Stärkere Förderung der Schweriner Kulturlandschaft

Für eine erfolgreiche Welterbe-Bewerbung braucht Schwerin eine bessere Ausstattung der Kunst und Kulturlandschaft. Das Land muss sie hier klarer bekennen.

Das Schweriner Residenzensemble soll Welterbe werden. Aber die Bevölkerung muss dafür mitgenommen werden.

Seit geraumer Zeit steht das Schweriner Residenzensemble auf der deutschen Kandidatenliste für das UNESCO-Welterbe. Land wie auch Stadt arbeiten gemeinsam mit zahlreichen vereinen und Verbänden am letztendlichen Antragstext, führen Fachveranstaltungen durch und diskutieren die Thematik immer wieder auf’s Neue. Trotz dankenswertem Engagements vor allem auch des Schweriner Welterbe-Vereins aber ist diese wichtige und weichenstellende Thematik bisher nicht wirklich bei den Schwerinerinnen und Schwerinern angekommen.

Welterbe-Bewerbung braucht Bevölkerung

Diese Situation wie auch die Ausrichtung der Bewerbung an sich führten auch in der letzten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Gesundheit und Bürgerservice zu intensiven Diskussionen. Deutlich wurde, dass man sich vielleicht nicht in allen Detailfragen aber in grundsätzlichen Punkten durchaus einig ist. Dazu gehört auch die Notwendigkeit, die Schwerinerinnen und Schweriner bei diesem Vorhaben besser mitzunehmen. Die Bevölkerung muss durch ansprechende Kulturveranstaltungen mit der Thematik eines lebendigen Welterbes vertraut gemacht werden. Die Menschen sollen sich einbringen und mitgestalten, um tatsächlich mehrheitlich diese Bewerbung auch zu unterstützen.

Land muss sich auch finanziell bekennen

Aus der Fraktion Die Partei:Die Linke werden in diesem Zusammenhang Forderungen nach einem deutlicheren Engagement des Landes deutlich. Mit Blick auf die aktuelle Finanzsituation Schwerins wird eine zukunftsfähige Ausgestaltung der Kunst- und Kulturlandschaft als schwierig angesehen. Hier muss der sprichwörtliche Ruck auch durch die Landesregierung gehen. „Es kann nicht sein, dass die Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt seit Jahren strukturell unterfinanziert sind. […] Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die Landesregierung auf der einen Seite gern im Lichte des angestrebten Welterbe-Titels sonnen möchte, auf der anderen Seite aber seine Landeshauptstadt am ausgestreckten Arm verhungern lässt“, so Stadtvertreter Dr. Daniel Trepsdorf. „Wenn die Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Titel für Schwerin erfolgreich und nachhaltig sein soll, dann müssen Land und Stadt auch neue Investitionen in die Schweriner Kultur tätigen.“

 

 

 

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