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Drei Kandidaten:
CDU nominiert Heike Corinth als stellvertretende Stadtpräsidentin

Die CDU schickt Heike Corinth ins Rennen um das Amt der stellvertretenden Stadtpräsidentin in Schwerin. Damit sind inzwischen drei Kandidaturen bekannt.

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  • Veröffentlicht September 3, 2026
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Heike Corinth ist die Kan­di­datin der CDU-Frak­tion für das Amt der ersten stel­lvertre­tenden Stadt­präsi­dentin in Schw­erin. Foto: pri­vat

 


In Kürze:

  • Die CDU-Frak­tion nominiert Heike Corinth für das Amt der ersten stel­lvertre­tenden Stadt­präsi­dentin.
  • Mit Ste­fanie Pohlner (UB), Volk­er Käh­ler (AfD) und Corinth sind bis­lang drei Kan­di­da­turen bekan­nt.
  • UB/FDP ver­mutet Absprachen bei Per­son­alentschei­dun­gen.

 

In der Schw­er­iner Stadtvertre­tung wird es Kampfkan­di­da­turen um das Amt der stel­lvertre­tenden Stadt­präsi­dentin ab. Nach dem Rück­tritt von Daniel Mes­lien (SPD) muss der Posten neu beset­zt wer­den. Neben Ste­fanie Pohlner (Unab­hängige Bürg­er) und Volk­er Käh­ler (AfD) wird nun auch Heike Corinth von der CDU-Frak­tion vorgeschla­gen.

Die CDU über­mit­telte ihren Wahlvorschlag in dieser Woche an Stadt­präsi­dentin Mandy Pfeifer (SPD).  Die näch­ste reg­uläre Sitzung der Stadtvertre­tung ist für den 14. Sep­tem­ber vorge­se­hen. Dort kön­nte die Per­son­alentschei­dung fall­en. Mes­lien hat­te sein Amt als erster stel­lvertre­tender Stadt­präsi­dent niedergelegt und anschließend den Vor­sitz der SPD-Stadt­frak­tion über­nom­men.

Mit drei bekan­nten Kan­di­da­turen dürfte die Wahl auch zeigen, welche frak­tion­süber­greifend­en Mehrheit­en sich in der Stadtvertre­tung bilden. Keine der nominieren­den Frak­tio­nen kann ihren Kan­di­dat­en beziehungsweise ihre Kan­di­datin allein ins Amt brin­gen.

Veränderungen im Stadtpräsidium

Aus­gangspunkt der Per­son­al­wech­sel war die Wahl des bish­eri­gen Stadt­präsi­den­ten Sebas­t­ian Ehlers (CDU) zum Schw­er­iner Ober­bürg­er­meis­ter. Im Juni wählte die Stadtvertre­tung Mandy Pfeifer (SPD) zu sein­er Nach­fol­gerin. Damit gehörten zunächst sowohl die Stadt­präsi­dentin als auch ihr erster Stel­lvertreter Mes­lien der SPD an.

Schon vor Pfeifers Wahl hat­te es Diskus­sio­nen über die Beset­zung des Stadt­prä­sid­i­ums gegeben. Der Grü­nen-Stadtvertreter Mar­tin Neuhaus, der zuvor eben­falls als möglich­er Kan­di­dat für das Amt des Stadt­präsi­den­ten galt, beantragte im Juni, die Wahl auf die erste Sitzung nach der Land­tagswahl zu ver­schieben. Der Antrag fand keine Mehrheit.

Debatte über mögliche Personalabsprachen

Die Beset­zung des Stadt­prä­sid­i­ums wird inzwis­chen von ein­er poli­tis­chen Debat­te über mögliche Absprachen zwis­chen den Frak­tio­nen begleit­et. Die Frak­tion Unab­hängige Bürger/FDP äußert den Ver­dacht, wichtige Per­son­alentschei­dun­gen kön­nten zwis­chen poli­tis­chen Kräften bere­its im Vor­feld abges­timmt wor­den sein. Belege für eine solche Vere­in­barung nen­nt die Frak­tion in ihrer Mit­teilung allerd­ings nicht.

