Typen mit Pfiff gesucht

Eigentlich ist es doch ein geheimer Traum vieler: Auf dem Fußballplatz stehen und als Schiri zeigen, wo es lang geht. Dieser Traum kann jetzt Wirklichkeit werden.

Ob in Schwerin oder anderswo – ohne Schiri rollt kein Ball. | Foto: Symbolbild

Spätestens wenn eine Europameisterschaft oder gar eine Weltmeisterschaft im Fußball ansteht, gibt es auch in Schwerin kein anderes Thema. Zumindest in der Vorrunde… Dann ist gefühlt jeder zweite Deutsche Bundestrainer und würde alles anders und besser machen als Hansi Flick. Die andere Hälfte teilt sich in Fußballverweigerer und Schiedsrichter. Denn wer nicht gerade gedanklich Trainer ist, zeigt bei Bier und Bratwurst gern höchste Kompetenz in Fragen Foul, Freistoß oder Elfmeter. Während der Weg bis zum Bundestrainer schon eher extrem schwer und steinig ist, können alle Interessierten gern Schiedsrichter werden.

 

Nicht jede Entscheidung der Schiedsrichter ist unumstritten – das ist auch in Schwerin so. | Foto: Symbolbild

Ohne Schiri gäb‘ es kein Spiel

Denn es sind ja nicht nur die Spielerinnen und Spieler, die sich Woche für Woche zu den Spielen der verschiedensten Klassen auf den Rasen begeben. Bei jedem Spiel sind ja auch die beliebten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter anzutreffen. Ohne sie könnten die unzähligen Spiele gar nicht stattfinden. Daher ist eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit in diesem Bereich ganz wichtig. Folgerichtig sucht der Kreisfußballverband Westmecklenburg e.V. derzeit selbstbewusste und engagierte Personen für den nächsten Lehrgang. Beginn – und damit Start zur Schiedsrichterkarriere – ist der 12. März 2022. Natürlich sind dabei auch Bewerberinnen und Bewerber aus Schwerin herzlich willkommen.

 

Chance nutzen – Schiedsrichter werden

Die sechs Wochen dauernde Ausbildung findet als Online-Lehrgang statt. Über ein Portal stehen den Lernenden Lehrmaterial und Videos zu den Regeln zur Verfügung, die es teilweise auch in Eigenregie durchzuarbeiten gilt. Zudem sind auch Präsensveranstaltungen Teil der zeitlich durchaus überschaubaren Ausbildung. In diesen erfolgt unter anderem die Darstellung der Abläufe des Lehrgangs an sich sowie die Grundlagenvermittlung des Schiedrichterwesens. Zudem können natürlich auch Fragen und Probleme, die im Selbststudium oder der Nachbereitung aufkommen, besprochen werden. Und selbstverständlich erfolgt eine intensive Prüfungsvorbereitung. Denn „am Ende müssen die Absolventen einen Theorie- und ein Sporttest absolvieren, ehe sie als ausgebildete Schiedsrichterinnen oder Schiedsrichter gelten und ihre ersten Spiele leiten“, weiß Lehrwart Michael Bernowitz. Läuft alles glatt, geht es dann schon recht fix aus den hoffentlich grünen Rasen. Denn nach bestandener Prüfung steht schon die Leitung der ersten Spiele an. Neben einer Aufwandsentschädigung winkt die Möglichkeit des kostenlosen Besuchs aller offiziellen Spiele des DFB.

 

Natürlich kommen längst auch Frauen auf den Plätzen zum Einsatz. | Foto: Symbolbild

Viel Praxis kann den Weg in höhere Klassen ebnen

Oberste Priorität aber hat die Entwicklung und Förderung der jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Daher begleiten sie erfahrene Mentoren zu ihren ersten Einsätzen. Diese stehen ihnen auf dem Platz – ob in Rehna, Rostock, Neubrandenburg oder Schwerin – mit Rat und Tat zur Seite. Begleitet wird die dann praktische Zeit natürlich auch weiterhin durch Lehrgänge und gemeinsame Trainingseinheiten. Im Idealfall empfehlen sich die „Neulinge“ dann schon bald auch für höherklassige Einsätze.

 

Aufnahme in Förderkader möglich

In Abhängigkeit von den gezeigten Leistungen und dem Engagement ist darüber hinaus auch eine gezielte Förderung im Rahmen des Förderkaders möglich. Dabei genießt der Förderkader seit Jahren einen guten Ruf im Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV MV) und weit über diese Grenzen hinaus. „Mit Hannes Ventzke (Herren-Oberliga) und Pauline Meincke (Frauen-Regionalliga) agieren bereits heute zwei ehemalige Talente im überregionalen Bereich. Weitere ehemalige Talente verfügen über die Anlagen, diesen Weg ebenfalls zu bestreiten“, berichtet der Leiter des Förderkaders, Michael Holste, selbst ehemaliger Verbandsligareferee. „Es gab kaum einen besseren Moment, um als Schiedsrichterin oder Schiedsrichter durchzustarten“, resümiert Michael Bernowitz. Doch auch unabhängig von dem Leistungsgedanken lohnt es allemal, sich der „schwarzen Gilde“ anzuschließen. So winken neben einer Aufwandsentschädigung und freiem Eintritt bei allen Spielen des Deutschen Fußballbundes auch die eigene Persönlichkeitsentwicklung und wertgeschätzter Teil eines über 100-köpfigen Teams zu werden.

 

Jetzt bewerben

Wer Interesse hat, nicht nur vor dem Fernseher die Entscheidungen der Schiedsrichter zu kommentieren, sondern selbst in deren Rolle zu schlüpfen, sollte diese Chance nutzen. Bei Interesse oder Fragen einfach eine Mail an den verantwortlichen Lehrwart des Kreisfußballverband Westmecklenburg e.V., Michael Bornowitz, senden.

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