Sa, 18. April 2026
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Von der Provinz in die Welt:
Schweriner Galerist Stephan Schrör stellt in Südkorea aus

Die FreshEggsGallery aus Schwerin ist auf Kunstmesse in Seoul vertreten. Galerist Stephan Schrör zeigt dort unter anderem Werke von Marta Olejko und Vera Kochubey und knüpft neue internationale Kontakte.

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  • Veröffentlicht März 12, 2026
Der Schw­er­iner Galerist Stephan Schrör stellte in Soul aus. Foto: pri­vat

Schw­erin gilt nicht ger­ade als Nabel der inter­na­tionalen Kunst­welt. Die Lan­deshaupt­stadt Meck­len­burg-Vor­pom­merns ist über­schaubar, die Szene klein, die Wege kurz. Doch genau von hier aus schlägt der Galerist Stephan Schrör immer wieder Brück­en in die große Kunst­welt. Sein jüng­ster Ein­sat­zort: Seoul in Süd­ko­rea.

Dort hat Schrör mit sein­er FreshEg­gs­Gallery ger­ade erfol­gre­ich an ein­er inter­na­tionalen Kun­stmesse teilgenom­men. Für den Schw­er­iner Galeris­ten sind solche Auftritte inzwis­chen Teil sein­er Arbeit – auch wenn sie jedes Mal mit erhe­blichem organ­isatorischen und finanziellen Aufwand ver­bun­den sind. „Es ist jedes Mal span­nend“, berichtet er.

Die Galerie war in den ver­gan­genen Jahren bere­its auf Kun­stmessen in Mia­mi, New York und Athen vertreten. Nun also Seoul. Für Schrör ist das auch eine Gele­gen­heit, Kun­st mit Bezug zu Schw­erin über die regionalen Gren­zen hin­aus sicht­bar zu machen.

Von Schwerin hinaus in die Welt der Kunst

Bei der Messe in der süd­ko­re­anis­chen Haupt­stadt präsen­tierte die FreshEg­gs­Gallery unter anderem erst­mals Werke der Schw­er­iner Kün­st­lerin Mar­ta Ole­jko. Ergänzt wurde die Ausstel­lung durch groß­for­matige Lein­wände von Vera Kochubey. Damit zeigte Schrör bewusst unter­schiedliche Posi­tio­nen aus seinem Galeriepro­gramm.

Foto: pri­vat

Ger­ade für eine Galerie aus ein­er ver­gle­ich­sweise kleinen Stadt seien inter­na­tionale Kun­stmessen beson­ders wichtig, sagt Schrör. „Dort entste­hen Kon­tak­te zu Samm­lern und Kün­stlern, die oft über Jahre beste­hen bleiben.“ Auch in Seoul habe es zahlre­iche Gespräche gegeben.

Mehrere kore­anis­che Kün­stler hät­ten Inter­esse bekun­det, die Galerie in Schw­erin zu besuchen und dort möglicher­weise eigene Werke zu zeigen. Solche Begeg­nun­gen entste­hen häu­fig spon­tan am Mess­e­s­tand – und entwick­eln sich später zu Koop­er­a­tio­nen oder Ausstel­lun­gen.

Kontakte, die über Kontinente reichen

Dass solche Begeg­nun­gen aus­gerech­net von Schw­erin aus­ge­hen, hat für Schrör auch einen beson­deren Reiz. Die Stadt ist weit ent­fer­nt von den großen inter­na­tionalen Kun­st­metropolen. Gle­ichzeit­ig zeigt seine Arbeit, dass kul­turelle Net­zw­erke längst nicht mehr nur in Berlin, Lon­don oder New York entste­hen müssen.

Foto: pri­vat

In Schw­erin selb­st ist Schrör vor allem als Galerist und als Eigen­tümer der Hyparschale bekan­nt. In dem markan­ten Bauw­erk hat er in den ver­gan­genen Jahren zahlre­iche Ausstel­lun­gen und offene Kun­st­for­mate organ­isiert – darunter die „Jedermensch“-Ausstellung, das vor­wei­h­nachtliche For­mat „Artvent“ sowie Präsen­ta­tio­nen mit Lith­o­gra­phien.

Die Reise nach Süd­ko­rea ist für den Galeris­ten noch nicht been­det. Für Fre­itag und Sam­stag plant Schrör den Besuch ein­er weit­eren Kun­stmesse im rund vier Busstun­den ent­fer­n­ten Busan. Dort möchte er die frisch geknüpften Kon­tak­te weit­er ver­tiefen.

Von Seoul nach Busan

Dass ein Galerist aus Schw­erin heute Kun­st in Seoul präsen­tiert, zeigt für ihn vor allem eines: Auch aus ein­er ver­meintlichen Prov­inz her­aus lassen sich inter­na­tionale Verbindun­gen knüpfen.

Und offen­bar wird die Reise weit­erge­hen. Für den Som­mer kündigte Schrör bere­its ein neues Pro­jekt in Schw­erin an. Details dazu wollte er noch nicht ver­rat­en – nur so viel: Es werde ein „Riesenkracher“.


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