Unfallstatistik für Schwerin vorgelegt

Die Polizei Schwerin verzeichnet einen geringfügigen Anstieg der Gesamtunfallzahlen für das Jahr 2018.

Archivbild: Unfall Kreuzung Hamburger-Allee/Plater-Straße Foto: Polizei Schwerin

3315 Verkehrsunfälle wurden der Polizei im vergangenen Jahr gemeldet, 2017 lag diese Zahl bei 3245. Der prozentuale Anstieg beträgt somit 1,87 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

316 Personen verletzten sich bei Verkehrsunfällen leicht, 38 schwer. Auch hier kam es zu einer leichten Steigerung zum Vorjahr. Bedauerlich ist, dass es wieder zwei Verkehrstote im Zuständigkeitsbereich der Polizei Schwerin zu beklagen gab. Eine Frau verunfallte am 06.Januar auf dem Paulsdamm in einer Kurve tödlich. Am 7.Dezember wurde in der Hamburger Allee ein Fußgänger beim Überqueren der Fahrbahn durch ein Fahrzeug erfasst und tödlich verletzt. Der Fahrzeugführer stand damals unter Alkoholeinwirkung und hatte keine Fahrerlaubnis.

Hauptunfallursache im fließenden Verkehr ist in Schwerin das Missachten der Vorfahrt und des Vorranges, sowie das Überfahren von Rotlichtsignalen.

In 152 Fällen stellte die Polizei am Unfallort diese Ursache fest. In 56 Fällen war Alkohol im Spiel, bei 77 Unfällen stimmte der Abstand nicht und in 38 Fällen war Geschwindigkeit die Unfallursache.

„Jeder Fahrzeugführer, wie auch jeder Verkehrsteilnehmer, insbesondere jene, die sich verkehrswidrig verhalten, müssen auch weiterhin damit rechnen, jederzeit kontrolliert zu werden“, so Inspektionsleiter Lutz Müller.

Erfreulich ist aus Sicht der Polizei, dass sich bei der Unfallursache »Geschwindigkeit« die Zahl mehr als halbiert hat. 2017 waren es noch 81 Unfälle.

Es ist kein Kavaliersdelikt einem benachbarten Fahrzeug auf dem Parkplatz mit der eigenen Tür oder dem Einkaufswagen den Lack zu beschädigen und dann loszufahren. Hierbei handelt es sich um unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, ist somit eine Straftat.

738 Anzeigen aus diesem Deliktsbereich wurden durch Schweriner Polizei 2018 aufgenommen. Insgesamt begingen 889 Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr Unfallflucht. Immerhin knapp ein Drittel aller aufgenommenen Unfälle in der Landeshauptstadt.

Die Polizei ist 24 Stunden täglich und 365 Tage im Jahr unterwegs und sorgt für die Sicherheit auf den Straßen. So wurden im Jahr 2018 insgesamt 1932 Kontrollen durchgeführt, bei denen 22.746 Fahrzeuge kontrolliert wurden.

251 Fahrzeugführer wurden gestellt, die unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen fuhren, 1362 hatten keinen Gurt angelegt und 758 nutzten verbotenerweise ihr Mobilfunkgerät während der Fahrt. Dem folgten in allen Fällen Strafverfahren oder Bußgeldscheide.

Der Inspekteur der Landespolizei, Willfried Kapischke, hatte bei der Bekanntgabe der Unfallstatistik für unser Bundesland vor ein paar Tagen deutliche Worte gefunden: „Kein Pardon bei Rasern und Dränglern, kein Pardon bei Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Das Entdeckungsrisiko ist zu erhöhen und eine schnellstmögliche Sanktionierung wird angestrebt.

Die Schweriner Polizei wird weiterhin mit geeigneten Maßnahmen für die Sicherheit auf den Straßen der Landeshauptstadt sorgen.

Redaktion

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