UB/FDP-Frak­tion­schef Man­fred Strauß spricht von der Gefahr vor­ab aus­ge­han­del­ter Mehrheit­en. „Die Mit­glieder der Stadtvertre­tung sind ihrem Gewis­sen und den Bürg­erin­nen und Bürg­ern verpflichtet und nicht irgendwelchen poli­tis­chen Per­son­al­paketen“, erk­lärte er. An ander­er Stelle for­mulierte Strauß: „Das Stadt­prä­sid­i­um ist kein Kuchen, den sich Frak­tio­nen untere­inan­der aufteilen.“

Ob es tat­säch­lich entsprechende Absprachen gegeben hat, ist derzeit nicht bekan­nt. Auch aus der Nominierung von Heike Corinth durch die CDU lässt sich eine solche Vere­in­barung nicht ableit­en. Der Wahlvorschlag vom 2. Sep­tem­ber benen­nt Corinth lediglich als Kan­di­datin und enthält keine Angaben über mögliche Absprachen mit anderen Frak­tio­nen.

UB/FDP setzt auf Stefanie Pohlner

Die Frak­tion Unab­hängige Bürger/FDP hat Ste­fanie Pohlner nominiert. Sie gehört seit mehreren Jahren der Ort­steil­vertre­tung Mueß an und ist nach Angaben ihrer Frak­tion seit rund zwei Jahren Vor­sitzende des Auf­sicht­srates des Zool­o­gis­chen Gartens Schw­erin.

Pohlner kündigt für den Fall ihrer Wahl einen über­parteilichen Kurs an. „Als 1. stel­lvertre­tende Stadt­präsi­dentin wäre ich der gesamten Stadtvertre­tung verpflichtet“, erk­lärte sie. Sie wolle Sitzun­gen sach­lich und fair begleit­en und allen Mit­gliedern mit dem gle­ichen Respekt begeg­nen.

„Ich bin keine Poli­tik­erin, die sich gerne in den Vorder­grund stellt. Mir ist es wichtiger, unter­schiedliche Per­spek­tiv­en zusam­men­zubrin­gen und gemein­sam nach guten Lösun­gen zu suchen“, so Pohlner weit­er.

AfD nominiert Volker Kähler

Auch die AfD-Frak­tion hat einen eige­nen Kan­di­dat­en aufgestellt. Sie nominierte Volk­er Käh­ler nach eige­nen Angaben auf ihrer jüng­sten Frak­tion­ssitzung ein­stim­mig.

 


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Frak­tionsvor­sitzende Petra Fed­er­au hebt ins­beson­dere Käh­lers Arbeit in ver­schiede­nen Gremien her­vor. Er suche sachori­en­tiert nach Lösun­gen und sei offen für andere Mei­n­un­gen. Durch seinen Umgang mit Vertretern aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Gesellschaft gelinge es ihm, „Brück­en zu bauen“, so Fed­er­au. Diese Fähigkeit sei für ein Amt wichtig, in dem zwis­chen unter­schiedlichen Posi­tio­nen ver­mit­telt wer­den müsse.

CDU schickt Heike Corinth ins Rennen

Mit Heike Corinth hat nun auch die CDU eine eigene Kan­di­datin benan­nt. Der Wahlvorschlag der Frak­tion datiert vom 2. Sep­tem­ber und ist an Stadt­präsi­dentin Mandy Pfeifer gerichtet.

„Die Mit­glieder der CDU-Frak­tion schla­gen Frau Heike Corinth zur Wahl der ersten Stel­lvertreterin der Stadt­präsi­den­ten vor“, heißt es in dem von Frak­tionsvor­sitzen­dem Gert Rudolf unterze­ich­neten Schreiben.

Damit ist der Aus­gang der Wahl offen. Entschei­dend wird sein, wer Unter­stützung über die eigene Frak­tion hin­aus erhält. Ob bis zur Sitzung am 14. Sep­tem­ber noch weit­ere Bewer­ber hinzukom­men, ist eben­falls nicht bekan­nt.