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Bahn rügt Flottenwechsel im Sanierungskorridor:
Streit um Ersatzbusse zwischen Hamburg und Berlin

Im Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin tauscht Ecovista seine Busflotte aus. Die Deutsche Bahn kritisiert Verstöße gegen vereinbarte Qualitätsstandards.

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  • Veröffentlicht März 2, 2026
Stre­it zwis­chen Eco­v­ista und Deutsch­er Bahn. Schienen­er­satzverkehr vor dem Schw­er­iner Haupt­bahn­hof. Foto: Dario Rochow

 

Im Schienen­er­satzverkehr zwis­chen Ham­burg und Berlin kommt es zu einem Wech­sel der Bus­flotte. Das Unternehmen Eco­v­ista, das im Zuge der Streck­en­sanierung rund 200 Busse mit etwa 500 Fahrern ein­set­zt, will die Fahrzeuge ab Son­ntag aus­tauschen. Hin­ter­grund sei eine Änderung beim Fahrzeu­gleas­ing, teilte die Fir­ma mit.

Die Deutsche Bahn reagierte verärg­ert. Nach Angaben der Bah­n­tochter DB Infra­GO entsprächen die neuen Fahrzeuge nicht den ver­traglich vere­in­barten Qual­itäts­stan­dards. Diese betr­e­f­fen unter anderem das ein­heitliche Design im Farbton Verkehrspur­pur, die Ausstat­tung der Busse sowie Sys­teme zur Reisenden-Infor­ma­tion.

DB-Infra­GO-Vor­stand Gerd-Diet­rich Bolte erk­lärte, man habe Eco­v­ista aufge­fordert, unverzüglich zum ver­traglich vere­in­barten Zus­tand zurück­zukehren. Rechtliche Schritte wür­den geprüft.

Eco­v­ista betonte hinge­gen, alle Lin­ien wür­den weit­er­hin plan­mäßig bedi­ent. Durch den Fahrzeug­tausch könne es vorüberge­hend zu Abwe­ichun­gen bei Ausstat­tung und Echtzeit-Datenüber­tra­gung kom­men. Der Betrieb laufe jedoch sta­bil weit­er.

Der Ersatzverkehr ist wegen der Gen­er­al­sanierung des Bahnko­r­ri­dors Hamburg–Berlin ein­gerichtet wor­den. Täglich wer­den nach Unternehmen­sangaben rund 30.000 Fahrgäste befördert. Die Bauar­beit­en dauern länger als ursprünglich geplant. Als Grund nen­nt die Bahn unter anderem den frosti­gen Win­ter. Ein neuer Zeit­plan für die Wieder­auf­nahme des reg­ulären Zugverkehrs soll am 13. März vorgestellt wer­den.