicht­bar sind sie beim Schw­er­iner Schloss. Hof­bau­rat Georg Adolf Demm­ler bereiste 1844 Frankre­ich und Eng­land und ließ sich bei der späteren Gestal­tung unter anderem von der franzö­sis­chen Renais­sance und dem Schloss Cham­bord an der Loire inspiri­eren. Auch die Fas­sade des Neustädtis­chen Palais weist Ein­flüsse der franzö­sis­chen Renais­sance auf.

Verbindun­gen beste­hen eben­falls in der Kun­st. Das Staatliche Muse­um Schw­erin besitzt eine umfan­gre­iche Samm­lung des franzö­sis­chen Hof­malers Jean-Bap­tiste Oudry, der von 1686 bis 1755 lebte. Hinzu kom­men zahlre­iche Werke von Mar­cel Duchamp, einem der ein­flussre­ich­sten franzö­sis­chen Kün­stler des 20. Jahrhun­derts.

Auch der alljährliche Martens­mann-Brauch führt eine franzö­sis­che Spur nach Schw­erin. Am 11. Novem­ber bringt der Martens­mann aus Lübeck über Rehna tra­di­tionell ein Fass Rot­spon in die Lan­deshaupt­stadt. Dabei han­delt es sich um franzö­sis­chen Rotwein, der in Lübeck gelagert und aus­ge­baut wird. Der his­torische Brauch reicht bis ins 16. Jahrhun­dert zurück und wurde 1991 wieder­belebt.

Auch schwierige Geschichte verbindet

Nicht alle Beziehun­gen zwis­chen Schw­erin und Frankre­ich sind mit kul­turellem Aus­tausch ver­bun­den. Während des Deutsch-Franzö­sis­chen Krieges von 1870/71 waren franzö­sis­che Kriegs­ge­fan­gene in Schw­erin unterge­bracht. Daran erin­nern unter anderem der Fran­zosen­weg sowie ein Denkmal auf dem katholis­chen Fried­hof an der Wis­marschen Straße.

Heute ste­hen per­sön­liche und kul­turelle Kon­tak­te im Vorder­grund. Nach Angaben der Stadt gibt es in Schw­erin unter anderem einen franzö­sis­chen Stammtisch sowie Verbindun­gen von Vere­inen und informellen Grup­pen nach Frankre­ich. Wie viele Men­schen oder Organ­i­sa­tio­nen solche Kon­tak­te pfle­gen und wie inten­siv diese sind, ist bis­lang allerd­ings nicht erfasst.

Für die Teil­nahme am Net­zw­erk­tr­e­f­fen sind keine beson­deren Franzö­sis­chken­nt­nisse erforder­lich. Ein­ge­laden sind neben Pri­vat­per­so­n­en auch Kul­turschaf­fende, Lehrkräfte, Vere­ins­mit­glieder und Unternehmen mit Inter­esse oder Verbindun­gen nach Frankre­ich.

Das Tre­f­fen begin­nt am Fre­itag, 4. Sep­tem­ber 2026, um 20.15 Uhr in Raum 2 der Volk­shochschule Schw­erin, Puschkin­straße 13.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zur „Lan­gen Nacht der Volk­shochschule” gibt es bei der Volk­shochschule Schw­erin.