Mehr Lohn gefordert:
Telekom-Beschäftigte aus Norddeutschland streiken in Schwerin für mehr Geld
Rund 550 Beschäftigte der Telekom haben in Schwerin für höhere Löhne demonstriert. Mit einem Warnstreik vor der nächsten Tarifrunde erhöht Verdi den Druck auf die Arbeitgeber.

Foto: Stefan Rochow
Rund 550 Beschäftigte der Deutschen Telekom haben sich am Mittwoch an einem Warnstreik in Schwerin beteiligt. Zu der zentralen Kundgebung hatte die Gewerkschaft Verdi Nord Beschäftigte aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein aufgerufen. Mit der Aktion soll der Druck vor der nächsten Tarifrunde erhöht werden.

Die Demonstrierenden zogen am Vormittag vom Jägerweg über die Graf-Schack-Allee und die Geschwister-Scholl-Straße durch die Schweriner Innenstadt. Anschließend fand auf dem Bertha-Klingberg-Platz eine Kundgebung statt. Für die Anreise waren zahlreiche Busse im Einsatz. In der Landeshauptstadt kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.
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Auf Transparenten standen Slogans wie „Mehr Gehalt und das bald“ oder „T steht für traurig“. Verdi wirft der Arbeitgeberseite vor, bislang kein ausreichendes Angebot vorgelegt zu haben. Nach Angaben der Gewerkschaft liegt nach drei Verhandlungsrunden lediglich ein sogenanntes Strukturangebot vor. Die dritte Tarifrunde war in der vergangenen Woche ohne Ergebnis beendet worden.

Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro. Die Ausbildungsvergütungen und Entgelte dual Studierender sollen monatlich um 120 Euro steigen. Für Nachwuchskräfte wird zudem ein zusätzlicher Mitgliederbonus von 240 Euro pro Jahr gefordert.
Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen auch mit den Gewinnen des Konzerns. Beschäftigte müssten stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung beteiligt werden, hieß es bei der Kundgebung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai angesetzt. Weitere Warnstreiks wurden bereits angekündigt.




