Sa, 18. April 2026
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Bundespolitik zu Gast beim Sanitätshaus STOLLE:
STOLLE-Chef Möller: „Versorgung muss schneller werden“

Lange Wartezeiten, viel Bürokratie: Beim Besuch von Staatssekretär Tino Sorge macht STOLLE-Chef Detlef Möller deutlich, was sich im Hilfsmittel-System ändern muss, damit Patienten schneller versorgt werden.

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  • Veröffentlicht April 4, 2026
STOLLE-Geschäftsführer Detlef Möller (l.) begrüßt den Parlamentarischen Staatssekretär Tino Sorge (r.) gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers (M.)im Zentrum für Bewegungsanalyse des Sanitätshauses
STOLLE-Geschäfts­führer Detlef Möller (l.) begrüßt den Par­la­men­tarischen Staatssekretär Tino Sorge (r.) gemein­sam mit dem Land­tagsab­ge­ord­neten Sebas­t­ian Ehlers (M.)im Zen­trum für Bewe­gungs­analyse des San­ität­shaus­es, Foto: max­press

Hoher Besuch beim STOLLE San­ität­shaus: Gemein­sam mit dem Land­tagsab­ge­ord­neten Sebas­t­ian Ehlers (CDU) hat der Par­la­men­tarische Staatssekretär Tino Sorge am Don­ner­stag den Stan­dort in Schw­erin besichtigt. Im Mit­telpunkt stand dabei vor allem eines: der direk­te Aus­tausch zwis­chen Prax­is und Poli­tik.

Für Geschäfts­führer Detlef Möller war der Ter­min mehr als ein Höflichkeits­be­such. „Für uns ist das eine ganz große Chance“, betonte er. Die Gele­gen­heit, konkrete Anliegen direkt an die Bun­de­spoli­tik zu adressieren, sei beson­ders wertvoll – ger­ade weil Sorge mit den Her­aus­forderun­gen der Branche ver­traut ist.

Praxisnahe Vorschläge statt abstrakter Forderungen

Im Gespräch wurde schnell deut­lich, dass es nicht bei all­ge­meinen Forderun­gen bleiben sollte. STOLLE brachte konkrete Lösungsvorschläge ein – bis hin zu aus­for­mulierten Ansätzen für mögliche Geset­zesän­derun­gen. Ziel ist es, die Ver­sorgung von Pati­entin­nen und Patien­ten spür­bar zu verbessern.

Ein zen­trales The­ma war dabei die soge­nan­nte Genehmi­gungs­frei­heit für Hil­f­s­mit­tel. Aktuell wer­den zwar rund 97 Prozent der Anträge bewil­ligt, doch der Weg dor­thin ist oft lang­wierig und bürokratisch. Unter­schiedliche Bear­beitungszeit­en bei den Krankenkassen verzögern die Ver­sorgung zusät­zlich.

 

STOLLE-Geschäftsführer Detlef Möller (l.) begrüßt den Parlamentarischen Staatssekretär Tino Sorge (r.) gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers (M.)im Zentrum für Bewegungsanalyse des Sanitätshauses
Im Zen­trum für Bewe­gungs­analyse von STOLLE,. Foto: max­press

Weniger Bürokratie, schnellere Versorgung

Die Idee: Für Hil­f­s­mit­tel bis zu einem Wert von 1.000 Euro kön­nte auf eine vorherige Genehmi­gung verzichtet wer­den. Das würde Prozesse deut­lich beschle­u­ni­gen – und hätte unmit­tel­bare Vorteile für die Betrof­fe­nen. Maßge­fer­tigte Pro­duk­te wie Kom­pres­sion­sstrümpfe kön­nten ohne Wartezeit aus­gegeben wer­den.

Zugle­ich plädiert das Unternehmen für einen ein­heitlichen Rah­men­ver­trag mit allen Krankenkassen. Dieser kön­nte den Ver­wal­tungsaufwand reduzieren und Abläufe vere­in­fachen.

Zum Abschluss zeigte sich Geschäfts­führer Möller zufrieden: „Ich freue mich, dass wir als Unternehmen die Möglichkeit hat­ten, Ideen einzubrin­gen, die das Leben viel­er Men­schen leichter machen kön­nen.“

Auch Staatssekretär Sorge unter­strich die Bedeu­tung des Ter­mins: Hin­weise aus der Prax­is seien unverzicht­bar, um die Gesund­heitsver­sorgung mod­ern­er und effizien­ter zu gestal­ten. Der Aus­tausch in Schw­erin habe deut­lich gemacht, wo konkrete Verbesserun­gen möglich sind.