Steine auf den Gleisen zwingen ICE bei Grabow zum Stopp

Bei Grabow zwangen Steine auf den Gleisen einen ICE zum ungeplanten Stopp. | Foto: privat

Entweder haben einige noch immer nicht die Gefahren erkannt, die mit Eingriffen jeder Art in den Zugverkehr für Reisende wie Bahnpersonal verbunden sind, oder aber sie setzen die Menschen bewusst extremen Risiken aus. Denn erneut kam es, dieses Mal im Bereich des Bahnhofs Grabow, zu einem entsprechenden Zwischenfall.

 

Kurzzeitige Streckensperrung erforderlich

Dort nämlich, auf Höhe des Bahnkilometers 634,4 haben Unbekannte am Nachmittag des 1. Mai 2022 Steine auf die Bahngleise gelegt. Ein Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn (ICE 1704), der sich auf der Fahrt von Nürnberg nach Hamburg befand, überfuhr diese daraufhin, so dass es zu einer Betriebsbremsung kam. Durch diese und die folgende Aufnahme des Sachverhalts durch die hinzugerufene Polizei kam es zu einer Streckensperrung. Erst nachdem der Zug durch den Triebfahrzeugführer auf etwaige Schäden untersucht worden war, konnte er die Fahrt fortsetzen. Glücklicherweise blieb der Vorfall ansonsten folgenlos für Mitarbeiter, Reisende und Zugtechnik. Keine Verletzten und auch keine Beschädigung am Zug. Vier Züge verspäteten sich letztlich durch den Vorfall.

 

Polizei bittet um Hinweise und erneuert Warnung

Die Bundespolizei hat inzwischen die Ermittlungen in Bezug auf den Vorfall aufgenommen und bittet um Mithilfe der Bevölkerung. Beobachtungen sowie Hinweise zu dem Täter oder den Tätern nimmt die Bundespolizeiinspektion Rostock unter den Telefonnummern (0381-) 2083-1111 bzw. -1112 entgegen. Ebenso steht die bundesweit kostenfreie Hotline (0800-) 6 888 000 zur Verfügung und auch jede andere Polizeidienststelle nimmt entsprechende Angaben auf.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizeiinspektion Rostock erneut und mit Nachdruck auf die extremen Gefahren beim Aufenthalt an und auf Bahnlagen sowie auf jede Art des Eingriffs in den Zugverkehr hin. Die Züge verkehren mit hoher Geschwindigkeit, sind sehr leise und somit oft erst spät wahrnehmbar. Schnell kann es dann zu spät sein. Eltern werden gebeten, ihre Kinder für die Gefahren zu sensibilisieren, damit Schlimmeres vermieden werden kann. Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Aufgelegte Schottersteine können beim Überfahren übrigens nicht nur unmittelbar für Zug und Insassen zur Gefahr werden. Sie entwickeln eine erhebliche Streuwirkung und wirken dann wie Geschosse. In der Nähe befindliche Personen können sich dann lebensbedrohliche Verletzungen zuziehen.

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