Bundespolitik zu Gast beim Sanitätshaus STOLLE:
STOLLE-Chef Möller: „Versorgung muss schneller werden“
Lange Wartezeiten, viel Bürokratie: Beim Besuch von Staatssekretär Tino Sorge macht STOLLE-Chef Detlef Möller deutlich, was sich im Hilfsmittel-System ändern muss, damit Patienten schneller versorgt werden.

Hoher Besuch beim STOLLE Sanitätshaus: Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Ehlers (CDU) hat der Parlamentarische Staatssekretär Tino Sorge am Donnerstag den Standort in Schwerin besichtigt. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem eines: der direkte Austausch zwischen Praxis und Politik.
Für Geschäftsführer Detlef Möller war der Termin mehr als ein Höflichkeitsbesuch. „Für uns ist das eine ganz große Chance“, betonte er. Die Gelegenheit, konkrete Anliegen direkt an die Bundespolitik zu adressieren, sei besonders wertvoll – gerade weil Sorge mit den Herausforderungen der Branche vertraut ist.
Praxisnahe Vorschläge statt abstrakter Forderungen
Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass es nicht bei allgemeinen Forderungen bleiben sollte. STOLLE brachte konkrete Lösungsvorschläge ein – bis hin zu ausformulierten Ansätzen für mögliche Gesetzesänderungen. Ziel ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten spürbar zu verbessern.
Ein zentrales Thema war dabei die sogenannte Genehmigungsfreiheit für Hilfsmittel. Aktuell werden zwar rund 97 Prozent der Anträge bewilligt, doch der Weg dorthin ist oft langwierig und bürokratisch. Unterschiedliche Bearbeitungszeiten bei den Krankenkassen verzögern die Versorgung zusätzlich.

Weniger Bürokratie, schnellere Versorgung
Die Idee: Für Hilfsmittel bis zu einem Wert von 1.000 Euro könnte auf eine vorherige Genehmigung verzichtet werden. Das würde Prozesse deutlich beschleunigen – und hätte unmittelbare Vorteile für die Betroffenen. Maßgefertigte Produkte wie Kompressionsstrümpfe könnten ohne Wartezeit ausgegeben werden.
Zugleich plädiert das Unternehmen für einen einheitlichen Rahmenvertrag mit allen Krankenkassen. Dieser könnte den Verwaltungsaufwand reduzieren und Abläufe vereinfachen.
Zum Abschluss zeigte sich Geschäftsführer Möller zufrieden: „Ich freue mich, dass wir als Unternehmen die Möglichkeit hatten, Ideen einzubringen, die das Leben vieler Menschen leichter machen können.“
Auch Staatssekretär Sorge unterstrich die Bedeutung des Termins: Hinweise aus der Praxis seien unverzichtbar, um die Gesundheitsversorgung moderner und effizienter zu gestalten. Der Austausch in Schwerin habe deutlich gemacht, wo konkrete Verbesserungen möglich sind.



