Land trennt sich vom Generalplaner:
Umbau der „Alten Post” kommt langsamer voran als geplant
Verzögerung bei der Sanierung der Alten Post in Schwerin: Ein Planerwechsel wirft den Zeitplan durcheinander. Wann das Millionenprojekt fertig wird, ist offen.

Die Sanierung der „Alten Post“ in der Schweriner Mecklenburgstraße verzögert sich. Nach Informationen des NDR kommt es im laufenden Projekt zu einem Wechsel in der Planung. Das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt bestätigte, dass man sich derzeit vom bisherigen Generalplaner trennt. Gründe wurden nicht genannt.
Sanierung sollte Ende 2025 abgeschlossen sein
Künftig sollen ein Objektplaner sowie weitere Fachplaner die Arbeiten übernehmen und das Vorhaben fortführen. Zwar würden die Bauarbeiten auf Grundlage der bestehenden Planungen weiterlaufen, ein konkreter Fertigstellungstermin lasse sich aktuell jedoch nicht seriös benennen, teilte die Behörde mit.
Damit gerät der ursprüngliche Zeitplan weiter ins Wanken. Die Sanierung des historischen Gebäudekomplexes aus dem 19. Jahrhundert sollte ursprünglich Ende 2025 abgeschlossen sein. Die Kosten waren mit rund 49 bis 50 Millionen Euro veranschlagt. In dem Gebäude sind künftig Arbeitsplätze für rund 230 Beschäftigte der Landesverwaltung vorgesehen.
Bereits der Projektstart war von Verzögerungen begleitet. Die Bauarbeiten begannen erst im Herbst 2023, nachdem sich unter anderem die Genehmigung der Finanzierung hingezogen hatte. Ursprünglich sollte damals schon im Frühjahr mit der Sanierung begonnen werden. Ziel war es, das denkmalgeschützte Gebäude zu einem modernen Verwaltungsstandort mit zeitgemäßen Arbeitsformen umzubauen.
Prägender Bau im Stadtzentrum
Der Gebäudekomplex der Alten Post gehört zu den prägenden Bauwerken im Schweriner Stadtzentrum nahe dem Pfaffenteich. Errichtet wurde er zwischen 1892 und 1897. Nach Jahren des Leerstands hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern die Immobilie 2019 erworben, um sie für Behördenzwecke zu entwickeln.
Geplant sind neben modernen Büroflächen auch umfangreiche technische Anpassungen wie etwa bei Brandschutz, Energieversorgung und Barrierefreiheit. Trotz der laufenden Arbeiten sorgt der erneute Planerwechsel nun für zusätzliche Unsicherheit beim Zeitplan. Wann das Projekt tatsächlich abgeschlossen wird, ist derzeit offen.
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