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Krankenhausreform in MV:
Umfrage: Mehrheit vertraut auf spezialisierte Kliniken

Die Mehrheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bevorzugt laut Umfrage spezialisierte Kliniken statt wohnortnaher Krankenhäuser.

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  • Veröffentlicht Mai 21, 2026
Krankenkasenkarte
Die Ersatzkassen im Land kon­nten ihren Mark­tan­teil aus­bauen Foto: Sym­bol­bild

 

Die Mehrheit der Men­schen in Meck­len­burg-Vor­pom­mern legt bei kom­plizierten medi­zinis­chen Ein­grif­f­en offen­bar größeren Wert auf die Qual­ität der Behand­lung als auf die Nähe zum Wohnort. Das geht aus ein­er repräsen­ta­tiv­en Umfrage des Mei­n­ungs­forschungsin­sti­tuts For­sa im Auf­trag der Tech­niker Krankenkasse her­vor.

Wie die Krankenkasse mit­teilte, wür­den sich 88 Prozent der Befragten bei ein­er plan­baren größeren Oper­a­tion oder aufwendi­gen Behand­lung eher für ein weit­er ent­fer­ntes Kranken­haus entschei­den, das über umfan­gre­iche Erfahrung und Spezial­isierung ver­fügt. Nur zehn Prozent bevorzu­gen dem­nach eine wohnort­na­he Klinik, auch wenn diese nicht speziell auf die jew­eilige Behand­lung aus­gerichtet ist.

Gesund­heitsmin­is­terin Ste­fanie Drese erk­lärte, dass sowohl eine hohe Behand­lungsqual­ität als auch eine wohnort­na­he medi­zinis­che Ver­sorgung gewährleis­tet wer­den müssten. Ger­ade in einem Flächen­land wie Meck­len­burg-Vor­pom­mern bleibe die Erre­ich­barkeit medi­zinis­ch­er Ange­bote ein wichtiges The­ma.

 

Krankenhausreform erhält breite Zustimmung

Auch die Kranken­haus­re­form wird von vie­len Bürg­erin­nen und Bürg­ern offen­bar pos­i­tiv bew­ertet. Laut der Umfrage sehen 79 Prozent der Befragten die Reform grund­sät­zlich pos­i­tiv. Rund 20 Prozent äußerten dage­gen eher kri­tis­che Ansicht­en.

Für die Erhe­bung hat­te das Insti­tut For­sa zwis­chen Ende Jan­u­ar und Mitte Feb­ru­ar rund 1.000 Men­schen ab 18 Jahren in Meck­len­burg-Vor­pom­mern tele­fonisch befragt.

Die Kranken­haus­re­form war im Jahr 2025 von der dama­li­gen Ampel-Koali­tion auf Bun­de­sebene beschlossen wor­den. Ziel der Reform ist es, kom­plizierte Ein­griffe stärk­er auf spezial­isierte Kliniken zu konzen­tri­eren. Dadurch soll die Qual­ität medi­zinis­ch­er Behand­lun­gen verbessert wer­den.

Gesund­heitsmin­is­terin Drese sieht einzelne Änderun­gen der Reform jedoch kri­tisch. Beson­ders prob­lema­tisch seien aus ihrer Sicht bun­desweit ein­heitliche Vor­gaben zu soge­nan­nten Min­destvorhal­tezahlen. Diese leg­en fest, wie viele Behand­lungs­fälle Kliniken min­destens nach­weisen müssen. Ger­ade Kranken­häuser im ländlichen Raum kön­nten dadurch zusät­zlich unter Druck ger­at­en.

Die Debat­te um die Zukun­ft der Kranken­haus­land­schaft dürfte damit auch in Meck­len­burg-Vor­pom­mern weit­er an Bedeu­tung gewin­nen. Vor allem die Frage, wie Spezial­isierung und wohnort­na­he Ver­sorgung miteinan­der ver­bun­den wer­den kön­nen, bleibt ein zen­trales The­ma.