Musik auf dem Markt:
TRiPOD rockt alles von Pop bis Schlager
TRiPOD sorgte gestern auf dem Marktplatz wieder für eine ausgelassene Stimmung. Was als Idee in Basel begann, begeistert heute auf Hochzeiten, Stadtfesten und Festivalbühnen.

TRiPOD braucht nicht viel, um für beste Stimmung zu sorgen – nur ihre Instrumente, ihre Stimmen und ein Publikum, das sich mitreißen lässt. Die drei Musiker Henning Walter (Gitarre, Gesang), Christoph Rosenplänter (Schlagzeug, Gesang) und Stefan Ehrhardt (Bass, Gesang) bringen eine komplette Musikpalette auf die Bühne und sorgten gestern auf dem Marktplatz erneut dafür, dass hunderte Menschen tanzten und mitsangen.
Der Beginn von TRiPOD
Gegründet wurde die Band vor 14 Jahren. Stefan Erhardt, der in Crivitz aufgewachsen ist, arbeitete damals als Tontechniker bei der Rammstein-Tribute-Band Feuerengel. Genauso wie Schlagzeuger Christoph Rosenplänter. Als sich die beiden Künstler für ein Konzert ein Hotelzimmer in Basel teilten, entstand die Idee, eine kleine Band aus drei Musikern zu gründen – perfekt für Bars auf der Reeperbahn, Hochzeiten oder große Events. Henning Walter, ein ehemaliger Studienfreund von Stefan Erhardt, war schnell mit im Boot. In dieser Besetzung spielt und interpretiert die Band nun allerlei Songs von Rock´n Roll bis Punk und Rock.

So vielseitig wie ein iPod
„Wir haben auf einer Geburtstagsparty im Zeppelin gespielt und dafür wurden Plakate angefertigt. Wir wurden gefragt, wie unser Bandname lautet. Ich hatte nicht viel Zeit nachzudenken und schlug meinen Bandkollegen den Namen TRiPOD vor. Alle waren damit einverstanden und glücklich”, so Stefan Erhadt. Der Name leitet sich von dem MP3-Gerät iPod ab und soll darstellen, dass die Band ein genauso großes Repertoire an Songs hat, wie ein iPod.
Die drei kennen sich mit Musik aus – jeder hatte vor TRiPOD bereits in anderen Bands gespielt. So stieg Stefan Erhardt schon mit 16 Jahren in Schülerbands ein, Henning Walter und Christoph Rosenplänter brachten Erfahrungen aus der Hamburger Musikszene mit. An die ersten Auftritte konnte sich Stefan Erhardt noch gut erinnern. „Wir haben anfangs kaum geprobt und viel improvisiert. Es gab ein kleines Repertoire und einen Grundstock an Songs, die wir spielen konnten. Dazu zählte zum Beispiel das Lied Wonderwall. Es gab bei den ersten Auftritten kein Konzept, sondern nur eine Grundidee. So konnten wir losgelöster spielen und hatten auch den Mut zu sagen, dass Fehler egal sind”, sagt der Sänger.
Von Geburtstagspartys über Firmenfeiern
TRiPOD spielt heute regelmäßig auf Stadtfesten, Firmenfeiern, Geburtstagen und Festivals. In Hamburg waren sie über einige Jahre monatlich in Hotelbars zu erleben, traten bei Mottopartys und Konzertreihen auf – darunter ein Projekt, bei dem über zehn Wochen hinweg kein Song doppelt gespielt werden durfte. Inzwischen kann die Band live aus hunderten Songs wählen. Christoph Rosenplänter spielt neben Schlagzeug nun auch Keyboard und elektronische Elemente sorgen für frische Klänge im Programm.
„Uns ist wichtig, dass wir die Musik fühlen und uns auf das Publikum einstellen. Wir wollen nicht abstumpfen – dafür sorgt auch unser großes Repertoire“, sagt Stefan Ehrhardt. Mal ist es Ballermann-Party, mal 70er-Jahre-Nostalgie oder eine Hochzeit – so ist jeder Auftritt anders und jede Bühne eine neue Herausforderung.
Besondere Erinnerungen
Zu den schönsten Erinnerungen zählen Firmenfeiern mit Domfeuerwerk in Hamburg, ein Auftritt auf einem LKW im Heimatort Crivitz oder der Auftritt zum Tag der Deutschen Einheit, bei dem das Publikum die Beleuchtung übernahm. Auch die Schweriner Bühne auf dem Markplatz kennen die drei inzwischen gut: Bereits zum vierten Mal haben sie beim Musikklub-Projekt gespielt. „Es ist jedes Mal etwas Besonderes. Hier dürfen wir noch mehr Künstler sein – und das Publikum ist großartig“, sagt Ehrhardt. „Es ist ein absoluter Traum und wir sind sehr dankbar, das als Beruf machen zu dürfen“, sagt er weiter.
Am 17. August spielt TRiPOD erneut in Schwerin. Diesmal im Schleswig-Holstein-Haus. Dann folgt der zweite Teil des gestrigen Abends.




