So, 6. September 2026
Close

Streit um Radwegbrücke: Falsche Aussagen im Werksausschuss?

  Die geplanten Baum­fäl­lun­gen von 21 Bäu­men im Zusam­men­hang mit dem Bau der Rad­weg­brücke zwis­chen Dwang und Krös­nitz ‚haben zu einem Stre­it zwis­chen den SDS-Stadtwirtschaftlichen Dien­stleis­tun­gen und der Frak­tion Bünd­nis

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Februar 3, 2018
Diese Visu­al­isierung zeigt den Ver­lauf der 92 Meter lan­gen Brücke über den Ostor­fer See. Foto: SDS

 

Die geplanten Baum­fäl­lun­gen von 21 Bäu­men im Zusam­men­hang mit dem Bau der Rad­weg­brücke zwis­chen Dwang und Krös­nitz ‚haben zu einem Stre­it zwis­chen den SDS-Stadtwirtschaftlichen Dien­stleis­tun­gen und der Frak­tion Bünd­nis 90/Die Grü­nen in der Stadtvertre­tung geführt. „Wir kön­nen hier nur von ein­er bewussten Täuschung aus­ge­hen.“, hat­te Frak­tionsvor­sitzende Cor­nelia Nagel vor eini­gen Tagen in Rich­tung des kom­mu­nalen Betriebes gesagt. Hin­ter­grund ist eine Aus­sage des Unternehmens im Werk­sauss­chuss, dass für den Bau des Rad­weges keine Bäume gefällt wer­den müssen. Nach­dem nun doch Baum­fäl­lun­gen in diesem Bere­ich stat­tfind­en sollen, sind die Grü­nen verärg­ert und fühlen sich hin­ter­gan­gen.

 

Aussagen bezogen sich nicht auf die Brücke

 

SDS-Werklei­t­erin Ilka Wilczek kann die Aufre­gung nicht ver­ste­hen. „Uns hier Wort­bruch vorzuw­er­fen ist falsch, weil wird dazu gar keine Aus­sage getrof­fen haben: Unsere Aus­sage bezog sich ganz klar auf diesen sehr umkämpften Teil­ab­schnitt am südlichen Ufer des Dwang und nicht auf die Brücke.“

Cor­nelia Nagel kann diese Argu­men­tion hinge­gen über­haupt nicht nachvol­lziehen. „Gehört die Brücke denn nicht zum Rad­fer­n­weg Ham­burg – Rügen, Teil­stück Dwang/Krösnitz? Wenn über den, nicht ohne Grund umstrit­te­nen, Rad­weg berat­en wurde, umfasste es natür­lich auch den Bau der Brücke.”, so die grüne Kom­mu­nalpoli­tik­erin. Außer­dem umfasse die Fäll­genehmi­gung auch Bäume auf dem Dwang. Daher hält die grüne Frak­tion­schefin auch weit­er­hin daran fest, dass die SDS-Städtis­che Dien­stleis­tun­gen im Werk­sauss­chuss auf konkrete Nach­frage eine falsche Aus­sage getrof­fen habe. 

 

Im Ausschuss aneinander vorbeigeredet

 

Ein Blick in das Pro­tokoll der besagten Sitzung vom 21.06. 2017 wirft Fra­gen auf. Damals hat­te Cor­nelia Nagel in der Sitzung einge­fordert, dass es im Rah­men des Rad­wege­baus zu keinen Baum­fäl­lun­gen kom­men dürfe. Die SDS-Vertreterin Frau Bach­mann sagte damals nach Aus­sagen aus dem Pro­tokoll, dass man eine Orts­bege­hung gemacht habe und kein Baum gefällt wer­den müsse. Hat man damals  so aneinan­der vor­beigere­det?

So richtig vorstellen kann man sich das nicht. Den Rad­weg vom Brück­en­bau los­gelöst zu betra­cht­en, erscheint auf den ersten Blick frag­würdig. 

Allerd­ings war die grund­sät­zliche Entschei­dung zum Bau der Brücke zu diesem Zeit­punkt schon lange getrof­fen. Disku­tiert wur­den damals die unter­schiedlichen Vari­anten zum Bau. Vorstell­bar, dass es damals aus Sicht des Kom­mu­nal­be­triebes nur um die Streck­en­ab­schnitte ging, die sich in der Konzep­tion unter­schieden.