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Kostenlose Angebote schon ab Klasse 4:
Suchtprävention an Schweriner Schulen

Suchtprävention soll in Schwerin kein punktuelles Projekt mehr sein, sondern ein verlässlicher Begleiter durch die Schuljahre.

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  • Veröffentlicht Februar 6, 2026
Seit einem Jahr setzt der Fachdienst Gesundheit gemeinsam mit Polizei und Jugendhilfeträgern ein abgestimmtes Präventionskonzept an Schweriner Schulen um, das altersgerecht von der 4. bis zur 8. Klasse vermittelt wird.
Seit einem Jahr set­zt der Fach­di­enst Gesund­heit gemein­sam mit Polizei und Jugend­hil­feträgern ein abges­timmtes Präven­tion­skonzept an Schw­er­iner Schulen um, das alters­gerecht von der 4. bis zur 8. Klasse ver­mit­telt wird, Foto: TV:Schwerin/Charlotte Win­kler

Suchterzeu­gende Online-Spiele, riskante Medi­en­nutzung sowie legale und ille­gale Dro­gen: Kinder und Jugendliche kom­men heute früh mit vielfälti­gen Risiken in Kon­takt. In Schw­erin set­zt die Stadt nun bewusst früher an – und startet Sucht­präven­tion bere­its ab der 4. Klasse.

Seit einem Jahr bün­delt der Fach­di­enst Gesund­heit bewährte Präven­tion­spro­gramme zu einem abges­timmten Gesamtkonzept für die Schw­er­iner Schulen. Gemein­sam mit Polizei und Jugend­hil­feträgern wer­den die Inhalte alters­gerecht auf­bere­it­et und sys­tem­a­tisch von der 4. bis zur 8. Klasse ver­mit­telt. „So kön­nen wir nach und nach alle rel­e­van­ten Sucht­bere­iche behan­deln“, erk­lärt Klaas Win­ter, Leit­er des Sozialpsy­chi­a­trischen Dien­stes.

Früher ansetzen, Kompetenzen stärken

Im Fokus ste­hen Medi­en­nutzung, Alko­hol und Cannabis. Ergänzt wird das Pro­gramm durch grundle­gende Aufk­lärung zu Sucht­mech­a­nis­men, rechtlichen Aspek­ten und Risikover­hal­ten. Neben Wis­sen fördern die Mod­ule soziale Kom­pe­ten­zen, Selb­stre­flex­ion und Entschei­dungs­fähigkeit. Das kosten­lose Ange­bot ste­ht allen Schulen offen; Ter­mine kön­nen über den Fach­di­enst Gesund­heit vere­in­bart wer­den.

Das Konzept ist bere­its an mehreren Schulen vorgestellt wor­den und stößt dort auf großes Inter­esse. Lehrkräfte begrüßen ins­beson­dere die klare Struk­tur und die kon­tinuier­liche Begleitung über mehrere Jahrgänge hin­weg.

Dauerhafte Verankerung im Schulalltag

„Mit der geschaf­fe­nen Struk­tur set­zt Schw­erin ein klares Zeichen: Sucht­präven­tion ist eine gesamt­ge­sellschaftliche Auf­gabe“, betont Bernd Not­te­baum. Ziel sei es, Präven­tion fest im schulis­chen All­t­ag zu ver­ankern und Kindern sowie Jugendlichen ver­lässliche Ori­en­tierung zu bieten.

Finanziell unter­stützt wird das Pro­jekt durch zusät­zliche Bun­desmit­tel zur Stärkung des Öffentlichen Gesund­heits­di­en­stes nach der Coro­na-Pan­demie. Die Förderung läuft noch bis Ende Dezem­ber 2026.